Einige japanische Analysten gehen davon aus, dass Nintendo hinter der Zeit zurückgeblieben ist, weil sich der Plattformhersteller nicht auf Mobile-Gaming konzentriert und den Markt der Handyspiele damit ignoriert.

Nintendo - Öffnung in den Bereich der mobilen Spiele ist gewinnbringender

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Nintendos Präsident will keine Öffnung in den Markt der Smartphone-Spiele. Die Lizenzen sollen im Haus bleiben.
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Gegenüber Bloomberg sagte Masamitsu Ohki von Stats Investment Management aus Tokio:

„Smartphones sind das neue Schlachtfeld der Spieleindustrie. Nintendo sollte versuchen sich entweder einen Weg in diese neue Plattform zu erkaufen oder etwas komplett neues entwickeln.“

Erst im Juli wurde ein Pokemon-Spiel für iOS und Android angekündigt, was dazu führte, dass Nintendos Aktienkurs auf den höchsten Stand der letzten vier Monate schnellte. Die Gewinne waren aber auch schnell wieder verloren, nachdem Nintendo offiziell ankündigte, dass sich an der Firmenstrategie, Spiele nur für die eigene Hardware zu entwickeln „nichts geändert habe und sich auch nichts ändern wird“.

Das führte dazu, dass MF Global FXA Securities sagte:

„Sie kapieren es einfach nicht. Verkauft die Aktien, weil ein Management, das einst für seine kreative Qualität gefeiert wurde einfach nur gezeigt hat, wie weit es hinter der Zeit zurückgeblieben ist.“

In Anbetracht von Nintendos recht schwachem ersten Quartal rufen die Investoren die Firma außerdem dazu auf, etwas Besseres mit den über zehn Milliarden Dollar an Bar-Reserve anzufangen, die das Unternehmen derzeit besitzt.

„Nintendo sollte aggressiv Akquirieren oder die Erträge für die Shareholder erhöhen. Es ist die Aufgabe ihres Managements, sich zu entscheiden, wie was sie mit dem Geld anstellen.“

Nintendos Präsident Satoru Iwata lehnte es ab, Lizenzen für das geistige Eigentum des Unternehmens an außenstehende Firmen zu verkaufen.

„Es mag stimmen, dass wir unsere kurzfristigen Profite erhöhen könnten, wenn wir Lizenzen unseres populären Softwarebestands auf verschiedene Arten anbieten. Aber was würde in Nintendos Zukunft passieren, wenn dieser Bestand von den Lizensnehmern völlig aufgebraucht würde?

Ich könnte eine solche Entscheidung treffen, wenn ich nur für die Gewinne in diesem Fiskaljahr verantwortlich wäre. Aber da ich außerdem für die mittel- bis langfristige Vision Nintendos verantwortlich bin, müssen wir spezielle Inhalte erstellen, die nicht einfach aufgebraucht werden können und die den Wert dieser Inhalte erhalten, um in unserem Geschäft wettbewerbsfähig zu bleiben.“