Palmer Luckey, der Erfinder des Oculus Rift, hat in einem Interview mit Techradar mitgeteilt, dass sowohl die PS4 als auch die Xbox One, beide zu schwach für die Pläne seines Unternehmens seien.

Oculus Rift - Palmer Luckey: PS4 und Xbox One sind viel zu beschränkt für das, was wir planen

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Next-Gen-Konsolen zu schwach für Oculus Rift?
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Palmer Luckeys größter Antrieb für die Entwicklung einer eigenen VR-Brille war es, den Markt aufzumischen, denn "was die Leute in Bezug auf Konsolen und andere Plattformen auf dem Markt kaufen können, halte ich nicht für aufregend genug für die Leute", so Luckey.

Momentan können Entwickler ein Development-Kit für knapp 300 Dollar kaufen. Für die Kaufversion plant Luckey aber noch einiges: "Wir arbeiten an einer höheren Auflösung, Positional Tracking, damit wir volle Bewegungen im Raum erfassen können, der Reduzierung von Motion Blur, Latenz - all die Dinge, die einen aus dem Erlebnis werfen können, damit die Rift so unsichtbar wie möglich wird."

Gerade Motion Sickness, bzw. Kinetose oder speziell im Spielebereich Gaming Sickness ist ein Problem von VR-Brillen. Ein Problem, mit dem sich auch die Jungs von Oculus VR herumschlagen müssen. "Wir haben bereits interne Prototypen, die bei einigen Inhalten die Gefahr von Motion Sickness bereits komplett gebannt haben. Unsere neuere Hardware ist viel besser und reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass es jemandem bei der Verwendung schlecht wird."

Es sei daher wichtig, dass Spiele entwickelt würden, bei denen es den Leuten nicht schlecht werde, wenn sie die VR-Brille verwenden. Es sei aber auch einfach eine Sache der Gewöhnung. Das Gehirn brauche nun mal eine Weile, um sich an die VR-Brille zu gewöhnen.

Luckey habe große Pläne für Oculus Rift. Die Brille soll laufend verbessert und mit Upgrades versehen werden. Von daher seien sowohl die PS4 als auch die Xbox One ungeeignet für eine Verwendung mit der 'Oculus Rift'-VR-Brille.

"Das Problem mit den Konsolen ist der, dass sie, sobald sie veröffentlicht werden, für eine lange, lange Zeit mit denselben Spezifikationen auskommen müssen. Schaut euch nur mal den PC von vor acht Jahren an. Seither hat es soviele Fortschritte gegeben. Und schaut euch nun mal die VR-Hardware von heute an. Ich denke, dass wir in den nächsten vier bis fünf Jahren einen massiven Sprung im Fortschritt sehen werden, und Virtuelle Realität ist auch heute bereits eine sehr intensive Sache. Es benötigt Rendering in hohen Auflösungen und über 60 Frames pro Sekunde in 3D."

Luckey weist darauf hin, dass schon jetzt viele Next-Gen-Spiele lediglich in 720p laufen, um eine Framerate von 60 halten zu können. Daher sei es unwahrscheinlich, dass die Konsolen eine ähnliche Qualität in Sachen VR bieten werden, wie man sie auf dem PC erleben könne. In fünf Jahren werde der PC noch weiter entwickelt sein und dann sei es praktisch unmöglich für die Next-Gen-Konsolen, dem PC noch das Wasser zu reichen.

Seine Aussagen mögen stimmen, wirken aber etwas schal, wenn man bedenkt, dass Oculus VR just angekündigt hat, auch eine mobile Version von Oculus Rift für Android-Systeme entwickeln zu wollen.