Nintendo geht es eigentlich recht gut. Dennoch sieht der Konsolenhersteller seine Position auf dem Spielemarkt bedroht. Nicht etwa durch einen der anderen Plattformproduzenten, sondern vielmehr durch Apple.

Nintendo - Apple ist eine größere Bedrohung als Microsoft und Sony

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Apples GameCenter. Eine massive Bedrohung für Nintendo.
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Im Jahr 2009 hat Nintendo insgesamt über 20 Millionen Geräte verkauft. Das ist mehr, als Microsoft und Sony zusammen an den Mann gebracht haben. Warum sich der Super-Mario-Publisher gerade von Apple bedroht fühlt, wird ebenfalls durch Veröffentlichungszahlen deutlich: Das Unternehmen aus Kalifornien verkaufte im gleichen Jahr über 14,1 Millionen iPhones.

Laut Reggie Fils-Aime, Präsident von Nintendo Amerika, hat sich Apple durch diese Verkaufzahlen zu einem Rivalen auf dem Markt entwickelt, der dem Nintendo „auf kurze Sicht mehr schaden könnte, als Microsoft‟.
Die große Herausforderung wäre es, in den Wettstreit um die Zeit und die Aufmerksamkeit der Leute einzutreten.

„Es dreht sich alles um Zeit‟, so Fils-Aime. „Ich trete gegen Zynga an, ich trete gegen das Surfen im Netz an und ich trete gegen die Zeitungen an.‟

Trotzdem hat Nintendo einen Vorteil in diesem Wettstreit, der in der Spieltiefe seiner Produkte begründet liegt. 14 von 20 der bestverkauftesten Spiele für die aktuelle Konsolengeneration sind von Nintendo. Fils-Aime argumentierte damit, dass iPod und iPhone zwar großartig für Casualgames wie Angry Birds sind, die eine willkommene Zerstreuung bieten. Allerdings würden Spielen für den Nintendo DS, um einen Kontrast zu bieten, einen völlig einnehmen.

Um hierfür ein Beispiel zu liefern, sagte Fils-Aime, dass er über 150 Stunden mit dem Spiel Dragon Quest XI zugebracht hätte.