Wie Nintendo in einer Pressemitteilung bekannt gibt, konnte das Landgericht München mit einem Urteil vom 20. Juni 2012 ein starkes Signal in Sachen Piraterie aussenden. Betroffen ist dabei der deutsche Markt und speziell diejenigen, die auch weiterhin sogenannte Slot-1-Karten bzw. Flashkarten für den Nintendo DS importieren und verkaufen.

Nintendo - DS-Flashkarten: Nintendo gewinnt vor Landgericht München

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Der R4 gehört zu den meistverkauften Flashkarten.
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Die Karten, zu denen beispielsweise R4 und DSTT sowie Acekard gehören, umgehen das Kopierschutzsystem des Nintendo DS und der Spiele. Dadurch lässt sich nicht nur legal Homebrew-Software nutzen, sondern man kann auch kopierte DS-Spiele zum Laufen bringen.

Das Landgericht hat nun einen Verkäufer solcher Karten zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 1 Million Euro an Nintendo verurteilt.

"Nintendo begrüßt die Entscheidung als weiteren, wichtigen Schritt gegen die Verbreitung solcher Karten in Deutschland. Das Unternehmen fördert Kreativität, unterstützt die Entwicklung von Videospielen und setzt sich für Spieledesigner ein, die auf legale Weise innovative Programme entwickeln. Nintendo führt Prozesse wie den vor dem Münchner Landgericht nicht allein aus Eigeninteresse, sondern auch im Interesse der mehr als 1.400 Entwicklerfirmen, die auf den legalen Verkauf ihrer Videospiele angewiesen sind", heißt es.

Nintendo konnte in Deutschland bereits 22 Gerichtsentscheidungen gegen den Import und der Verbreitung solcher Karten erwirken. In allen Fällen bestätigten die Gerichte, dass die Flashkarten nach deutschem Recht illegal sind. Gleichlautende Gerichtsentscheidungen ergingen laut Nintendo zudem in Belgien, Frankreich, Hong Kong, Italien, Japan, Korea, den Niederlanden, Spanien, Taiwan und Großbritannien.

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