Oddworld Inhabitants, die Entwickler der erfolgreichen Oddworld Reihe wagen sich auf Neuland: Weg von 2D Jump 'n Run Orgien hin zu einer Mischung aus 1st und 3rd Person Actionspiel. Ganz anders als in den Vorgängern spielt Ihr nicht mehr den kleinen Abe auf seiner Flucht, sondern schlüpft diesmal in die Rolle eines Kopfgeldjägers.

Dass dieser nicht gerade zimperlich mit seinen Widersachern umgeht, konnten wir während einer Präsentation des Spiels eindrucksvoll feststellen. Frei nach dem Motto "Selbst ist der Mann" wird dabei die eigene Munition gejagt bevor man diese überhaupt benutzen kann. Wie das funktioniert? Als Standardmunition müssen dabei libellenähnliche Lebewesen herhalten, die man dank der eigenen Armbrust vorzüglich zum Betäuben von "richtiger Munition" benutzen kann. Auf gut Deutsch: Bevor der Jäger auf die Jagd geht muss er sich seine Munition erst selbst jagen ;)

Der äußerst witzige Nebeneffekt der lebenden Munition sind Lachanfälle des Spielers, die das Zielen unheimlich schwer machen. Während unserer Präsentation in Leipzig durften wir uns einen Eindruck vom Spielprinzip verschaffen, das uns von Anfang an durch seine Einzigartigkeit gefesselt hat. So müssen beispielsweise eichhörnchenähnliche Wesen als Lockvogel für die verfeindeten KI-Gegner herhalten, welche daraufhin Bekanntschaft mit unseren tückischen Tretfallen machen durften. Hier ein kleines Beispiel für eine besonders "witzige" Kombination. Man beachte den äußerst freundlichen Blick unserer Munition ;)

Ei, da freut sich aber jemand gleich als lebendes Geschoss herhalten zu müssen. Der Beruf des spielbaren Hauptcharakters ist natürlich nicht ohne Grund Kopfgeldjäger: Nach erledigter "Arbeit", d.h. nachdem man seinen Gegner ins Nirvana gejagt hat oder diesen, was deutlich mehr Geld bringt, nur Betäubt hat, wird erst mal eine Art Saugwaffe gezückt, mit der man den Widersacher in alter Ghostbuster-Manier einsaugen und artgerecht aufbewahren kann.

Von dem Kopfgeld darf man sich dann wahlweise Waffenupgrades kaufen, mit denen man seinen Gegnern noch schneller das Lichtlein auspusten kann. Als Beispiel wären hier die Stingbees zu nennen, die das Maschinengewehr im Spiel darstellen. Je nach Art der Munition kommt man also in den Genuß ihrer eigenen Vorteile sowie Nachteile. Ein wahres Highlight bietet hierbei die "Snipermunition", mit der man nicht nur Gegner vorzüglich auf lange Entfernungen ausschalten, sondern auch Gespräche belauschen kann. Dabei unterscheiden sich die Gespräche wiederum gewaltig: So kommt es vor, dass zwei Gegner einfach mal irgendwelche witzigen Kommentare von sich geben, andere hingegen nützliche Informationen zum Missionsziel dadurch unbewusst verraten.

Oddworld Stranger beruht auf einer vollkommen neuen Story, die sich zwar im Oddworld Universum abspielt, aber nichts mit der Story der Vorgänger zu tun hat. Insgesamt wird das Spiel ca. 31 Missionen beinhalten, die ein guter Spieler in ungefähr 22 Stunden bewältigen könnte. So, genug geschwafelt! Jetzt gibt's was auf die Augen!

In unserer Downloadsektion bekommt Ihr ab sofort den ersten Trailer zum neuesten Oddworld Sequel, also nichts wie hin! Nach so einer Menge Text habt Ihr euch den neuen Trailer wirklich verdient! ;)

Oddworld - Strangers Vergeltung ist für XBox, seit dem 21. Dezember 2011 für PS3 und seit dem 19. Dezember 2012 für PlayStation Vita erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.