Ein Lob an Nintendo von Michael Pachter? Kaum zu glauben, aber wahr. In der aktuellen Ausgabe von Pach-Attack auf Gametrailers antwortet er auf die Frage, ob die PS Vita und Nintendos 3DS womöglich die letzten Handhelds sein werden, mit viel Lob für Nintendos Handheld-Geschäfte.

Nintendo - Michael Pachter lobt Nintendos Handheld-Geschäft, Nintendo-Aktien steigen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/10Bild 70/791/79
Nintendos Erfolgsgeschichte der Handhelds begann mit Game&Watch
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zwar könne er nicht sagen, ob Sony weiterhin im Handheld-Geschäft verbleiben werde, da die PS Vita zu sehr mit Verkäufen zu kämpfen habe, aber bei Nintendo mache sich der Wedbush-Analyst keine Sorgen.

"Es wird einen weiteren Handheld von Nintendo geben," so Pachter. "Das ist Nintendos Haupteinnahmequelle. Das ist ihr Geschäft. Hier dominieren sie."

Die Geschäfte mit ihrem 3DS laufen großartig und "ich würde schätzen, dass die 3DS-Verkäufe dieses Jahr weltweit 15 Millionen Einheiten umfassen werden. Letztes Jahr lagen sie auch bei 15 Millionen." So sei es an Nintendo, mit Upgrades und Re-Designs das Beste aus ihrem Handheld-Geschäft zu holen.

"Es wird immer eine Nachfrage nach Handhelds geben, das ist etwas, was die Leute wirklich mögen. Nintendo macht großartige First-Party-Software. Ich glaube, dass größere Problem sind die Dritthersteller, die so ziemlich das Handheld-Geschäft aufgegeben haben. Es macht für sie einfach keinen Sinn mehr und Nintendo dominiert darin."

Pachter glaube, dass man von den nächsten Pokemon-, Animal-Crossing- und Zelda-Spielen auf dem Handheld eine Menge absetzen könne. Allein schon deshalb, weil man sie sonst nirgendwo anders spielen kann.

Erfolge kann Nintendo aber auch mit ihrer gebeutelten Wii U verzeichnen. Und es scheint, als seien die Kritiker doch allzu voreilig mit ihren Prognosen gewesen, denn die Wii U scheint sich in Japan doch recht passabel zu schlagen.

So wurden dort mittlerweile über eine Millionen Wii Us verkauft. Damit haben sie dreimal weniger Zeit gebraucht wie Microsoft mit ihrer Xbox 360 und liegen nun gleichauf mit der PS3, die dieselbe Menge in derselben Zeit unters Volk bringen konnte.

Nicht ganz unbeteiligt dürfte die Veröffentlichung von Pikmin 3 gewesen sein, das für einen sprunghaften Anstieg der 'Wii U'-Verkäufe sorgen konnte.

Indes stieg die Nintendo-Aktie dank dem überwältigenden Erfolg von Spielen wie Animal Crossing: New Leaf auf den höchsten Wert seit Juli 2011 und liegt nun bei 14.000 Yen pro Aktie. Laut Oba Takashi von Okasan Securities Co., sind nicht nur die erfolgreichen Spiele für den Wertanstieg verantwortlich, sondern auch die Zusammenlegung der Wertpapierbörsen Tokyo und Osaka, wodurch Nintendo wahrscheinlich in den Nikkei-Index aufgenommen werden kann. Ausserdem könnten sich auch Chinas Pläne zur Aufhebung des Konsolen-Verbots positiv auf Nintendos Aktien ausgewirkt haben.