Mit dem DS und der Wii konnte Nintendo die Konkurrenz von den Verkaufszahlen her deutlich hinter sich lassen und somit wieder an die Spitze aufsteigen, nachdem sie in den Jahren zuvor etwas ins Straucheln gerieten.

Und auch der 3DS ist nach anfänglichen Schwierigkeiten auf dem besten Weg, um das Erfolgskonzept von Nintendo weiterzuführen. Doch Branchenveteran Bing Gordon, vor allem bestens als ehemaliger CCO von Electronic Arts bekannt, glaubt daran, dass Nintendo eines Tages zum reinen Software-Hersteller wird und für Spiele andere Plattformen entwickelt.

Dabei sieht er Ähnlichkeiten zu SEGA. Zwar habe Nintendo keine falschen Entscheidungen wie SEGA getroffen, das japanische Unternehmen sei aber bereits auf dem Weg dahin, um in Zukunft ähnliche Wege wie SEGA zu gehen.

Nintendo hätte das wohl bessere kreative Team und auch eine bessere Führungsetage als SEGA damals. Und Nintendo habe ein robustes Geschäftsmodell sowie das beste kreative Talent in der Branche: Shigeru Miyamoto. Er entwickle Spiele, die 200 Dollar wert sind. Und dafür lohne es sich auch ein System von Nintendo zu kaufen.

Solange Miyamoto noch bei Nintendo arbeitet, könne das Unternehmen weiterhin eigene Hardware verkaufen. Das Problem sieht er aber im Moment vielmehr bei den mobilen Geräten. Nintendo stehe mit seinen Handhelds unter Druck und eines Tages werde man sich fragen, ob man einige der besten Spiele als Apps auf Handys und Co. veröffentlichen sollte.

Schon im letzten Jahr veröffentlichte Nintendo in Japan eine Smartphone-App rund um Pokémon. Satoru Iwata gab zu, dass man damit mehr Kunden erreichen könne. Bei dieser einen App solle es aber vorerst auch bleiben.