In einer Pressemitteilung begrüßt Nintendo die heutige Entscheidung des Münchener Oberlandesgerichts, wonach Flashkarten (R4, DSTT, Acekard) illegal sind. Nur hier beschreibt man das folgendermaßen: "Vorrichtungen, die technische Schutzmaßnahmen umgehen und das Abspielen von Raubkopien ermöglichen."

Derartige Karten sind laut Münchener Oberlandesgericht illegal.

Der in Deutschland ansässige Vertreiber SR Tronic wurde vom Gericht auf eine Zahlung von 1 Million Euro Schadenersatz verurteilt. Nintendo will weiterhin gegen Hersteller als auch kommerzielle Anbieter sowie Importeure solcher Flashkarten vorgehen.

"Das Urteil des OLG München bestätigt, dass der hauptsächliche Zweck von Umgehungsvorrichtungen darin besteht, das Spiel mit Raubkopien von Videospielen zu ermöglichen. Es liegt damit auf einer Linie mit der kürzlich erfolgten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Fall Nintendo gegen PC Box", heißt es.

Nicht nur aus eigenem Interesse unternehme Nintendo rechtliche Schritte, sondern auch in dem von mehr als 1.400 Videospiel-Entwicklerfirmen, die auf den legalen Handel mit ihren Produkten angewiesen seien.

Dr. Bernd Fakesch, General Manager Nintendo Deutschland, sagte: "Wir freuen uns über das Urteil, weil es bestätigt, dass Vorrichtungen zur Umgehung der Schutzmaßnahmen illegal sind. Deren Verwendung kann zudem einen negativen Nebeneffekt haben: Die Nutzer können die Herstellergewährleistung verlieren, die für mobile und TV-gebundene Konsolen von Nintendo gilt."

Flashkarten werden jedoch nicht nur für den Einsatz illegal kopierter Software verwendet, sondern es existiert auch eine große (legale) Homebrew-Szene, die interessante Eigenentwicklungen hervorbrachte. Damit wird dieser ebenso ein Riegel vorgeschoben.