Auf der 74. Aktionärsversammlung gab Nintendo einige Eckdaten zur derzeitigen finanziellen Lage bekannt und teilte auch die Verkaufszahlen einiger Titel mit. So hat sich Mario Kart 8 innerhalb eines Monats rund 2 Millionen Mal verkauft.

Nintendo - Aktionärsversammlung: Milliardenrücklagen, 2 Millionen Exemplare von Mario Kart 8 in einem Monat verkauft

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Nintendo darf aufatmen: Mario Kart 8 entpuppte sich als waschechter Hit
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Am vergangenen Freitag, den 27. Juni 2014 fand die nunmehr 74. Aktionärsversammlung von Nintendo statt. Leider konnte CEO und Präsident Satoru Iwata aufgrund einer kürzlichen Operation nicht daran teilnehmen. Geführt wurde sie stattdessen von Genyo Takeda, Nintendos General Manager der Nintendo-eigenen Forschungseinrichtung. Iwatas gesundheitliche Verfassung sei allerdings nicht der Grund, warum die Interview-Sparte Iwata Asks momentan nicht fortgeführt werde. Es sei vielmehr der Umstand, dass Nintendo mit Iwata Asks weit weniger Leute erreichen konnte, als erhofft.

Da Nintendos Hauptplattform, die Wii U in Sachen Verkauf weit hinter den zunächst angenommenen, später sogar hinter den korrigierten Erwartungen liegt, war es natürlich für die Aktionäre wichtig zu erfahren, wie es um Nintendos finanzielle Mittel steht.

Das japanische Traditionsunternehmen konnte glücklicherweise durch die Wii reichlich Fett ansetzen, weswegen man über genügend Reserven besitze. So habe Nintendo zwar merklich finanzielle Verluste einstecken müssen, verfügt aber noch immer über hohe Rücklagen. 4,7 Milliarden auf der Bank, 3 Milliarden in kurzzeitigen Investitionen und rund 10 Milliarden in Umlaufvermögen.

Und so wie sich die derzeitigen Verkäufe entwickeln, könnte sich aus dem lahmen Start der Wii U derselbe Erfolg wie beim 3DS einstellen. So konnten von Mario Kart 8 innerhalb eines Monats rund 2 Millionen Exemplare verkauft werden. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass weltweit gerade mal 6,17 Millionen Wii Us verkauft wurden. Gemessen daran hat sich also jeder dritte 'Wii U'-Besitzer das Spiel gekrallt. Das wäre ungefähr so, als wären bei rund 100 Millionen verkauften Wiis um die 35 Millionen Mario Kart Wiis verkauft worden. Ups, dem war ja so. Auch soll Mario Kart 8 den Verkauf der Wii U um bis zu 400 Prozent erhöht haben. Man darf also hoffen, dass sich dieser Trend mit der Veröffentlichung von Super Smash Bros. fortsetzt.

Noch besser sieht es da beim 3DS aus. Animal Crossing: New Leaf soll sich weltweit rund 7,66 Millionen Mal verkauft haben. Auch Luigi's Mansion: Dark Moon, The Legend of Zelda: A Link Between Worlds und Mario & Luigi: Dream Team sollen sich jeweils noch satte 2 Millionen Mal verkauft haben.

Um auch weiterhin hochqualitative Titel anbieten zu können, aber auch die Zahl der Titelveröffentlichungen voranzutreiben, um eine breite Palette für jeden Geschmack anbieten zu können, hat Nintendo eine Reihe an Entwicklern an Bord geholt, die derzeit an spielen für die Wii U und den 3DS arbeiten. So teilte man auf der Aktionärsversammlung mit, dass weltweit 430 Entwickler an Titeln für die Wii U arbeiten, während 350 Entwickler an Software für den 3DS / 2DS werkeln.

Ein Vertrauen der besonderen Art brachten die Aktionäre auch dem derzeitigen CEO und Präsidenten Satoru Iwata entgegen. Während es in der Vergangenheit vermehrt Stimmen gab, die seinen Rücktritt forderten, da man ihn mitverantwortlich für das 'Wii U'-Debakel machte, wurde er für ein weiteres Jahr als Präsident des Unternehmens bestätigt. 2011 konnte er noch 92,9 Prozent der Stimmen für sich verbuchen, während es im Jahr 2013 gerade noch 77,3 Prozent waren. Wieviele es dieses Mal waren, steht noch nicht fest, da die Zahlen noch nicht veröffentlicht wurden.

Während der Aktionärsversammlung gab es auch einige interessante Fragen. So wurde Nintendo nach Spielen für Core-Gamer gefragt. Natürlich könne man die Fans verstehen, die bislang auf die Core-Games warten mussten. Doch Nintendo habe da einige Asse im Ärmel mit Xenoblade Chronicles X oder Devil's Third. Die HD-Fähigkeiten der Wii U und das GamePad seien die Dinge, die man mehr herauskristallisieren wolle. Allerdings betont Nintendos Stardesigner Shigeru Miyamoto, dass der Ausverkauf von Nintendo-Titeln für Smartphones zu Billigstpreisen nicht zu den Optionen zähle.