Nintendos Präsident Satoru Iwata sprach kurz vor der geplanten Konferenz mit einigen ausgewählten Vertretern der Medien über die Fehler Nintendos.

Nintendo - Keine große Preisreduzierung der Wii U geplant, Aktienrückkauf und Fokus auf Kinder geplant

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Wie wird es mit der Wii U weitergehen?
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Nintendo veröffentlichte jüngst die Geschäftszahlen der letzten neun Monate. An sich klingen die Verkäufe der einzelnen Spiele wirklich gut. Allesamt verkauften sie sich im Millionenbereich. Auch die Hardware konnte zeitweise richtig anziehen. So konnte NIntendo allein an Weihnachten nahezu 2 Millionen Wii U verkaufen, während es im Zeitraum von April bis September gerade mal magere 460.000 Exemplare waren.

Doch diese Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Nintendo massive Verluste in Höhe von 176 Millionen Dollar hinnehmen muss. Dennoch sehe Nintendos Präsident Satoru Iwata keinen Handlungsbedarf in Bezug auf eine Preissenkung der Wii U. "Eine große Verbreitung des 3DS auf dem amerikanischen Videospielemarkt ist gesichert, aber die Verkäufe während der Weihnachts-Saison im letzten Jahr waren nicht so explosiv wie erwartet. Die Wii U wird sich aufgrund der Verzögerung einiger Software-Titeln nicht so schnell erholen können. Während es notwendig ist, eine neue Ausrichtung anzupeilen, glauben wir nicht, dass wir diese Situation mithilfe einer großen Preisreduzierung überwinden können."

Was man stattdessen machen könnte? Da hat Iwata auch eine Lösung parat, so deutet er an, wo Nintendo versagt habe. "Wir haben nicht genug getan, um die Kinder für uns zu gewinnen" Generell gibt Iwata zu, dass sich die Wii U nicht in guter Form befinde und im Gegensatz zum 3DS, der sehr beliebt unter Kindern ist, nicht attraktiv genug für Kinder sei.

Um das Vertrauen der Anleger wiederzugewinnen, hat Iwata nicht nur seinen Gehalt von Februar bis Juni um die Hälfte gekürzt, sondern plant auch, eigene Aktien in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Weitere Top-Manager Nintendos werden ihre Gehälter um bis zu 30 Prozent kürzen. Darunter auch Designerlegende Shigeru Miyamoto und Genyo Takeda, General Manager of Nintendos Integrated Research Division. Es bleibt abzuwarten, ob diese Gehälterkürzung und der Rückkauf der eigenen Aktien die Anleger besänftigen kann. Schließlich hat das Unternehmen seit seinem Allzeithoch vom November 2007 rund 80 Prozent seines Wertes verloren.

Obwohl erzürnte Investoren einen Kurswechsel verlangt haben, weigert sich Satoru Iwata, von seinem Posten als Präsident zurückzutreten. Iwata war 2002 der erste Präsident an Nintendos Spitze von außerhalb der Yamauchi-Familie. "Ich konzentriere mich lieber darauf, wie man Nintendo wiederaufbauen kann, statt darüber nachzudenken, wie ich die Verantwortung übernehmen kann, wenn sich die Dinge in der Zukunft nicht so entwickeln wie geplant", so Iwata.

Es bleibt spannend, was Nintendo auf seiner Konferenz mitzuteilen hat. Es dürfte vor allem interessant zu erfahren sein, wie Nintendo das darbende Konsolengeschäft wiederbeleben will.