Die Analysten von Superdata Research haben sich mal angeschaut, was für Nintendo dabei herauskäme, würden die Japaner doch noch in den mobilen Sektor einsteigen und Spiele für Smartphones und Tablets herausbringen.

Nintendo - Superdata Research: Nintendo könnte in sieben Jahren rund 2,8 Milliarden auf dem Mobilmarkt verdienen

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuNintendo
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 70/711/71
Nintendo dementierte einen Einstieg in den Smartphone- und Tablet-Markt
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Gerüchte um einen Einstieg Nintendos in den stark umkämpften Smartphone- und Tablet-Markt halten sich hartnäckig. Erst hieß es, Nintendo plane ein eigenes Tablet, dann sprach Nintendos Präsident Satoru Iwata selbst davon, neue Geschäftsstrukturen in Betracht ziehen zu wollen, die schnell zum Gerücht führten, Nintendo plane Spiele für Smartphones und Tablets. Dies hat Nintendo mittlerweile dementiert.

Doch die Jungs und Mädels von Superdata Research haben mal analysiert, was ein Einstieg in den mobilen Sektor für Nintendo bedeuten könnte. Dabei kamen drei Szenarien zum Tragen:

  • Szenario 1: Superdata Research sieht hier eine erfolgsversprechende Formel auf kurze Sicht. Sollte Nintendo seine Erfolgstiteln mit Helden wie Mario, Link und Pikachu auf Smartphones und Tablets portieren, könnte Nintendo bereits im ersten Jahr bis zu 1,5 Milliarden Dollar verdienen. Innerhalb von sieben Jahren sehe Superdata Research potentielle Gewinne in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar für Nintendo. Nachteil: Nintendos Existenzberechtigung beruht allein auf seinen exklusiven Titeln. Diese auch für iPhones und Android-Geräte zugänglich zu machen, käme einer Selbstkastration gleich, da dadurch sicherlich auch der eigene Konsolen- und Handheld-Markt einbrechen würde.
  • Szenario 2: Dieses Szenario wäre auf lange Sicht der bessere Plan für Nintendo: Lizenz-Vergabe. Indem Nintendo zwar seine exklusiven Spiele behält, aber ihre Nutzung für andere Entwickler freigibt, könnten dadurch so interessante Spiele wie Mario Vs. Zombies, Angry Zelda und Clash of Donkey Kong entstehen. Die werden Nintendo zwar kein Ansehen einbringen, doch dafür genug Geld. Gerade eine Pokemon-Lizenz könnte für einen phänomenalen Erfolg auf Smartphones sorgen.
  • Szenario 3: Die eigene Entwicklung einer Smartphone-App. Mithilfe dieser App könnten Nutzer und Besitzer anderer Geräte mit Nintendo-Inhalte in Berührung kommen. Der ein oder andere könnte dabei durchaus in Erwägung ziehen, sich entsprechende Nintendo-Hardware zu besorgen. Fraglich bleibt allerdings, ob die Konkurrenz so eine App überhaupt auf ihren Geräten zulassen würde.

Nintendo hat zwar einen Einstieg in den Smartphone- und Tablet-Markt gerade erst erneut ausgeschlossen, doch angesichts der möglichen Gewinne in Höhe von bis zu 2,8 Milliarden Dollar, wäre das im Grunde kein schlechter Schachzug. Erst vor kurzem hat Nintendo eine Gewinnwarnung ausgesprochen und dabei seinen erwarteten Gewinn in Höhe von 387 Millionen Dollar in einen Verlust in Höhe von 176 Millionen Dollar umgewandelt.

Besonders schwer hat es Nintendo derzeit mit der Wii U, doch auch der 3DS konnte die Erwartungen von 18 Millionen verkauften Geräten nicht erfüllen. Stattdessen rechnet Nintendo nur noch mit 13,5 Millionen verkauften 3DS.