Wie angekündigt hat Nintendo seine erste Mobile-App für Smartphones und Tablets vorgestellt. Allerdings handelt es sich bei Miitomo nicht etwa um ein Spiel, sondern um eine App, die zur Interaktion dient.

Nintendo - Miitomo: Nintendos erste Mobile-App dient der sozialen Interaktion

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Nintendos erste Mobile-App Miitomo
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Miitomo ist ein Wortspiel aus Mii und tomo [Tomodachi, jp. für Freund]. Und mit Miitomo veröffentlicht Nintendo seine lang erwartete erste Mobile-App für Smartphones und Tablets. Das japanische Unternehmen stößt damit endlich in den Mobile-Sektor vor. Ein Markt, der noch enormes Wachstum garantiert und vor allem im asiatischen Raum in Sachen Gaming langsam aber sicher die Oberhand gewinnt.

Miitomo wird kostenlos sein und In-App-Käufe bieten. Im Prinzip handelt es sich bei der App um ein Social Networking Game. Darin kann man einen eigenen Mii kreieren. Nachdem man einige Fragen über sich beantwortet und Informationen eingegeben hat, werden die Miis in der Lage sein, ohne weiteres Zutun mit anderen Miis zu kommunizieren. Auf diese Weise wolle Nintendo dabei helfen, bestehende Freundschaften zu vertiefen, indem man mehr übereinander lernt und neue Kontakte aufzubauen, gerade wenn man normalerweise eher schüchtern ist und meistens davor zurückschreckt, sich bei Leuten zu melden.

Die App selbst wird zusammen mit Nintendos neuem Dienst Nintendo Account daherkommen. Dieser neue Dienst soll die Brücke zwischen den einzelnen Nintendo-Plattformen schlagen und mobile Geräte mit Nintendos Konsolen und Handhelds verlinken. Dabei soll auch eine cloud-basierte Technologie zum Einsatz kommen.

Nintendo Präsident Tatsumi Kimishima kündigte die App für das Frühjahr 2016 an. Die Zeit bis dahin wolle man nutzen, um Miitomo besser zu vermarkten. Zudem erklärte das Unternehmen, dass es sich momentan auf den 3DS und die Wii U konzentriere, für die man für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft noch einige unangekündigte Titel bereithalte. Etwa The Legend of Zelda: Twilight Princess HD?

Insgesamt will man bis 2017 fünf Apps und mobile Spiele für den Mobile-Markt veröffentlichen. Dabei kooperiert man mit dem japanischen Mobile-Unternehmen DeNA. Insider meinen, die richtigen Kracher sollen erst nach Miitomo folgen. Laut Nintendos Präsident Kimishima sollen die weiteren Spiele, die noch folgen, keine Free-to-play-Apps sein. Das deutet durchaus darauf, dass es sich bei den anderen Apps um hochwertige Spiele handeln könnte.

Abseits von der Kollaboration mit DeNA arbeitet Nintendo gemeinsam mit The Pokemon Company am Pokémon-Mobile-Titel Pokemon Go, das den Spieler über Augmented Reality mit seiner unmittelbaren Umgebung und dem Spiel interagieren lassen will.

Übrigens sind die Nintendo-Aktien nach der Ankündigung von Miitomo um mehr als 10 Prozent gestürzt, während Partner DeNA sogar mehr als 17 Prozent verlor. Der Aktiensturz kostete Nintendo umgerechnet 2,48 Milliarden Dollar. Die Anleger hatten wohl doch ein Spiel erwartet und keine Kommunikations-App.

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