In aller Herrgottsfrühe, um 5 Uhr Morgens, ließ Nintendo endlich die Katze aus dem Sack: Was ist die Nintendo Switch, wann erscheint es, und welche Spiele wird es dafür geben? Die reinen Fakten habt ihr sicherlich schon aus unseren Newsmeldungen entnommen. 299 US-Dollar kostet das Gerät in Übersee, was bei uns in einem Preis von 329 Euro resultiert. Gar nicht mal so teuer für ein Gerät, das sowohl zwei Controller mit Gyrosensoren als auch einen kapazitiven Touchscreen mitliefert.

Nintendo Switch - Ankündigungs-Trailer der neuen Nintendo-Konsole

Features über Features zieren das Gerät – man merkt mal wieder, wie sehr es Nintendo um das Vermitteln von Spielspaß geht. Switch vereint so ziemlich alle Besonderheiten früherer Nintendo-Daddelkisten in einem Gerät, inklusive der Merkmale von Wii und WiiU. Die schnuckelige Kiste ist mobil und für Konnektivität aufgeschlossen wie der alte Gameboy, leicht zu programmieren wie einst das NES und dank der bewegungsempfindlichen Controller so zugänglich wie die Wii. Allein der Sensor am unteren Ende der Joy-Con genannten Controllerhälften dürfte dank der Form-Analyse in Verbindung mit dem sogenannten „HD-Rumble“ das ein oder andere Minispiel zu einem witzigen Party-Gag machen. Dagegen wirkt der Touchscreen der zentralen Einheit fast schon selbstverständlich.

Nintendo Switch - Nintendo Switch: Alles, was ihr wissen müsst

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Grafisch gesehen wird Nintendo wieder nicht vorne mitspielen
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Wo ist der Haken? Ganz klar: Grafisch wird Nintendos Switch gerade mal am Standard der drei Jahre alten Xbox One kratzen und nach jetzigem Eindruck sogar leicht darunter liegen. In den bisherigen Präsentationen fiel besonders auf, dass Nintendo einerseits bei 1080p verweilt und andererseits auf Kantenglättung verzichtet. Diese Maßnahme dürfte viel Rechenkraft für reine Polygondarstellung freischaufeln. An Detail fehlt es der Grafik also nicht, auch wenn man nicht durchweg mit Hi-Res-Texturen rechnen sollte . Was aber fehlen wird ist der Feinschliff für Grafikgourmets, also flimmerfreie Kanten, ausufernde Effekte mit mehrschichtigen Alpha- Transparenzen und Ähnliches. Ganz zu schweigen von 4K-Grafik und besonderen Anschlussmöglichkeiten. Switch spuckt zwar 5.1 Raumklang aus, aber leider nur im Bündel mit der Grafik über HDMI. Der 3,5mm Klinkenport für unterwegs garantiert immerhin Stereo.

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The Legend of Zelda: Breath of the Wild raubt euch dennoch den Atem!
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Trotzdem muss man den Hut vor dem ziehen, was nVidias Grafikchip aus einer quasi-mobilen Plattform herausholt. Skyrim Special Edition? Mario Kart 8 in einer besseren Qualität als auf WiiU? Zelda: Breath of the Wild mitsamt seiner offenen Welt (und ebenfalls merklich flüssiger als auf WiiU)? Das ist durchaus beeindruckend! Für unterwegs reicht die Auflösung des Touchscreens mit 1280 mal 720 Bildpunkten vollkommen aus. Nichts für HD-Fetischisten, und auch nichts für etliche Zuschauer, da der Sichtbare Darstellungswinkel des Screens nicht mit modernen Tablets mithalten kann. Aber aufgrund der lediglich 6,2 Zoll großen Bildfläche kein Beinbruch. Spart obendrein Rechenzeit und Batterieleistung.

Inwiefern sich Gerüchte über eine halbierte Rechenleistung beim mobilen Spielen bewahrheiten könnten, ist momentan nicht abzusehen. Sinn würde das durchaus ergeben, denn die Maschine hinter dem Touchscreen ist nicht sonderlich dick – inklusive Akku. Um sowohl die Akkulaufzeit zu schonen als auch Hitzeentwicklung zu unterbinden, dürfte die Switch wie vermutet die Leistung herunterfahren. Laut Nintendo hängt das aber vom Spiel ab und wird nicht als automatische Gegebenheit eingestuft. Zwischen zweieinhalb und sechseinhalb Stunden soll die Batterie je nach Spiel und Aufwand halten. Aufladen während des Spielens ist möglich.

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