NHL 2004 (PC-Test)
von Andreas Müller

NHL 2004 - das coolste Game on Earth wird erneut von EA Sports digitalisiert. Kalter Kaffee oder eiskaltes Sporthighlight?Alle Jahre wieder - nachdem bereits der Tiger zum Schlag ausgeholt hat, steht nun die Neuauflage der Eishockey Simulation aus dem Hause EA Sports bereit.

Überzeugte die Serie in den vergangenen Jahren zunehmend durch Temposteigerung und erweiterte Actioneinlagen, so hat man sich dieses Jahr endlich wieder auf die Stärken besonnen. Die Bezeichnung Simulation verdient sich die 2004er Version mehr denn je, denn die Action auf dem Eis wurde

im positiven Sinne gebändigt während KI Gegner und Mitspieler realistischer denn je durch die Arena kurven.

Mieses Intro
Fans der gut 10 Jahre alten Eishockey Serie, die 1993 den Grundstein für den bis heute anhaltenden Erfolg der EA Sports Spiele gelegt hat, werden zunächst mit einem sehr sporadischen Intro verschreckt. Gerade in den frühen Jahren der NHL Hockey Serie gehörten die Intros zum Besten, was die Spieleszene zu sehen bekam. NHL 2004 wird dieser Tradition leider keinesfalls gerecht.

Das anschließende Menüdesign wird ebenfalls niemanden vom Hocker reißen, denn die grobe Auflösung und die vielen Abkürzungen bei Statistiken und Einstellungsmenüs sind wahrlich kein optischer Leckerbissen.

Am Besten ergreift man möglichst schnell das Gamepad und schliddert in die virtuelle Arena. Fans der DEL freuen sich über die Integration der

NHL 2004 - Die neueste Version ist da, aber bietet sie auch neues?

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deutschen Eishockeyliga, was bereits auf dem Boxcover durch ein DEL Logo hervorgehoben wird.

Formschönes Publikum
Hat man den Weg aufs Eis geschafft, erfreut sich das Auge an gewohnt guter Spielgrafik. Auch dieses Jahr kommt die bewährte Engine zum
Einsatz, die bereits die Vorgänger hervorragend in Szene gesetzt hat. Steigender Leistungsfähigkeit von CPU und Grafikchips sei Dank, dürfen die Zuschauer erstmalig komplett als dreidimensionale Polygonmodelle auf den Rängen Platz nehmen. Zwar gibt es nur wenige verschiedene Zuschauertypen, die sich dann unzählige Male auf den Tribünen wiederfinden lassen, doch dafür sind sie allesamt schön animiert.

So lassen sich in den Pausen La Ola Wellen beobachten und Tore werden durch Jubelsprünge quittiert. Insgesamt trägt das neu gestaltete Publikum deutlich zur Stadionatmosphäre bei. Die Tage zweidimensionaler Pappkameraden sind nun hoffentlich gezählt.

Packshot zu NHL 2004NHL 2004Erschienen für GameCube, PC, PS2 und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

In punkto Steuerung wurde das ebenfalls bewährte Kontrollschema im Detail verbessert. Neu ist die Möglichkeit per zweitem Analogstick gezielte Bodychecks auszuteilen. Dazu wird der Stick einfach in die gewünschte Richtung bewegt, und schon teilt der kontrollierte Eishockeyspieler gehörig aus.Die Steuerung der Spieler geht per Analogstick prächtig von der Hand - schnelle Richtungswechsel, geschickte Ausweichmanöver und gezieltes Passspiel lässt sich perfekt bewerkstelligen.

Während Anfänger zu Beginn noch eine Schusszielhilfe in Anspruch nehmen können, sei es Fortgeschrittenen Spielern unbedingt empfohlen, die Richtung des Schusses selbst zu bestimmen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, die Lücke zu erkennen und dem gegnerischen Goalie die Hartgummischeibe präzise ins Netz zu wuchten.

Faustrecht
Wo Eishockey gespielt wird, da fliegen auch die Fäuste. Was wäre ein Match ohne Keilereien? Genau deshalb darf dieser Bestandteil des Sports auch bei Simulation aus dem Hause EA Sports nicht fehlen. Kommen sich zwei Spieler häufig genug in die Quere, so läutet ein akustisches Signal den möglichen Fight ein. Per Knopfdruck darf man sich nun auf diesen Kampf einlassenoder mit knirschenden Zähnen und geballter Faust ungeachtet das Spiel fortsetzen. Dass diese Fights nun optional sind, ist ein großer Vorteil, da der Spielfluss nicht ungewollt unterbrochen wird.

NHL Karriere
Neben den genannten spielerischen und grafischen Verbesserungen, ist das wichtigste Kaufargument außerhalb der Eishalle zu finden. Der taufrische "Dynastie Modus" erlaubt das gesamte Management eines beliebigen Vereins. Der Spieler entscheidet sich für ein Team und übernimmt Transfer- und Draft Aufgaben, bestimmt die Eintrittspreise und darf Personal und Ausstattung des Clubs optimieren. Alternativ zu den Saison und Playoff Varianten, fließen hier zunehmend Elemente aus Wirtschafts-Simulationen mit ein.

Ein großes Lob hat übrigens auch der Editor zum Erstellen eines eigenen Teams verdient. Hier können nicht nur Teamname, Besatzung, Trikots und Logo bestimmt werden sondern vieles mehr.Die farbliche Abstimmung der Arena, das Aussehen der Banden, des Videowürfels und der Mittellinie, akustische Pausen- und Torsignale und der Gesang des Fanblocks darf den eigenen Wünschen angepasst werden.

Sind die vier Lines dann noch mit der Creme de la creme des Eishockeysports bestückt, lässt sich die Bezeichnung "Eiskunstlauf" völlig neu definieren.

Abkassiert
Während Einzelspieler per Dynastie Modus dem Stanley Cup hinterher jagen, erfreuen sich gesellige Spielernaturen nach wie vor an Matches gegen Freunde an einem PC.

Wichtig ist dabei jedoch, dass möglichst jeder Spieler über ein buttonreiches Pad mit mindestens einem Analogstick verfügt, um Chancengleichheit und optimalen Spielspaß zu garantieren. Warum die Teilnahme an Onlinespielen via Internet zusätzliche Kosten nach sich zieht, bleibt wohl EAs Geheimnis.

Wer den vollen Preis für ein Spiel bezahlt, dem sollte der Onlinespaß eigentlich auch ohne einen weiteren Griff in die Tasche serviert werden, doch hier bleibt EA eiskalt.Die farbliche Abstimmung der Arena, das Aussehen der Banden, des Videowürfels und der Mittellinie, akustische Pausen- und Torsignale und der Gesang des Fanblocks darf den eigenen Wünschen angepasst werden.

Sind die vier Lines dann noch mit der Creme de la creme des Eishockeysports bestückt, lässt sich die Bezeichnung "Eiskunstlauf" völlig neu definieren.

Abkassiert
Während Einzelspieler per Dynastie Modus dem Stanley Cup hinterher jagen, erfreuen sich gesellige Spielernaturen nach wie vor an Matches gegen Freunde an einem PC.

Wichtig ist dabei jedoch, dass möglichst jeder Spieler über ein buttonreiches Pad mit mindestens einem Analogstick verfügt, um Chancengleichheit und optimalen Spielspaß zu garantieren. Warum die Teilnahme an Onlinespielen via Internet zusätzliche Kosten nach sich zieht, bleibt wohl EAs Geheimnis.

Wer den vollen Preis für ein Spiel bezahlt, dem sollte der Onlinespaß eigentlich auch ohne einen weiteren Griff in die Tasche serviert werden, doch hier bleibt EA eiskalt.