Im November 2018 streamte der russische Zweig von Nintendo Mario Kart 8 Deluxee live im Netz. Der Chef des Unternehmens, Yasha Haddaji, war ebenfalls anwesend und rastete während der Live-Übertragung aus. Angeblich würde der Stream nicht laufen, da er keine Benachrichtigung auf sein Smartphone bekommen hätte.

Ausschnitte aus dem russischen Nintendo-Stream.

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Doch der Stream lief tatsächlich und übertrug sämtliche Schimpfwörter, die Haddaji seinen Angestellten an den Kopf warf. Mehrfach drohte er den Technikern und Stream-Leitern, dass er sie feuern würde, bezeichnete sie als "behindert" und fluchte minutenlang vor sich hin. Natürlich blieb das Ganze dem großen Nintendo Mutterkonzern in Europa nicht verborgen, obwohl die Videos von den offiziellen Kanälen von Nintendo Russland im Anschluss auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Jetzt gibt es eine Verwarnung für den Chef wie Eurogamer berichtet.

Vorerst nur ein Klopfer auf die Finger

Da Nintendo für familienfreundliche Games steht, dürfte der russische Chef schnell angeeckt sein.

Demnach habe eine Untersuchung ergeben, dass solche Szenen nicht die Ausnahme wären. Im Büroalltag käme es hin und wieder zu ähnlichen Ausrastern. Vorwürfe der Belästigung, die mit dem Erscheinen des Videos plötzlich geäußert wurden, erwiesen sich jedoch als haltlos. Haddaji hat sich mittlerweile entschuldigt und bedauert den Vorfall. Er hat eine formelle Verwarnung erhalten. Was bei einem weiteren Verstoß passiert, weiß wohl nur Nintendo selbst.