Nachdem Nintendo vor wenigen Tagen eine Gewinnwarnung aussprach, fiel der Aktienkurs am Montag in Tokio ein. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, teilweise sogar um fast 20 Prozent - die Nintendo-Aktie war die heute am häufigsten gehandelte.

Nintendo - Nintendos Aktie fällt, Investoren fordern drastische Maßnahmen

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Nintendo muss die Axt schwingen, um wieder voranzukommen.
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Die Situation aber hatte sich bis zum Handelsende wieder beruhigt, das Minus betrug zum Schluss 6,2 Prozent. Die Investoren hoffen nun natürlich auf bessere Zeiten, wobei Analyst David Gibson der Ansicht ist, dass bei Nintendo wohl mehr Fehlschläge nötig wären, bevor die Japaner überhaupt radikalere Änderungen in Betracht ziehen.

Ein Umsatzwachstum sei laut Naoki Fujiwara, Fund Manager bei Shinkin Asset Management, derzeit nicht in Sicht. Entsprechend geht man davon aus, dass in der nächsten Zeit noch mehr Aktien verkauft werden.

Analyst Shunsuke Tsuchiya zufolge bleibt das Risiko von Verlusten bestehen, sofern Nintendo am bisherigen Geschäftsmodell weiter festhält. Drastische Maßnahmen werden daher von Investoren und Analysten verlangt.

Die Aktie kostet in Tokio derzeit umgerechnet knapp 97 Euro. Zum Vergleich: als Nintendo mit der Wii noch gut dabei war, lag sie bei etwa 430 Euro.

Nintendos Satoru Iwata machte erst deutlich, über neue Geschäftsfelder nachzudenken - darunter fallen auch Smartphones. Reine Spiele soll es darauf jedoch nicht geben.