Lasst uns zu Beginn ein kleines Spiel spielen. Schätzt einfach mal, die wie vielte Auflage von Need for Speed mit Hot Pursuit erreicht wird? OHNE im Internet nachzugucken. Na? Wer auf 17 getippt hat, darf sich auf die Schulter klopfen. Als die Rennspielserie im Jahre 1994 erstmals an den Start ging, waren einige unserer Leser vielleicht noch gar nicht geboren, in dieser Zeit haben sich laut Angabe von Electronic Arts Spiele der Need-for-Speed-Reihe über 100 Millionen Mal verkauft. Bei einem Gesamtumsatz von 2,7 Milliarden US-Dollar.
Bildhübsches Arcade-Racing, dem ein wenig die Spieltiefe fehltFazitDas heißt aber noch lange nicht, dass in dieser Zeit alles eitel Sonnenschein war. Vor der Neuausrichtung der Reihe in unterschiedliche Zweige (Shift: Simulation; Hot Pursuit: Arcade) hatte die beliebte Serie ihren inhaltlichen und technischen Tiefpunkt erreicht, der ein Umdenken unumgänglich machte. Und siehe da, es funktioniert! Shift überzeugte auf Anhieb mit einer gelungenen Orientierung in Richtung Simulationsgefilde, nun sollen auch die reinen Arcade-Fans wieder zu ihrem Recht kommen. Die diffizile Aufgabe, Need for Speed auch in diesem Bereich in die Spitzengruppe zu führen, wurde Criterion Games übertragen, die vielen Raserfans durch die Burnout-Reihe bekannt sein dürften.
Von simplen Straßensperren lässt sich doch ein gelernter Raser nicht aufhalten.Bei sogenannten Reboots tut man gut daran, die Essenz des Originals möglichst unangetastet zu lassen und sie im neuen Gewand, mit einem frischen Konzept aufzufrischen. Bei Hot Pursuit steht also demnach das Rasen mit superteuren Sportwagen bei gleichzeitiger sorgloser Übertretung aller bekannten Verkehrsregeln im Mittelpunkt. Immer die Cops im Nacken, die auch von menschlichen Mit- bzw. Gegenspielern gesteuert werden. Und genau das bietet Need for Speed: Hot Pursuit auch anno 2010, nur in einer modernen Aufmachung.
Diese schnieke Oberfläche hat Criterion wirklich unglaublich gut hingezaubert: Wagenmodelle sehen vortrefflich aus, glänzen mit schicken Details und lassen das Raserherz höher schlagen. Ähnlich ansehnlich sieht es im Bereich Streckendesign aus, das zwar quantitativ etwas zu wenig bietet, aber dafür mit schönen Wald- und Bergstrecken, Serpentinen, Küstenabschnitte, sogar Wüstenumgebungen, eine angemessene Abwechslung besitzt und sehr organisch wirkt. Obendrauf spendiert Criterion noch einige wirklich sehr hübsche Wettereffekte: Blitze zerreißen im Hintergrund die Nacht, Regen prasselt dicht auf den Asphalt und der Untergrund bleibt auch nach dem Guss schön nass und beeinflusst sogar das Fahrverhalten der Boliden.
Keine Sorge: Cops gehen alles andere als untermotorisiert in die Straßenkämpfe.Den Spielablauf hat man in zwei ineinanderfließende Karriereabschnitte unterteilt: Entweder rast ihr mit den teuflisch schnellen Untersätzen über die Parcours und versucht durch gute Platzierungen Punkte zu ergattern, ohne von den Gesetzeshütern geschnappt zu werden. Oder ihr liefert euch als Cops ein Katz-und-Maus-Spielchen mit Verkehrsrowdys und bringt diese unter Aufbietung aller Mittel zur Strecke. Beide Karriereleitern laufen parallel ab, ihr dürft jederzeit zwischen den einzelnen Events hin- und herspringen und steigt bei Erfolgen schnell im Fahndungslevel oder Polizeidienstrang auf. Das ist in den ersten Stunden spannend und bleibt durch häufiges Freischalten neuer Wagen und stärkerer Gadgets zunächst motivierend.
Allerdings sind die beiden Zweige nicht in eine Geschichte eingebunden, die einzelnen Rennen stehen voneinander unabhängig, ohne Bindung zueinander da. Nach einiger Zeit der ca. 12 bis 13 Stunden andauernden Karriere wirkt diese Beliebigkeit, mit der man dann Events abspult, reizlos. Doch bis man sich sattgespielt hat, inszeniert Need for Speed: Hot Pursuit jede Menge unterhaltsame Rennen, blendend in Szene gesetzte Zeitlupen-Crashs und eine astreine Präsentation.
von Electronic Arts, Criterion GamesGenre: RennspielPC, PS3, Wii, XBox 360: 18.11.2010Offizielle WebseiteFreigegeben ab 12 Jahren
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1. Steuerung in der PC-Version nicht konfigurierbar
2. Teilweise sind Menupunkte nicht nutzbar (wie zB Freie Fahrt)
3. Seltsame Bugs (dauerhafter Blick nach hinten - versucht mal mit 200 ohne Blick nach vorn einen Wagen zu lenken :( )
4. Spiel erkennt externe Hardware wie den original x-Box 360-Controller von MS nicht
In den Foren häufen sich bereits die Beschwerden von anderen Usern, die die PC-Version spielen. Für mich bestätigt sich nur erneut, dass man ein Spiel niemals kaufen sollte, wenn es released wird, sondern erst 72 bis 96 Stunden abwarten sollte und die Foren nach schlechter Kritik (wie zB die oben genannte) scannen sollte.
btt: Ist die Fahrphysik genau wie in der Xbox-Demo? Die war nämlich meiner Meinung nach grauenhaft.
btt: Ist die Fahrphysik genau wie in der Xbox-Demo? Die war nämlich meiner Meinung nach grauenhaft. Zu schwammig und pseudo-arcade-simulationmäßig.
Ich fand durch die Fahrphysik wirkte es zu sehr wie ein Burnout und nicht wie das gute alte Need for Speed Hot Pursuit :(
Würde auch gern wissen, ob es in der Vollversion anders ist.
Außerdem stand NFS von Anfang an für Arcade-Racing ... mir gefiel die Simulations-Serie eher weniger, aber das ist reine Geschmackssache. :)
vasline überzogenen analwürmern totgeschwiegen.
Ein ganz Harter bist du, jaja x)
btt: Ist die Fahrphysik genau wie in der Xbox-Demo? Die war nämlich meiner Meinung nach grauenhaft. Zu schwammig und pseudo-arcade-simulationmäßig.
vasline überzogenen analwürmern totgeschwiegen.
Schön gesagt. Da hat Criterion auch schon bei Burnout Paradise versagt.
Das reicht mir, um es nicht zu kaufen.