Nachdem Dan Adelman, ehemaliger Ansprechpartner für Indie-Entwickler und Head of Digital Content Nintendo im vergangenen Jahr verließ, verliert er abermals kein positives Wort gegenüber das Traditionsunternehmen.

Nintendo - EX-Führungskraft: Nintendo-Chefs verstehen das moderne Gaming nicht

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Und Tradition ist hier das Stichwort, denn Adelman zufolge sei Nintendo schon sehr traditionell veranlagt und wäre sehr auf die Hierarchie und Gruppenentscheidungen fokussiert.

Dadurch habe quasi jeder Mitspracherecht, jeder sei ein Berater und niemand fälle alleine eine Entscheidung. Nahezu jeder könne Einspruch erheben. Selbst Chef Satoru Iwata soll es nicht ausstehen können, eine Entscheidung zu treffen, bei denen er einen seiner Manager aus Japan vor den Kopf stoße.

Diese Firmenkultur hält Adelman zwar nicht grundsätzlich für schlecht, aber sie könne sehr ineffizient und zeitraubend sein.

Zudem übt er Kritik daran, dass die meisten Führungskräfte bei Nintendo quasi noch immer in den Zeiten der NES- und SNES-Ära leben und modernes Gaming daher nicht verstehen würden. Darunter Online-Gaming, Account-Systeme, Freundschaftslisten und Co.

Ideen würden häufig vorläufig verworfen werden, da diese einige Leute mit Vetorecht nicht verstünden. Es würde nur wenige Gründe dafür geben, es zu versuchen und die Ideen voranzutreiben. Risiko soll bei Nintendo nicht wirklich belohnt werden, vielmehr sei Langzeit-Loyalität gerne gesehen und dies wird auch belohnt. Somit sei der einfachste Weg bei Nintendo, nicht aufzufallen bzw. den Kurs zu halten.

Das gesamte Interview könnt ihr euch unter dem Quellenlink anschauen. Darin wirft er Nintendo ebenso fehlende Innovation vor.