Nintendogs: Dog Trainer (DS Review)
von Jörg Pitschmann

Die Hersteller der bekannten Action Replay-Reihe haben sich mit ihrem aktuellen Produkt auf neues Terrain begeben und Nintendos Oberhammer-Hundezüchtungs-Simulation Nintendogs mal so richtig aufgepimpt.

Damit kommen all jene Liebhaber der virtuellen Köterei auf ihre Kosten, die davon träumen, eine wahre Hundeschar ihr eigen zu nennen, ohne erst über langwierige Trainings- und Erziehungsmaßnahmen mühsam zu Erfolg und Reichtümern zu gelangen.

Aber lohnt sich die Anschaffung auch für jene Hundeliebhaber, die ihren kleinen Spatz nach monatelangem Training nun endgültig zu Ruhm und Ehre führen wollen? Wir haben uns das Teil mal näher angeschaut.

Hundeknochen
Der Dog Trainer genannte Pimp-O-Mat wird in einem etwas klobigen Modul ausgeliefert, das im GBA-Schacht des DS Platz findet und entfernt an einen Knochen erinnert. Um das Modul zu aktivieren, sollte man gleichzeitig sein Nintendogs am Start haben. Der Trainer bietet verschiedene Optionen. So kann man wählen, ob man steinreich sein möchte, alle Köter zur Verfügung haben oder ganz einfach alle nur erdenklichen Applikationen sein eigen nennen will. Allerdings sollte man darauf Acht geben, welche der drei Nintendogs-Editionen man sein eigen nennt, denn für jede gibt's auch spezielle Cheats. Da man aber ohnehin auf Wunsch alle Tölen freischalten kann, läuft es im Endeffekt auf das Gleiche hinaus - man hat einfach alles.

Nintendogs: Dog Trainer - Pimp my Dog: Sind wir schon wieder auf den Hund gekommen?

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Ob und inwiefern das fröhliche Köterpimpen allerdings dem Spielspaß gut tut, kann jeder stolze Besitzer eines virtuellen Fiffi nur für sich selbst entscheiden. Immerhin hat die Cheaterei ein paar nicht von der Hand zu weisende Vorteile. So kann man endlich unbegrenzt lange Spaziergänge mit seinem Flohfänger unternehmen, kann alle nur erdenklichen Orte wie Parks etc. anlaufen, und vor allen Dingen muss man nicht, wie in der ungepimpten Version üblich, nach jedem Spaziergang eine nervtötende Wartezeit in Kauf nehmen, bis man Waldi wieder auf die Wutz schicken kann. Und natürlich: endlich kann der Köter diese tiffige rosa Schleife tragen, die alle weiblichen Nintendogs-Besitzer beiderlei Geschlechts so begeistert…

Tränendrüse
Kurzum: alles könnte so schön und einfach sein, wenn da nicht ein ganz gravierender Nachteil wäre: hat man schon einen Flohfänger in Arbeit, wird der kleine Racker nämlich gnadenlos überschrieben. Oder um es für weniger zart besaitete Naturen direkt zu formulieren: der eigene Köter verschwindet in die ewigen Jagdgründe. All jene, die Nintendogs eher als sportliche Herausforderung verstehen oder sich bislang in Geduldsmantras bei der Abrichtung ihrer Viecher übten, werden damit wohl keine Probleme haben. Ein digitaler Hund ist ein Programm, nichts weiter. Wer aber an seinem kleinen virtuellen Liebling hängt, der sollte sich die Anschaffung des Hundetrainers besser genau überlegen. Denn was bringt all der gepimpte Popanz, wenn man dafür etwas töten muß, das man tief in seinem Innersten liebt?

Tränendrüse
Kurzum: alles könnte so schön und einfach sein, wenn da nicht ein ganz gravierender Nachteil wäre: hat man schon einen Flohfänger in Arbeit, wird der kleine Racker nämlich gnadenlos überschrieben. Oder um es für weniger zart besaitete Naturen direkt zu formulieren: der eigene Köter verschwindet in die ewigen Jagdgründe. All jene, die Nintendogs eher als sportliche Herausforderung verstehen oder sich bislang in Geduldsmantras bei der Abrichtung ihrer Viecher übten, werden damit wohl keine Probleme haben. Ein digitaler Hund ist ein Programm, nichts weiter. Wer aber an seinem kleinen virtuellen Liebling hängt, der sollte sich die Anschaffung des Hundetrainers besser genau überlegen. Denn was bringt all der gepimpte Popanz, wenn man dafür etwas töten muß, das man tief in seinem Innersten liebt?