Die Bilanz für die ersten sechs Monate im laufenden Geschäftsjahr fällt für Nintendo noch schlechter aus, als in den Medien kürzlich berichtet wurde.

Nintendo - Zum Halbjahr tief in den Miesen

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Noch kann der 3DS die schwachen DS-Verkaufszahlen nicht ausgleichen
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Einem Bericht von Nikkei zufolge, war mit einem Verlust von 100 Milliarden Yen zu rechnen. Im tatsächlichen Ergebnis steht der Zähler beim Ordinary Income bei 107 Mrd. Yen. (ca. 1 Mrd. Euro) Nintendo selbst rechnete in der Voraussage mit lediglich 55 Mrd. Yen (ca. 518 Mio. Euro) Verlust. Beim Umsatz sieht es ähnlich düster aus, dieser ging um 40,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück und steht somit bei 215 Mrd. Yen (ca. 2,02 Mrd. Euro). Der operative Verlust übertraf mit 57,3 Mrd. Yen die erwarteten 50 Mrd. Yen.

An zwei Hauptgründen macht Nintendo die stark abweichende Prognose fest: DS-Hardware und 3DS-Software haben sich schlechter als erwartet verkauft, zudem macht der aktuelle Wechselkurs dem Konzern zu schaffen.

Zwischen April und September konnte sich der 3DS weltweit 3,07 Millionen Mal verkaufen, an Software wurden 8,13 Mio. Titel abgesetzt. Wie bereits früher angekündigt, wurde The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3DS zum Millionenseller für das System.

Aufgrund weniger Top-Titel gingen auch die Verkäufe für Nintendo Wii zurück. Da im Vergleich zum Vorjahr nur noch halb so viele neue Spiele erschienen sind, haben sich auch die Software-Verkaufszahlen nahezu halbiert (3,65 Mrd. Stück).

Wie oben erwähnt, ging DS Hardware massiv zurück (von 6,69 auf 2,58 Mio. Stück) und auch die Software brach entsprechend ein (5,48 auf 2,89 Mio. Stück).

Die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr wurden weiter heruntergeschraubt. Aus dem geplanten Nettogewinn von 20 Mrd. Yen wird so ein Verlust von 20 Mrd. Yen (ca. 188 Mio. Euro). Nur noch operativ erwartet man sich mit 1 Mrd. Yen (ca. 9,41 Mio. Euro) ein Plus.