Ist No Man's Sky noch der Stoff, aus dem Träume gemacht sind? Vielleicht war es das, bevor der Hype-Titel die Landesequenz einleitete und in die Läden einflog; bevor er tausende von Spielern mit einem unfertigen Produkt enttäuschte. Doch nicht für alle starb der Traum. Heute hat die Weltraum-Mär eine mittelgroße, aber hartnäckige Community und ein kleiner Teil davon machte sich nach Release auf, um gemeinsam eine Heimat in den Weiten des Alls zu finden.

Alles über das große No-Man's-Sky-Update erfahrt ihr in diesem Video!

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Gemeinsam allein: Die Galactic Hub

No Man's Sky lieferte bis zum Update 1.3 keine größere Story und dafür jede Menge Bugs und unerfüllte Versprechen, aber das hielt einige Cyber-Astronauten nicht davon ab, den zufallsgenerierten Weltraumspielplatz zu erkunden – und zu bevölkern. Die Reise durch das gigantische All kann einsam sein, trotz oder gerade aufgrund der sich ewig wiederholenden Planeten, Raumstationen und Aliens. Die Galactic Hub sollte das ändern.

Geschichten aus dem All - 5000 Spieler suchen eine neue Heimat in No Man's Sky

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Auf verschiedenen Karten kennzeichnete die Community erkundete Bereiche (Quelle: No-Man's-Sky-Wiki)
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Im Gamma-Quadranten der Euclid-Galaxie, nicht sehr weit entfernt vom Zentrum, bildete sich unter der Führung von Spieler 7101334 eine starke, sehr aktive Community, die nach und nach mehr Bereiche im Quadranten erforschte und kartographierte. Darunter zählten etwa die Rentocniijik-Ausdehnung (die Hauptregion der Galactic Hub), das Nagkamunti-Band oder auch das Rahesdaingwut-Terminus-System.

Vor dem Update 1.3 war es für die Spieler nicht möglich, sich gegenseitig zu sehen – dafür jedoch konnten sie anderen ihre Basen präsentieren, Vorräte für Reisende bereitstellen oder auch Planeten und Systeme so benennen, dass sie gleich aufzeigen, welche Ressourcen dort zu holen sind. Zusätzlich wurden Sternenkarten angefertigt, während sich die Community im eigenen Reddit austauschte.

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Nicht mehr allein in No Man's Sky (Quelle: No-Man's-Sky-Wiki)
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Das Wichtigste jedoch: Die Galactic Hub war ein Zufluchtsort für diejenigen, die einsam durch das All von No Man’s Sky tuckerten; die einen Hauch von Leben suchten und sich austauschen wollten. Viele Spieler überwanden gigantische Strecken, um die Galatic Hub zu erreichen. Bis vor etwa einem Monat, denn da stieg der Atlas im neuen Update an No Man’s Sky Horizont auf.

5000 Spieler verlieren ihr Zuhause

Die Galactic Hub wandelte sich. Mit dem Update Atlas Rises erhielt das Spiel eine brandneue, 30-stündige Story, aber auch die Planeten und Systemen wurden einem Overhaul unterzogen. Einst tropische Zonen kühlten sich über Nacht ab, wurden zu Eiswüsten und die gesamten eingetragenen Namen waren plötzlich nichtig. Die Arbeit von Monaten dahin?

Geschichten aus dem All - 5000 Spieler suchen eine neue Heimat in No Man's Sky

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Der Caesarus starb womöglich aus (Quelle: No-Man's-Sky-Wiki)
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Die Community rund um die Glactic Hub nimmt das Spiel sehr ernst, wie allein an den etlichen Sternenkarten und Informationen offensichtlich wird, welche die Spieler angefertigt und zusammengetragen haben. Auch benannten sie die auf den Planeten heimischen Tierwesen und stellten, wie Kotaku berichtet, im Nachhinein fest, dass der Caesarus – der größte Vierbeiner in ganz No Man’s Sky – infolge des Updates ausgestorben war.

Um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden, riefen sie das Galaktische Konzil aus, eine Gruppe von Spielern mit dem einzigen Ziel: eine neue Heimat finden.

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Die Flagge der Galactic Hub (Quelle: No-Man's-Sky-Wiki)
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Neue Pläne, neue Heimat

Ich fragte mich in der Einleitung, ob im großen Universum von No Man’s Sky noch immer Träume und Fantasien geschmiedet werden; und ja, das werden sie. Während etliche Käufer des Titels zum Release unglaublich enttäuscht waren, sicherlich auch einige von euch, müssen wir dem Sci-Fi-Epos eines lassen: Es bietet einen Sandkasten, so groß, dass wir nahezu jegliche Fiktionen in ihn eingravieren können. Vom selbsternannten Exobiologen bishin zum Sternenkartografierer; zusammen mit einer Community können wir alles und jeder werden, ganz egal, in welcher Galaxie von No Man’s Sky.

Auch das Galaktische Konzil hat sich aufgerappelt und eine neue Heimat gefunden, der Rentocnii-Zufluss, die Koordinaten: 044C:0082:0D55:001D. Die Reise zur neuen Hub wird für Anwärter nun um einiges leichter, da über das Update 1.3 Portale ins Spiel gekommen sind, über die wir nun an jeden belieben Ort reisen können. Wie das funktioniert, könnt ihr gern in unserem Guide zu den Portalen nachlesen.

Die Galactic Hub war die größte Zivilisation im ganzen Spiel und wird es in Zukunft womöglich wieder werden. Allerdings ist sie keineswegs die einzige – unter dem Banner der United Federation of Travelers gibt es in jedem Quadranten eine Hub, die Amino Hub, die Allience of Galactic Travellers, die Imperium Embassy Hub und natürlich die Galactic Hub. Egal, wo ihr euch im Spiel befindet, eine Community könnt ihr von eurer Position aus erreichen. Falls ihr euch also auf den langen Weg machen wollt, wünschen wir euch viel Glück, Ressourcen-reiche Planeten und vor allen Dingen: einen sicheren, angenehmen Flug.