Das Schlimmste an der merkwürdigen Sache hier, die sich "Of Orcs and Men" nennt, dürfte die angelegte Schablone sein. Die französischen Cyanide Studios, früher die Experten beim Radsport, entwickelten mit dem benutzten Template schon das Game-of-Thrones-RPG – und die zum Jubel hochgestreckten Hände waren recht überschaubar.
Nette Idee, belangloses Spiel - kein Grund, euer derzeitiges Rollenspiel zu unterbrechen.FazitNun also "Of Orcs and Men", die Geschichte von Orks und Unterdrückern in einem Fantasy-Reich minus ausgearbeitete Hintergründe. Einem Land, das kaum etwas von sich erzählt. Oder besser: nicht mehr, als man braucht, um den einfach gelagerten Konflikt zu verstehen. Die Dialoge drängt euch das Spiel ebenso auf wie den schmierigen Goblin-Begleiter, der abseits von ein paar guten Onelinern wenig tut, um das Bild zu festigen.
Es gibt da die Inquisition im Elfenbeinturm und die Grünhäute in den Minen. Mittendrin noch einige grunzende Überläufer, die nicht für die Freiheit ihres kriegerischen Volkes einstehen wollen, was dem zornigen Arkail nicht in den Kram passt.
Ihn spielt ihr, einen tief in seiner Kultur verwurzelten Baum von einem Ork, cholerisch, stinksauer und irgendwie blass. Zusammen mit dem ihm zugeteilten Goblin Styx zieht er los in ein stellenweise ganz nettes, gut gedachtes, aber unterm Strich billiges 08/15-Abenteuer von der Streckbank.
Nach drei, vier Stunden hat man im Grunde alles gesehen, womit "Of Orcs and Men" Abenteurer verzaubern will, und dummerweise sind es keine rissigen Levelschläuche, die diesen Leuten leuchtende Augen bescheren.
Ork und Golbin Seite an Seite. Sieht auf den Bildern so cool aus, spielt sich aber bescheiden.In den ersten beiden Kapiteln gibt es einen kleinen Hub – ein Rebellenversteck, eine Mine –, dazu eine Handvoll Neben- und Haupt-Quests, die sich bis auf den jeweiligen Enddialog aber nicht unterschiedlich spielen und euch an einen immer anderen Ort schicken. Öffnet man dort die Karte, sieht man einen engen Pfad – Minenschacht, Canyon, Straße, Waldweg –, am Ende die Missionsmarkierung zum Töten/Retten/Aufsammeln.
Dann gibt es einen kleinen Dialog, ein bisschen Beute im besten Fall, und zurück dorthin, wo die Handlung gerade stattfindet. So läuft jeder. Einzelne. Abschnitt. Innerhalb des Schlauchs passiert man immer mal wieder etwas breitere Stellen, ein Autospeicherpunkt davor – ein Navi zum Erkennen der Feinde.
Also rennt man durch, kloppt an den aus dem Leim gehenden Wegpunkten Orks/Soldaten/Goblins/Hunde, speichern muss man ja nicht, und freut sich am Ende über das Häkchen in der Liste. Irgendwo lag auch eine Anmerkung vom Entwickler, festgehalten auf einem kleinen Zettel:
"Hatten wenig Zeit. Kein ordentliches Budget... Aber eine geniale Idee: Orks als unterdrückte Kultur im Vordergrund, Menschen als Strippenzieher dahinter. Ein Ork und ein Goblin befreien ein Königreich von der Last. Mit netten Sprüchen, Herz und Seele, Hand und Fuß. Klappte leider nicht so ganz. Wir hatten niemanden, der die Welt über verschneite Gipfel und Wipfel hinaus gestaltet, ihr Farbe gibt. Die Leveldesigner mussten irgendwann einfach fertig werden. Sie hinterlassen eine leere und sterile Welt.
Wir hätten es gern besser gemacht."
Mit dem Ork und dem Golbin schnetzelt ihr euch durch einen Schlauch nach dem nächsten - Wechsel zwischen den Figuren klappt.Dass hier keine verstreuten Schriftstücke den Marsch abstecken und seitenlang von Götter, Kulturen und Geschichtlichem erzählen, ist schon verständlich bei einer Reise so schmal wie die Wege, auf denen sie stattfindet. Die fehlende Interaktion mit der Umwelt hingegen ist enttäuschend: kaum eine Tür, die sich öffnen lässt, keine prall gefüllten Schatzkisten zum Plündern und Durchsuchen, keine reich gedeckte Tafel zum Bedienen und Kramen. Ein lumpiger Sack, der Handschuhe des Assassinen oder einen Beinschützer hochwürgt, reicht dafür nicht.
So wird aus dem vagen Interesse nach dem netten Einstieg schnell ein eindeutiger Trott durch karge, immer gleich verlaufende Landstriche, in denen es kaum etwas zu entdecken gibt, abgesehen von Clipping-Fehlern und einem zusammengekehrten Häufchen namens Gegnerverhalten. Hier kann man sich so geil durchglitchen wie schon lange nicht mehr.
Soldaten bleiben mit ihren aufgesetzten Scheuklappen an Kanten hängen, statt die paar Schritte drumherum zu laufen, und lassen sich durch Wände hindurch die fliegenden Dolche in die Kehle jagen. Sie können auch selbst durch massive Gebäude schießen. Oder finden sich zu einem Idiotenhaufen zusammen, um gemeinsam am Treppenaufgang zu scheitern.
von Focus Home Interactive, Cyanide Studios
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Die Story ist bis zum Ende packend, die Dialoge zwischen Ork und dem sarkastischen Goblin sind immer wieder witzig und auch die Entwicklung der Charaktere (und der Beziehung zwischen ihnen) in dieser grünhäutehassenden Welt fand ich toll und ansprechend rübergebracht. Die Hintergründe zum Konflikt und auch der Charaktere werden ausreichend erklärt. Klar, "offenes Abenteuer" in einer "Welt mitsamt ihrer Mythen und Legenden" ist das Spiel nicht und sollte es wohl auch nie sein. Die Handlung und die Charaktere stehen hier im Mittelpunkt, nicht das Erkunden der Welt oder die Hoffnung auf DIE Ultra-Waffe schlechthin. Mir kommt die Bewertung so vor, als hätte man ein ElderScrolls-Rollenspiel erwartet und ist mit den falschen Erwartungen da rangegangen...
Glitches/KI-Aussätze oder Bedienungsprobleme konnte ich nicht feststellen, spiele aber die PS3-Version.
Kurzum: ich fand es jedenfalls ganz nett :-)
ja das spiel wurde im preview hier aber auch ziemlich hoch gelobt. wo ich mich schon gewundet hab, da gamona schon meißt recht kritisch ist und auch die wertungen fast immer ca. 10% unterm durchschnitt sind! aber falsch zitiert wurde das hier auf jeden fall schon, da wurde aus "Vielleicht der Überraschungshit der Jahres" gleich mal "Der Überraschungshit des Jahres" gemacht ;)
Ich bin heute durch den Saturn geschlendert und hab das Spiel
Ich bin heute durch den Saturn geschlendert und hab das Spiel zufällig gesehen und nun schaut mal oben rechts auf die Verpackung www.wog.ch/.../pc_oforcsmen.jpg möchte mir das vielleicht jemand erklären?
Ich hoffe doch nicht dass ihr hier euren guten Namen verhökert ;-p
Auf Dishonored war euer Logo drauf aber das hatte es sich auch verdient ;-)
Also das ist jawohl an dreistigkeit nicht mehr zu überbieten ! ich würde die Leute verklagen wenn ich Gamona wäre und ein bisschen Anstand hätte ! wtf !!!
Man beachte
Man beachte das Fazit: www.gamona.de/.../of-orcs-and-men,vorschau-xbox-360:article,2140278.html
"Vielleicht der Überraschungshit des Jahres"
wurde dann scheinbar kurzerhand zu "Der Überraschungshit des Jahres"
Das ist dann wohl auch der Grund, warum selbst der schäbigste Dreck irgendetwas Positives von irgendeiner Seite zitieren kann.
Das ist aber mal eine starke Nummer...Respekt an den Vertrieb.
Hab's selber nicht gespielt, ist aber wohl nur was für absolute GoT-Fans. Story spannend und zum Großteil gut vertont (hab nur englische Tests gelesen), aber der spielerische Teil lässt wohl zu Wünschen übrig. Wenn's bei 10€ angekommen ist geb' ich dem Game mal 'ne Chance.
Man beachte das Fazit: www.gamona.de/.../of-orcs-and-men,vorschau-xbox-360:article,2140278.html
"Vielleicht der Überraschungshit des Jahres"
wurde dann scheinbar kurzerhand zu "Der Überraschungshit des Jahres"
Das ist dann wohl auch der Grund, warum selbst der schäbigste Dreck irgendetwas Positives von irgendeiner Seite zitieren kann.
Ich bin heute durch den Saturn geschlendert und hab das Spiel zufällig gesehen und nun schaut mal oben rechts auf die Verpackung www.wog.ch/.../pc_oforcsmen.jpg möchte mir das vielleicht jemand erklären?
Ich hoffe doch nicht dass ihr hier euren guten Namen verhökert ;-p
Auf Dishonored war euer Logo drauf aber das hatte es sich auch verdient ;-)
Naja dann vergleich mal mit anderen Spielen die 75% haben :-P die bieten weit aus mehr Spiel Zeit und jetzt reden wir nicht von anderen mängeln.
Wieder eine gute Idee, die im Sumpf der Mittelmäßigkeit versinkt. Das geht ja nicht einmal als Geheimtipp durch. Gleich das nächste Spiel das von meiner "Sieht interessant aus"-Liste direkt in den geistigen Mülleimer fliegt. Mist.