Spiegel Online hatte die Gelegenheit, dem Nintendo-Chef Satoru Iwata ein paar Fragen zu stellen. Iwatas Vorgänger Hiroshi Yamauchi, reichster Mann von Japan, meinte damals zu Iwata, dass man in der Unterhaltungsbranche stets nach Veränderungen streben sollte. Da Iwatas Konzepte vor 6 Jahren auf Skepsis trafen, sah er Nintendo den langsamen Tod sterben, wenn sie denn so weiter gemacht hätten, wie es einst Yamauchi tat.

Iwata äußerte sich außerdem über die für viele Spieler enttäuschende E3-Pressekonferenz. Er erläuterte, dass Nintendo die Enttäuschung nachvollziehen kann, doch in diesem Jahr wollte sich Nintendo auf Spiele wie Wii Music und Wii Sports Resort konzentrieren, die neue Kunden anlocken sollen. Da es Anfang 2009 kein Spiel für Hardcore-Spieler geben wird, wollte Nintendo auch nichts ankündigen.

Er beruhigt jedoch die Fans, denn entsprechende Spiele sind bereits in Entwicklung. Die Entwicklung von Titeln wie Mario und Zelda dauert in der Regel 2-3 Jahre, weshalb Nintendo keine neuen Spiele vorstellen wollte. Iwata betonte außerdem, dass Core-Gamer für Nintendo sehr wichtig sind.

Weiterhin kam die Frage nach einem möglichen Online-Dienst auf, wie ihn Microsoft und Sony anbieten. Laut Iwata wird Nintendo in Zukunft keinen identischen Online-Service entwickeln, mit dem sich etwa Filme herunterladen lassen. Nintendo ist ein Videospielunternehmen, das nicht die nötige Infrastruktur für einen großen Online-Dienst hat.