Zwei neue Patente sind aufgetaucht: Eines wurde von Nintendo selbst beantragt, das andere von Fumihiko Inoue, einem Partner Nintendos. Dabei handelt es sich einmal um das Patent zu scrollbaren Schultertasten sowie linearen Bildsensoren.

Nintendo NX - Neue Patente: Scrollrad-Schultertasten und lineare Bildsensoren

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Nintendos neue Patente klingen interessant
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Erst kürzlich hat Nintendo mehrere Patente angemeldet, die darauf schließen lassen, dass es sich bei NX nicht um eine Hardware, sondern um eine Plattform handeln könnte, der mehrere Hardware wie ein Handheld, eine stationäre Konsole und mobile Geräte angehören könnten.

Diese Spekulationen könnten durch zwei weitere Patente noch angeheizt werden. Eines davon hat Nintendo selbst angemeldet, das andere wurde von Fumihiko Inoue, einem Partner Nintendos angemeldet, hat aber eindeutig auch amiibos und Spielmechaniken als Nutzungsfeld. Zudem hat Inoue bereits bei mehreren Patenten Nintendos mitgearbeitet, was darauf schließen lässt, dass es sich auch dieses Mal um ein Nintendo-assoziiertes Patent handeln könnte.

Nintendo NX - Neue Patente: Scrollrad-Schultertasten und lineare Bildsensoren

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Nur ein Beispiel-Layout für die scrollbaren Schultertasten
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Scrollrad-Schultertasten:

Das erste Patent könnte auf eine weitere geniale Design-Idee Nintendos deuten, die sich als Eingabe-Möglichkeit etablieren könnte. So wie bereits Digikreuz, Schultertasten, Analogstick und Vibration. Hierbei will Nintendo offenbar die Möglichkeiten der Schultertasten erweitern, denn das Patent dient einer Steuerungseinheit, also einem GamePad mit scrollbaren Schultertasten ähnlich bei einer Computermaus. Vom Design her ähnelt die Steuerungseinheit dem GamePad der Wii U, hat aber die besagten scrollbaren Schultertasten, die sich auch klicken lassen.

Unterschiede wären das Fehlen weiterer Schultertasten und lediglich zwei Face-Buttons statt der üblichen vier, die heutzutage als Standard bei Controllern gelten. Allerdings kann es sich bei diesem Design auch nur um Platzhalter handeln, was vor allem auf die Face-Buttons zutreffen könnte. Das Touchscreen der Steuerungseinheit bietet zudem haptisches Feedback, das heißt, dass über Motoren bei Berührung Vibration erzeugt wird, um etwa die Texteingabe zu erleichtern.

Weitere Patente die hiermit verlinkt sein könnten, deuten auf die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Vibrationsfelder unterzubringen. Es wird zudem die Möglichkeit erwähnt, dass dies nicht nur als Layout für eine Steuerungseinheit dienen kann, sondern auch als Handheld für sich.

Nintendo NX - Neue Patente: Scrollrad-Schultertasten und lineare Bildsensoren

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virtuelle Tasten mit NX?
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Lineare Bildsensoren:

Dieses Patent wurde nicht direkt von Nintendo angemeldet. Jedoch hat Erfinder Fumihiko Inoue schon öfters Patente in Zusammenhang mit Nintendo-Hardware beantragt, weswegen auch hier die Möglichkeit besteht, dass es in Nintendos Hardware angewandt wird. Vor allem in Hinblick auf ein Nutzungsbeispiel mit amiibos. Hier handelt es sich um das Beispiel eines Geräts, das auf den ersten Blick alle typischen Eigenschaften eines Handhelds und eines Controllers aufweist.

Digikreuz und Face-Buttons sind hier genauso zugegen wie ein Display. Das Besondere hierbei ist das Vorhandensein von vier linearen Bildsensoren, entweder auf CMOS- oder CCD-Basis, auf jeder Seite des Geräts. Auf diese Weise könnte eine spezifische Region um das Gerät herum als virtuelles Eingabefeld erkannt und definiert werden. So wird das Beispiel genannt, dass man mit dem Finger einen bestimmten Punkt anzeigen lassen könnte. Dazu muss das Gerät nicht einmal auf einer flachen Oberfläche liegen.

Hält man es mit einer Hand, lassen sich die anderen Regionen als virtuelle Eingabefelder definieren, um sie mit der freien Hand zu bedienen. Man stelle sich hierbei mal ein Tablet vor, das bekanntlich ohne Buttons auskommt. Zusätzlich zum Touchscreen könnte man auf diese Weise virtuelle Buttons unterbringen, um Spiele zu steuern oder Apps zu manövrieren. Die Bildsensoren sollen sich zudem auch als eine Art Scrollleiste nutzen lassen können, wenn man mit dem Finger an ihnen entlangstreicht.

Amiibos müssten mit dieser Methode auch nicht mehr länger auf das Gerät abgelegt werden, um erkannt zu werden. Es reicht, sie in die definierten Bereiche der Bildsensoren zu stellen, damit diese sie erkennen können. Eine weitere Funktion soll die Möglichkeit sein, den Puls des Benutzers zu messen. Sicherlich sind die Möglichkeiten vielfältig. Partyspiele mit 4-Spieler-Modus, wobei jeder einen eigenen virtuellen Bedienbereich besitzt? Warum nicht.

Denkbar wäre in beiden Patentfällen eine Nutzung der Technologie in einem Handheld, als Controller einer stationären Konsole oder, was durchaus Sinn ergeben würde, als Tablet. Es bleibt spannend, zu erfahren, ob und wenn ja, wie Nintendo diese Patente nutzen wird.