Budget-Spiele sind ein zweischneidiges Schwert: Mit etwas Glück bekommen Zocker für wenig Geld eine kleine, aber feine Spielspaß-Perle wie zuletzt Alien Shooter 2. Oder sie werden mit hingeschluderten Spinnweben-Fängern im Stile von Th3 Plan oder Switchfire abgespeist.

Auch Nitro Stunt Racing will zum günstigen Preis spaßige Fun-Rennen unter's Volk bringen. Ob ihr euch damit Kurzweil oder nur eine kurze Weile Spaß ins Haus holt, verraten wir im Review.

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Die Suche nach dem schnellen Spaß...
Im Hauptmenü angekommen stürzen wir uns sogleich auf den... äh, wo, bitteschön, finden wir den Mehrspielermodus? Ein suchender Blick auf die Packung verrät… hmm, auch nichts. Ein schauderhafter Gedanke überkommt uns: Bietet Nitro Stunt Racing gar keinen Multiplayermodus? Traurig, aber wahr: Genau so ist es. Bei einem reinen Funracer umso ärgerlicher…

Na egal, dann halt nichts wie ab in die Meisterschaft. Und auch hier müssen wir erst einmal stutzen: Nicht besonders viele Strecken - drei um genau zu sein, mitsamt invertiertem Pendant - und gerade einmal vier Autos werden uns hier vorgesetzt. Und das soll über längere Zeit hinweg bei Laune halten? Zugegeben: Drei der vier Autos mussten wir zuvor erst freispielen.

NSR: Nitro Stunt Racing - Heiße Rennen für wenig Geld: kurzweiliger Spaß oder Spaß für eine kurze Weile?

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Wer zu sehr mit dem Gas spielt, landet im Kiesbett.
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Einen fahrbaren Untersatz gewählt, starten wir sogleich das erste Rennen. Da wir das Training für unnötig und die Qualifikation für Schmarren halten, beginnen wir auf dem 16. Platz, bereit, das Feld von hinten aufzurollen. Die Leuchte schaltet nach zwei Rotphasen endlich auf Grün, wir drücken uns fast zeitgleich den Schuh am Pedal wund und überwinden spielend die ersten Konkurrenten. "Das ging aber fix", denken wir uns noch, als schon der erste Looping wartet.

Akzeptable Fahrphysik
Also drücken wir noch stärker aufs Gaspedal und schaffen - nicht zuletzt dank sich selbst regenerierendem Nitro-Boost - ohne große Mühe diese Hürde. Mehr Interessantes gibt es dann auch über Strecke Numero eins nicht zu sagen. Loopings, Kurven und Geraden, das war es. Da wir es wegen des lahmen Fahrerfeldes locker auf den ersten Platz schafften, ist der zweite Kurs freigeschaltet. Dieser zwingt uns wegen etlicher Hügel dazu, unsere Landeklappen ein- und auszufahren.

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Das Streckendesign ist den Entwicklern gelungen.
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Wer nicht von der Strecke fliegen und somit ausscheiden will, muss den richtigen Wechsel zwischen Fahrzeughebung und - senkung finden. Für einen Funracer hat NSR sogar eine recht ansprechende Fahrphysik parat. Das Klebeband an eurem rechten Fuß könnt ihr somit also wieder einpacken, denn des öfteren ist Achtsamkeit bei der Verwendung von Gas und Bremse geboten. Ein ununterbrochenes Gasgeben schickt euch früher oder später unverhofft auf den Streckenrand.

Mehr gibt es nicht!
Nachdem auch die letzte Strecke absolviert ist, wird eine neue Rennserie mit exakt den gleichen Kursen aktiviert. Einziger Unterschied: Sie sind nun alle spiegelverkehrt. Der magere Umfang macht sich bei Nitro Stunt Racing leider schon nach einer knappen Stunde bemerkbar und bremst den Spielspaß deutlich aus, zumal der Mehrspielermodus wie erwähnt auf der Strecke geblieben ist. Neben gerade mal drei neuen Fahrzeugen können dann nur noch frische Skins freigespielt werden. Optische Wunderwerke sollte hier jedoch keiner erwarten.

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Down under: Die Welt steht Kopf.
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Seid ihr stolz auf eure Rundenzeiten, dürft ihr diese online stellen. Aber wer macht das schön bei drei mageren Strecken? Immerhin bietet NSR eine für einen Budget-Titel doch recht schöne Grafik, die mit überzeugenden Spiegelungen, einer auch auf älteren Rechnern flüssigen Framerate und einem guten Geschwindigkeitsgefühl unser Gemüt besänftigen kann. Akustisch sieht es da schon verhaltener aus: Die Motorensounds sind gerade mal durchschnittlich, viel schlimmer ist die nervige Musikuntermalung - wenn man sie mal so nennen will.