Neuro Hunter (PC-Test)
von Sebastian Weidner

Deus Ex und System Shock 2 gelten für viele Zocker noch heute als Inbegriff des ultimativen Spielspaß-Erlebnisses. Das völlig unvermittelt aus dem Nichts aufgetauchte Neuro Hunter beschreibt sich selbst als

Neuro Hunter - Trailer

In Neuro Hunter verkörpert ihr einen Profi-Hacker, der von der Regierung mit der Beseitigung eines nicht näher benannten Problems in den Katakomben einer Zukunfts-Metropole beauftragt wird. Statt Ruhm und Reichtum erwartet euch jedoch nur die Zündung einer Sprengfalle;

ihr seid den Mächtigen im Umgang mit dem Computer-Netzwerk schlicht zu langsam. In letzter Sekunde entkommt ihr dem Attentat und müsst nun - verschüttet in dem riesigen Minenkomplex - wieder die Erdoberfläche erreichen. Das gestaltet sich natürlich viel schwieriger, als es sich im ersten Moment anhört. Denn um nach draußen zu gelangen, müsst ihr euch nicht nur bei den eigenwilligen Bewohnern der Unterwelt einen Namen machen, sondern auch gegen allerlei fiese Monster kämpfen und eure Fähigkeiten als Hacker unter Beweis stellen. Action-Helden lernen nie aus Neuro Hunter stellt sich dar als eine Mischung aus Action- und Rollenspiel.

Neuro Hunter - Action mit Cyberpunk-Flair?!

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In der First Person-Perspektive marschiert ihr durch komplexe Tunnelsysteme und bekämpft aggressive Kreaturen, die in euch Nahrung auf zwei Beinen sehen.

Die Bezeichnung "Rollenspiel" verdient sich der Titel aufgrund der Tatsache, dass ihr reihenweise Quests an den Kopf geworfen bekommt und für deren Erledigung sowie das Töten von Feinden Erfahrungspunkte erhaltet.

Die investiert ihr in die sieben Attribute Konstitution, Stehlen, Programmieren, Intuition, Waffenkenntnis, Konstruktion und Schlössercodes knacken.

Was bewirken die Talente?

+++ Konstitution +++
Erhöht eure Lebenspunkte und lässt euch schwerere Gegenstände tragen

+++ Stehlen +++
Verbessert eure Fähigkeiten als Langfinger. Je höher der Wert, desto größer die Chance, Charaktere erfolgreich zu beklauen

Packshot zu Neuro HunterNeuro HunterErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

+++ Programmieren+++
Macht euch zum Datendiebstahl-Profi. Erhöht die Chance, wertvolle Türcodes von NPCs zu stibitzen, die unzugängliche Bereiche freigeben

+++ Intuition +++
Erhöht den Radius auf der Minimap, mit dem ihr Gegner, Container, Gegenstände und sonstigen Krempel wahrnehmt, bevor ihr sie wirklich seht

+++ Waffenkenntnis +++
Die schlagkräftigsten Wummen

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können nur mit einem hohen Waffenkenntnis-Wert benutzt werden

+++ Konstruktion+++
Je höher der Konstruktions-Wert, desto bessere Waffen könnt ihr mit der passenden Anleitung und den richtigen Bauteilen zusammen basteln

+++ Schlössercodes knacken+++
Um verschlossene Kisten zu öffnen, müsst ihr in einem Minispiel Codes knacken. Voraussetzung dafür ist ein möglichst hoher Wert in dieser Kategorie

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Den Gegner schwindlig kämpfen
Im Vordergrund von Neuro Hunter steht ganz klar die Action. Wie in Deus Ex die Gegner zu umschleichen, ist nicht möglich und gibt darüber hinaus keine wichtigen Erfahrungspunkte. Umso ärgerlicher, dass die Entwickler das Kampf-System nur mittelmäßig umgesetzt haben.

Pistolen und Gewehre machen im Vergleich zu Nahkampf-Prügeleien zu wenig Schaden. Letztere wiederum wirken schlicht unausgereift. Hektisch auf den Gegner einschlagen und wie wild im Kreis laufen, damit dieser euch nicht trifft, ist oft die einzige Möglichkeit, die Duelle einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Darüber hinaus bleibt

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ihr des Öfteren an unsichtbaren Kanten hängen und müsst so mehr Prügel einstecken, als euch lieb ist. Überhaupt ist die Bedienung eines der größeren Übel in Neuro Hunter: Die hektischen, unkoordinierten Kämpfe werden von einer schwammigen Maus / Tastatur-Steuerung zusätzlich erschwert. Das Inventar wirkt unübersichtlich und füllt sich schnell mit nutzlosem Krimskrams. Einzig die Charakter- und Quest-Menüs sind gut durchstrukturiert.

Action, RPG … und Minispiele
Neuro Hunter besteht nicht nur aus Kampf, der Unterhaltung mit NPCs und dem Charakteraufbau, sondern wartet auch mit einigen Minispielenauf. Diese sorgen im Spielverlauf für etwas Abwechslung, sind aber teilweise viel zu repetiv und ermüden auf Dauer nur. Um etwa Kisten zu öffnen, müsst ihr Symbole in der richtigen Reihenfolge kombinieren. Die ersten Male gestaltet sich das spannend. Doch spätestens beim dreißigsten Behälter überlegt man sich zweimal, ob man sich dem öden Prozedere stellen soll.

Etwas lustiger gestalten sich die so genannten "Cybergames". Einige Türen könnt ihr mit Schlüsseln nicht öffnen. Also bleibt euch nichts anderes übrig, als eure Fähigkeiten als Hacker unter Beweis zu stellen.

In der Vogelperspektive müsst ihr nun mit eurer Cyber-Kampfeinheit, dem Instiller, versuchen, die gegenüberliegende Plattform zu erreichen. Dabei hüpft ihr von Feld zu Feld. Doch aufgepasst: An zahlreichen Stellen sind Bomben platziert, die beim Betreten eines Nachbarfeldes aufgezeigt werden und von euch taktisch klug umgangen werden müssen. Eine ganz andere Art des Hackens bieten die "Cyberbattles":

Farblich an den Filmklassiker Tron angelehnt, erwartet euch ein Mini-Strategiespiel, bei dem ihr diverse Einheitentypen platzieren und gegnerische Prozessoren übernehmen sollt. Feindliche Kämpfer und Geschütztürme machen euch das Leben schwer.

Mit speziellen Regenerationsfeldern stellt ihr die Lebensenergie eurer Truppen aber schnell wieder her.

Da ist MacGyver aber neidisch!
Erinnert ihr euch noch an MacGyver, den Fernseh-Actionhelden aus den frühen 90ern? Genau, wir reden von Blondschopf Richard Dean Anderson, der sein Geld mittlerweile als StarGate-Kommandant Jack O'Neill verdient.

Als MacGyver bastelte der Gute aus noch so bescheuerten Materialien gefährliche Waffen zusammen. Neuro Hunter gibt euch ähnliche Fähigkeiten an die Hand. So könnt ihr beispielsweise aus Rohren und Zahnrädern Schrotflinten herstellen. Anders als MacGyver benötigt ihr allerdings erst

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eine passende Gebrauchsanleitung und möglichst hohe "Konstruktion"-Skills. Einfach drauf los schrauben und schauen was dabei heraus kommt, funktioniert leider nicht.

Grafische Langeweile
Die technische Seite von Neuro

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Hunter passt gut zur spielerischen. Heißt: Mehr als Mittelmaß solltet ihr nicht erwarten. Die Texturen wirken größtenteils matschig, die Animationen sind teilweise lachhaft.

Und auch am Detailgrad der Figuren und Levels haben die Grafiker gespart. Erst nach längerer Spieldauer erwarten euch neben den ewig gleichen Höhlensystemen zumindest partiell ansprechende Labore und Tempelanlagen. Umso unverständlicher, dass die Performance an bestimmten Stellen selbst auf pfeilschnellen Rechnern einbricht und beinahe an den Slow Motion-Modus aus Max Payne und Co. erinnert. eine passende Gebrauchsanleitung und möglichst hohe "Konstruktion"-Skills. Einfach drauf los schrauben und schauen was dabei heraus kommt, funktioniert leider nicht.

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Hunter passt gut zur spielerischen. Heißt: Mehr als Mittelmaß solltet ihr nicht erwarten. Die Texturen wirken größtenteils matschig, die Animationen sind teilweise lachhaft.

Und auch am Detailgrad der Figuren und Levels haben die Grafiker gespart. Erst nach längerer Spieldauer erwarten euch neben den ewig gleichen Höhlensystemen zumindest partiell ansprechende Labore und Tempelanlagen. Umso unverständlicher, dass die Performance an bestimmten Stellen selbst auf pfeilschnellen Rechnern einbricht und beinahe an den Slow Motion-Modus aus Max Payne und Co. erinnert. eine passende Gebrauchsanleitung und möglichst hohe "Konstruktion"-Skills. Einfach drauf los schrauben und schauen was dabei heraus kommt, funktioniert leider nicht.

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Hunter passt gut zur spielerischen. Heißt: Mehr als Mittelmaß solltet ihr nicht erwarten. Die Texturen wirken größtenteils matschig, die Animationen sind teilweise lachhaft.

Und auch am Detailgrad der Figuren und Levels haben die Grafiker gespart. Erst nach längerer Spieldauer erwarten euch neben den ewig gleichen Höhlensystemen zumindest partiell ansprechende Labore und Tempelanlagen. Umso unverständlicher, dass die Performance an bestimmten Stellen selbst auf pfeilschnellen Rechnern einbricht und beinahe an den Slow Motion-Modus aus Max Payne und Co. erinnert.