Vor kurzem hielt Nintendo seine alljährliche Aktionärsversammlung ab. Einer der Investoren outete sich dabei als absoluter Nichtspieler, den das andauernde Gerede über Videospiele sogar nerve - bei Nintendo.

Nintendo - Investor ist genervt von Themen wie Spielen

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Möglicher Investorengedanke: "Verdammt, ihr sollt schuften, und nicht spielen!"
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Immer wenn es um Investoren bei Spieleunternehmen geht, zeigt sich die überwiegende Abneigung der Spieler den Investoren gegenüber. Investoren wollen doch sowieso nur Profitmaximierung, das Wohl der Spieler sei ihnen doch sowieso egal, und wenn es nach den Investoren ginge, würde jedes Unternehmen nur noch 08/15-Shooter produzieren und / oder Spiele, bei denen man für jede Aktion blechen muss.

Und wisst ihr was? Bei einigen trifft das sogar zu. So geschehen bei der 74. Aktionärsversammlung von Nintendo. Schaut man sich das offizielle Transkript an, so dürfte Frage 9 ziemlich verwundern:

"Ich habe keine Ahnung von Videospielen und ich bin sogar ziemlich wütend, weil die Aktionäre auf den Aktionärsversammlungen von Nintendo immer über Videospiele oder ähnlich kindische Themen wie 'wie sollte die Zukunft der Videospiele aussehen' diskutieren, während ich ziemlich verblüfft darüber bin, dass Mr. Iwata seine Position auch weiterhin innehat, obwohl er sagte, dass er zurücktreten würde, sollte sich der Unternehmenskurs weiterhin verschlechtern", so ein Investor.

Er hoffe, dass die Aktionärsversammlung in Zukunft mehr dazu diene, geschäftliche Themen wie Kapitalzuwachs und Dividende zu besprechen.

Was Satoru Iwatas Absicht, bei schlechten Zahlen zurückzutreten betrifft, so hatte Iwata dieses Gerücht bereits auf der 73. Aktionärsversammlung aus der Welt geschafft. Zwar habe es Nintendo nicht geschafft, die eigenen finanziellen Ziele zu erreichen, doch dürfe man eine Konsole nicht bereits nach einem Jahr abschreiben. Die durchschnittliche Lebenszeit einer Konsole sei nun mal ca. fünf Jahre und mehr. Als Folge der nicht erreichten Ziele hat die Führung bereits Gehaltskürzungen bei sich selbst vorgenommen.

Genyo Takeda, Nintendos General Manager der Nintendo-eigenen Forschungseinrichtung, der die Aktionärsversammlung in Abwesenheit von CEO und Präsident Satoru Iwata hielt, bedankte sich für diesen wertvollen und ehrlichen Kommentar, während Tatsumi Kimishima, Nintendos Managing Director darauf hinwies, dass es zwar richtig sei, bei einer Aktionärsversammlung mit den Investoren über das Geschäftliche zu sprechen, es aber gleichzeitig auch Nintendos Aufgabe sei, sie über die Art der Unterhaltung zu informieren, die Nintendo biete. Das schließe nun mal auch Videospiele mit ein. Natürlich geht es den Investoren in erster Linie um Gewinnmaximierung. Doch das geht bei einem Spieleunternehmen nun mal nicht ohne gute Spiele.

Na hoffentlich weiß der gute Herr Investor, dass Nintendo schon seit einer ganzen Weile keine Hanafuda-Spielkarten mehr produziert oder Love Hotels betreibt.