Wie aus einem Bericht von The Guardian hervorgeht, wollte der britische Geheimdienst GCHQ die Kinect-Kamera von Xbox-Usern abgreifen und sie überwachen.

NSA-Skandal - Britischer Geheimdienst wollte Kinect abgreifen, 1,8 Millionen Webcams ausspioniert

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Kinect spioniert laut Microsoft nicht.
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Enthüllt wurde diese Info im Rahmen von Unterlagen, die NSA-Whistle-Blower Edward Snowden herangetragen hat. Aus diesen geht hervor, dass zwischen 2008 und 2010 ein Programm namens Optic Nerve einberufen wurde, mit dem der Geheimdienst tatsächlich die privaten Webcams von über 1,8 Millionen Usern ausspionierte und von diesen Standbilder anfertigte.

Möglich gemacht wurde dies über den Webcam-Chat des Internet-Konzerns Yahoo. Darunter sollen sich auch zahlreiche Nacktbilder befinden, wobei der Geheimdienst wahllos vorging und keinen konkreten Verdacht gegen die Nutzer hatte. Der interne Zugriff auf die Fotos soll angeblich eingeschränkt worden sein, so dass nicht alle GCHQ-Mitarbeiter darauf zugreifen konnten. Gespeichert wurden auch Personenname, Ort und Co.

Die Daten wurden schließlich von der NSA verarbeitet und in die NSA-Datenbank namens XKeyscore eingetragen. Die NSA habe auch das technische Wissen geliefert.

Jedenfalls wollte man das Ganze ebenfalls bei Kinect anwenden, wobei unklar bleibt, ob das am Ende vielleicht sogar geschafft wurde.

Microsoft stellte immer wieder klar, darunter auch in den Privatsphäre-Richtlinien, Kinect niemals zum Spionieren zu verwenden oder mit Regierungen zusammenzuarbeiten, um Zugriff auf die Technik zu gewähren. Zudem machte man zum Launch der Xbox One nochmals deutlich, dass ohne Zustimmung des Users weder Audio noch Video aufgenommen oder diese an Microsofts Server übertragen werden.