„Kommandobunker wird angegriffen!“, tönt es durch mein Com-Gerät. Was? Das kann doch nicht sein! Haben die kapitalistischen Schweine von der Faction es tatsächlich durch die Verteidigungsanlagen geschafft. Das kann ich als stolzer Soldat des Empire nicht durchgehen lassen. Ich schnappe mir meine Gatling-Kanone, renne auf ein Dach, bocke die Wumme auf, aktiviere meine Schilde und lasse Tod und Vernichtung auf die verweichlichten Finanzhaie regnen.

Nuclear Dawn - Resources-Tutorial

Die großkalibrige Minigun macht kurzen Prozess mit den dreisten Eindringlingen. Noch bevor der letzter Gegner fällt, sehe ich schon, wie neue Gebäudekapseln entstehen, die sich vollautomatisch aufbauen. Der Commander reagiert schnell. Schon bald werden wir unter seiner Leitung diesen Faction-Weicheiern zeigen, wo hier der Hammer hängt.

Ja, das ist der Kriegsalltag in Nuclear Dawn, dem neuen Mischmasch aus dem Hause Iceberg. Am ehesten lässt sich die Spielmechanik mit dem guten alten Counterstrike vergleichen. Auch hier gibt es wieder zwei Teams, die sich bis aufs Blut bekriegen, und Teamplay steht an oberster Stelle. Jede Fraktion hat vier unterschiedliche Klassen. Assault, Exo, Stealth und Support. Oder anders gesagt: Soldat, schwere Waffen, Aufklärer und Unterstützung. Bei der Auswahl der Klasse hat man auch unterschiedliche Waffenoptionen. So kann der Soldat beispielsweise sich anfangs zwischen Sturm- und Scharfschützengewehr entscheiden. Nuclear Dawn bietet in dieser Hinsicht also nichts neues.

Nuclear Dawn - Baller, baller, Türmchen baue...

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Es wird ordentlich herumgeschossen.
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Die Klassen unterscheiden sich stark voneinander. So hat der schwer gepanzerte Exo enorm viel Energie, die er aufgrund seiner Langsamkeit auch braucht. Das exakte Gegenstück ist der Stealth-Bursche, der zwar nix aushält, aber verdammt schnell unterwegs ist und sich für kurze Zeit unsichtbar machen kann. Jede Klasse hat eine Spezialfähigkeit, die sie zum perfekten Konter für eine andere macht: Der Soldat besitzt ein Nachtsichtgerät, mit dem er den schnellen Stealth auch unsichtbar entdecken kann, der Exo kann sich einigeln und ist so noch widerstandsfähiger, was ihn quasi zu einer Punktverteidigung macht. Einen solchen Titanen kann der Stealth aber gut zur Strecke bringen, wenn er sich von hinten anschleicht und ihm ein Messer in die Kehle donnert, während normale Soldaten im Kreuzfeuer der schweren Waffen Probleme bekommen. Zusammenarbeit ist also unabdingbar für den Sieg!

Nun wird man sich fragen, was dieser ominöse Commander sein soll und warum hier „Genremix“ geschrieben steht. Das hat mit der originellsten Funktion von Nuclear Dawn zu tun, die es von den anderen Online-Shootern unterscheidet. Jeweils ein Spieler des bis zu 16-köpfigen Teams übernimmt die Rolle des Commanders. Dieser besetzt den sogenannten Kommandobunker und sendet von hier aus seine 15 Krieger ins Gefecht. Er hat eine Satellitenansicht auf das Schlachtfeld und kann in bester RTS-Manier Gebäude bauen und neue Waffen erforschen, die seine Teammitglieder dann nutzen können. Das hört sich nach etwas schönem Neuen an, aber kann sehr schnell frustrierend wirken, wenn das Team nicht auf seinen Commander hört, oder aber der Commander nicht gut mit seinen Mannen zusammen arbeitet.

Packshot zu Nuclear DawnNuclear DawnErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Für Forschung und Bauvorhaben braucht er Ressourcen, und die kriegt der große Boss von den Ressourcenpunkten, die seine Kämpfer erobern müssen. Unterstützend kann er Geschütztürme, Artillerie und Versorgungsstationen in die Map pflanzen, sodass die Recken unter Feuerschutz vorrücken können oder die Verteidigung eines Gebietes einfacher wird. Das Ziel ist die Zerstörung des feindlichen Bunkers, und das ist am einfachsten, wenn man die Basis mit Geschützen umstellen kann.

Nuclear Dawn - Baller, baller, Türmchen baue...

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Solche Panzer sind leider nur Teil der Map. Man kann sie nicht fahren.
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Aber der Commander ist nicht nur Bob, der Baumeister. Er dient auch als Scout für seine Kämpfer, denn durch die Satellitenansicht kann er die komplette Karte einsehen, auch die feindlichen Truppen. Gute Kommunikation über das eingebaute VOIP-System ist also Pflicht. Durch die ständige Verbindung zur Front kann die Versorgung derselben sichergestellt werden. Wer also glaubt, dass der Job des Commanders einer für Sesselfurzer ist, hat sich geschnitten. Er ist ein wichtiges Mitglied der Kampftruppe.