Heute in aller Herrgottsfrühe war es soweit: Nintendo weihte die gespannte Videospielewelt in die Geheimnisse der Nintendo Switch ein, nachdem der Konsolen/Handheld-Hybrid vergangenen Oktober der Öffentlichtkeit präsentiert wurde.

Nintendo Switch - Preis und Launch-Termin bekannt, kein Region-Lock und weitere Details

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Die Hardware-Spezifikationen bleiben leider noch immer geheim
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Mit einem Countdown wurde das vor Ort und per Livestream anwesende Publikum geradezu hypnotisch auf den Start der rund einstündigen Präsentation eingestimmt. Tatsumi Kimishima, Präsident von Nintendo, betrat daraufhin die Bühne zum ersten großen Videospiele-Event des Jahres: die Präsentation der Nintendo Switch.

Keine technischen Daten zur Hardware

Wer allerdings hoffte, dass es endlich Details zur Hardware geben würde, der wurde enttäuscht. Auch weiterhin hüllt sich Nintendo in Schweigen, was die Spezifikationen anbelangt. Offenbar gibt es hier nichts Neues zu berichten, was vermuten lässt, dass die Hardware weniger zu bieten hat, als manch Gerücht einen glauben lassen möchte.

Dafür gab es eine freudige Nachricht besonders für Importfreudige: Die Nintendo Switch verzichtet auf einen Region-Lock. Eine Sache, auf die Nintendo seit den seligen NES-Zeiten beharrte, wenn man vom Game Boy absieht. Definitiv der richtige Schritt in Richtung Community. Immerhin propagiert Nintendo besonders mit der Switch die Vernetzung der Spieler untereinander.

Online- und Local-Multiplayer

Wie man sich vielleicht denken kann, spielt bei der Nintendo Switch mehr denn je das gemeinsame Erlebnis eine Schlüsselrolle, egal ob lokal oder online. Wer lokal spielt, hat neben dem Splitscreen und der geteilten Joy-Cons auch die Möglichkeit, bis zu acht Systeme per Wi-fi miteinander zu verbinden, was im Endeffekt theoretisch bis zu 16 Spieler bei einem Spiel zulässt - gut für Sporttitel.

Wer lieber online spielt, erhält umfangreiche Online-Features, die es unter anderem erlauben, per Smartphone und Tablet direkt darauf zuzugreifen, um etwa Spieler einzuladen, miteinander zu chatten und natürlich zu spielen. Wie es sich heutzutage gehört, wird auch Nintendo eine Gebühr verlangen für diverse Online-Dienste. Was genau darunter fällt, wurde nicht im Detail erklärt, aber man kann davon ausgehen, dass man mit der Switch nicht mehr online spielen kann, wenn man kein Abo abschließt. Dieser Online-Dienst startet im Herbst 2017 und bietet eine Probezeit für Unentschlossene an. Ebenfalls bestätigt: Abonnenten werden monatlich kostenlose Spiele sowie exklusive Angebote erhalten, eben genauso wie bei der Konkurrenz.

Modi und Akkulaufzeit

Die Switch wird drei unterschiedliche Modi bieten:

  • TV-Modus: Die Standard-Spielweise, bei der die Switch über die Docking-Station an den Monitor angeschlossen ist und entweder per Joy-Con-Controller oder Pro-Controller bedient wird.
  • Tabletop-Modus: Hier wird die Switch aus der Docking-Station entfernt und per Tablestand aufgestellt, um überall spielbereit zu sein.
  • Handheld-Modus: Wie es der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um das ultimative Handheld-Erlebnis, mit beiden Joy-Cons seitlich an der Switch angebracht.

Nintendo Switch - Preis und Launch-Termin bekannt, kein Region-Lock und weitere Details

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Spielt überall und wie immer ihr wollt
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Bei Betrieb außerhalb der Docking-Station soll die Akkulaufzeit zwischen zweieinhalb und sechs Stunden betragen, wie Shinya Takahashi, General Manager Entertainment Planning & Development Division, sagt. Ziemlich sicher kann man also sagen, dass der Hardware-Hunger des jeweiligen Spiels ausschlaggebend ist. Ein Arms wird man länger mobil spielen können als etwa ein Skyrim. Aufladen lässt sich das System mit einem handelsüblichen USB-Type-C-Kabel. Auch Laden und gleichzeitiges Spielen soll möglich sein. Damit sollte bei ausreichend dimensionierter Powerbank stundenlanges Spielen garantiert sein.

Joy-Cons sind die i-Tüpfelchen

Yoshiaki Koizumi, Deputy General Manager bei Nintendo, der die Switch als Kulmination aller Nintendo-Plattformen bezeichnet, ging bei der Präsentation näher auf die Joy-Con-Controller ein.

Wie man bereits weiß, ergeben Joy-Con L und Joy-Con R jeweils einen eigenen Controller, wenn man sie vom Grip oder von der Switch löst. Von Beginn an hat man zwei Controller zur Verfügung, betont Koizumi. Die Handgelenkschlaufen beinhalten L und R-Bumper und kommen neben dem Standardgrau in den Farben Neonblau und Neonrot daher.

Dank Motion-IR-Sensoren können die Joy-Cons Handzeichen wie bei Schere, Stein, Papier erkennen sowie die Entfernung zu Objekten messen. Zusätzlich verfügen sie über das weiterentwickelte HD Rumble, das selbst unterschiedliche Gewichte und Bewegungen/Schwingungen simulieren kann. Dadurch sollen sich völlig neue Spielerlebnisse ergeben.

Launch, Preis und Inhalt

Die Nintendo Switch wird weltweit am 3. März 2017 in Japan, Hong Kong, Nordamerika und Europa veröffentlicht. Als Richtpreis dienen 299,99 Dollar bzw. 29.980 Yen. Die europäischen Euro-Preise wurden nicht explizit genannt, hier kann man aber davon ausgehen, dass wir um die 300 Euro hinblättern dürfen.

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Die Switch kommt in zwei Editionen
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Beinhalten wird der Preis die Konsole selbst, den Nintendo-Grip, der zusammen mit den Joy-Cons L und R einen vollwertigen Controller ergibt, zwei Handgelenk-Schlaufen für die Joy-Cons, die Docking-Station, ein HDMI-Kabel zum Anschluss an einen Monitor und ein Netzteil. Erhältlich wird dieses Set in zwei Versionen sein: Einmal als Standard-Ausführung mit grauen Joy-Cons und einmal mit den Joy-Cons in Neonblau und Neonrot. Der Pro-Controller, den man etwa bei Splatoon 2 verwenden kann, wird separat erhältlich sein.

Was denkt ihr? Hat euch die Präsentation überzeugt oder seid ihr noch immer skeptisch? Lasst es uns wissen.

Ein weiteres Video