Nach „Beijing 2008“ und „Summer Athletics“ für die aktuelle Konsolengeneration dürfen ältere Semester unter den Videospielern fortan in Erinnerungen schwelgen: Konami trotzt nämlich dem Realismuswahn und präsentiert uns mit „New International Track & Field“ einen attraktiven Aufguss eines fast schon legendären Spiels. Wir haben uns den 24 Disziplinen gestellt und einige Medaillen eingesackt.

Track & Field wurde ursprünglich 1983 von Konami als klassischer Spielhallenautomat entwickelt. Mit gerade einmal sechs Disziplinen erfreute es sich derart großer Beliebtheit, dass es in den folgenden Jahre für viele Entertainment-Systeme umgesetzt wurde. Doch was war eigentlich das Erfolgsrezept von Track & Field? Wie bei vielen anderen Arcadespielen wäre hier insbesondere die zugängliche Steuerung zu nennen, die euch Koordination und jede Menge Kondition abverlangte.

New International Track and Field - Gamers Day 2008 Trailer

New International Track and Field - Muskelkater auf dem Nintendo DS: Der legendäre Joystickkiller kehrt zurück!

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Das Rückenschwimmen erfordert schnelle, kreisende Bewegungen!
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Um euren Athleten beim Weitsprung, Speerwerfen und 100m in Schwung zu bringen, galt es, den Joystick mit hohem Tempo hin und her zu bewegen oder zwei Tasten möglichst schnell und abwechselnd zu drücken. Bestleistungen waren nur möglich, wenn ihr keine Rücksicht auf die Haltbarkeit der Spielehardware und eurer Arme genommen habt.

Mit „New International Track & Field“ möchte Konami nun an die alten Zeiten anknüpfen und dabei dennoch viele moderne Elemente mit einbringen. Wie das auf dem Nintendo DS funktionieren soll? Wir verraten es euch.

Moderner Aufguss eines Klassikers

Das Highlight des neuen Track & Field ist sicherlich die rundum gelungene Präsentation. Acht witzig gestaltete Athleten mit unterschiedlichen Fähigkeiten - vom schlanken und relaxten Reggae-Typen bis hin zum Muskelprotz - stehen bereit, um für euch auf Medaillenjagd zu gehen.

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Beim Radfahren ist vor allem Koordination gefragt.
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Im Laufe des Spiels spielt ihr für jeden Charakter zusätzliche Outfits frei, die teilweise stark von dem abweichen, was üblicherweise auf Sportveranstaltungen angesagt ist. Alle Charaktere bieten zudem überproportionale Köpfe, die den witzigen Look unterstreichen und der Mimik zusätzlichen Platz verschaffen.

In Anlehnung an die Vorgänger finden die Disziplinen allesamt vor einem 2D-Hintergrund statt, an dem ihr vorbei rennt, springt, fahrt oder turnt. Viele herrliche Details runden die Präsentation ab. So wird die Darstellung bei Leistungen in Weltrekordregion verlangsamt und mit einem Farbfilter belegt. Wer das Wurfgerät beim Speerwerfen senkrecht in den Himmel wirft, sieht es kurze Zeit später mit einem aufgespießten Alien zurück auf die Bahn stürzen. Nach jedem Versuch quittiert euer Charakter seine Leistung zudem mit einer Geste und einer kurzen Gemütsäußerung – alles wirkt in sich sehr stimmig.

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Beim Hochsprung ist neben dem Anlauf ein guter Absprungwinkel entscheidend.
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Kern des Spiels ist ein Karrieremodus, bei dem ihr jeweils vier Disziplinen in einem Kurzwettbewerb bestreitet. Dabei gilt es vor allem, in jeder Disziplin die Qualifikationsmarke zu überschreiten. Schafft ihr die Qualifikation nicht, ist der Wettbewerb sofort beendet. Wurden alle vier Disziplinen erfolgreich absolviert, schaltet ihr den nächsten Wettbewerb mit vier neuen Disziplinen frei. Da euch zu Beginn gerade einmal vier Disziplinen zur Verfügung stehen, lohnt es sich durchaus, dem Karrieremodus ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.

Jetzt geht’s eurem DS an den Kragen!

Mit 24 Disziplinen und guter Präsentation stehen die Vorzeichen für einen potenziellen Hit ja schon nicht schlecht. Bleibt noch zu klären, wie sich das ganze steuert. Hier haben die Entwickler die speziellen Gegebenheiten der Hardware gut ausgeschöpft.

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Diese Herausforderung entführt euch an einen düsteren Ort!
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Da der Nintendo DS nun mal über keinen Joystick verfügt, den ihr bis zur Erschöpfung hin und her bewegen könnt, muss halt der Touchpen herhalten. Wollt ihr sprinten oder Anlauf nehmen, setzt ihr den Touchpen auf ein vorgegebenes Feld und zieht ihn auf dem Touchscreen so schnell wie möglich von einer Seite zur anderen.

Ähnlich funktioniert das Ganze beispielsweise beim Turmspringen. Sobald ihr in der Luft seid, führt ihr mit dem Stift Kreisbewegungen auf dem Touchscreen aus, um euren Athleten möglichst viele Salti ausführen zu lassen. So verlangen euch die meisten der 24 Disziplinen anstrengende Touchpen-Bewegungen ab, um euren Athleten zu guten Leistungen zu bewegen. Selbst das Spannen der Sehne beim Bogenschießen wird durch schnelle Stiftbewegungen erwirkt.

Wer das Spiel länger spielt und dabei nach immer besseren Leistungen giert, wird sich durchaus Sorgen um den Touchscreen machen, der hier Besorgnis erregend malträtiert wird. Während unseres Tests konnten wir noch keine durchgescheuerten Tochscreens beklagen – wie sich die Jagd nach Bestmarken jedoch nach mehreren Wochen Spielzeit auf die Haltbarkeit eures Nintendo DS auswirkt, können wir an dieser Stelle nicht abschätzen – Spaß macht die Steuerung jedoch allemal! Wer zuviel Angst um die Hardware hat, darf im Optionsmenü wahlweise auf eine konventionelle Tastensteuerung umsteigen.

Onlinespaß und lokale Wettbewerbe

Glücklicherweise sind die schnellen Stiftbewegungen jedoch nicht der einzige Schlüssel zum Erfolg. Häufig sind auch gute Reaktionen, beispielsweise beim Tontaubenschießen oder bei der Suche nach dem richtigen Absprung- oder Abwurfpunkt, und Koordination gefragt. Insgesamt bietet das Spiel also genügend Abwechslung, auch wenn sich das Gameplay bei vielen Disziplinen stark ähnelt.

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Mit Frogger beim Weitsprung – hüpfen liegt ihm!
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Neben den Stiftbewegungen könnt ihr bestimmte Aktionen, wie beispielsweise den Wurf einer Diskusscheibe oder den Absprung, wahlweise durch eine Touchscreenbetätigung oder mit einer normalen Taste auslösen. Wer zudem anfeuernd ins Nintendo-DS-Mikrofon brüllt, verleiht seinem Sportler einen zusätzlichen Schub – geniale Idee! Insgesamt wirkt die Steuerung sehr durchdacht und zugänglich – einzig beim Diskuswerfen hatten wir mit einigen Charakteren erhebliche Probleme.

Wer im Karrieremodus erfolgreich ist, spielt Spezialcharaktere wie Frogger oder gar Solid Snake aus Metal Gear Solid frei. Jeder Spezialcharakter bringt zudem eine Herausforderung abseits der Sportstätten mit. So müsst ihr beispielsweise mit Frogger möglichst schnell einen Fluss hinauf schwimmen und dabei auf Mückenjagd gehen. Abgerundet wird das Spiel durch Mehrspielermodi, bei denen ihr sowohl lokal gegen Freunde in WiFi-Reichweite als auch über einen Router gegen Kontrahenten auf der ganzen Welt antreten könnt.