Die Nintendo Switch ist zwar schon einige Monate auf dem Markt, jedoch gibt es Länder, in denen die Konsole immer noch nicht ausreichend geliefert werden kann. Das lässt Gamer verzweifeln und auf dubiose Methoden und Angebote zurückgreifen. In Japan greift derzeit eine Betrugswelle in Verbindung mit der Nintendo Switch um sich.

Nintendo Switch - Betrugswelle erfasst Japan - Zahlreiche Gamer abgezockt

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Mit der Nintendo Switch wird Abzocke betrieben.
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So gab es mehrere Twitter-Accounts, die mitteilten, dass sie die Nintendo Switch günstig verkaufen würden. Natürlich meldeten sich einige verzweifelte User und tappten dadurch in die Falle. Die Konsole sollte per Amazon-Credits im Wert von circa 30.000 Yen bezahlt werden. Das entspricht in etwa 230 Euro. Nachdem der Code an den Betrüger versandt wurde, vermeldete dieser, dass der Code angeblich schon benutzt wurde. Die vermeintliche Nintendo Switch könnte nicht geliefert werden, bis ein funktionierender Amazon-Code gesendet wird. Doch das ist auch die letzte Nachricht, die die User bekommen. Danach verschwindet der Twitter-Account aus dem Netz.

Ein Samariter zwischen den Betrügern

Doch inmitten der Betrügereien findet sich auch noch ein gutes Ende. Ein jugendlicher Highschoo-Student schrieb, dass er ebenfalls Opfer der Abzocker wurde. Während viele dem Jungen für seine Naivität Vorwürfe machten, meldete sich ein User namens "cgc_game_create" zu Wort. Seine Firma hätte noch eine gebrauchte Nintendo Switch übrig, die dem Jungen zugeschickt werden würde.

Viele User vermuteten dahinter einen zweiten Abzockversuch. Der Twitter-Account des Highschool-Studenten war immerhin schon gelöscht. Doch das Ganze entpuppte sich als Akt der Freundlichkeit. "cgc_game_create" arbeitet als Vice-President einer Spielefirma in Japan, die nicht näher genannt wurde. Statt die gebraucht Nintendo Switch zu verschicken, kaufte er ein neues Gerät zu einem überteuerten Preis und schickte die Konsole an den Jungen. Warum? Weil er beweisen wollte, dass die Menschen nicht immer gleich das Schlechte in eigentlich netten Gesten erwarten sollten.