Bereits unsere Vorschau dürfte bei so manchem Sportspielfan das Interesse an "NBA Street Homecourt" geweckt haben. Eine völlig überarbeitete Steuerung, neue Gameplay-Elemente und eine Grafik, die jeden Dunk ins rechte Licht rückt. Wenn man sich bei EA Sports Big nun keine groben Schnitzer mehr geleistet hat, kann dieser Ball eigentlich nur fulminant durch die Maschen gehen, oder etwa nicht?

NBA Street: Homecourt - Trailer: Little New YorkEin weiteres Video

Back to the roots
NBA Street Homecourt ist eine Videospiel gewordene Hommage an die Wurzeln des Sports und insbesondere an die Stars der amerikanischen Profiliga. Abseits des NBA-Alltags, dessen Spieltage in vollbesetzten Arenen vor Scharen von Presseleuten stattfinden, existieren die ruhigen Streetball-Plätze, auf denen so mancher NBA-Star seine ersten Körbe geworfen und seine ersten Tricks erlernt hat.

NBA Street: Homecourt - Nie waren Dunkings spektakulärer: das coolste Basketballspiel aller Zeiten!

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Auf der Straße darf auch ohne Trikot gespielt werden!
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Die Erinnerung an diese Ursprünge ist Thema von NBA Street Homecourt. Zur Verdeutlichung kommt ein spezieller Grafikfilter zum Einsatz, der das gesamte Geschehen mit einem schwachen Sepia-Effekt überlagert, so dass die ansonsten topmoderne Präsentation einen bildtechnisch leicht altertümlichen Look bekommt. Hier und da werden auch ein paar Videosequenzen eingespielt, in denen NBA-Stars über ihre Streetball-Erfahrungen auf dem jeweiligen Homecourt sprechen.

Create a Team
Wie bei den Vorgängern geht es im Wesentlichen darum, ein Streetball-Team bestehend aus drei Mitspielern aufzubauen und damit die gesamte Konkurrenz an die Wand zu spielen. Dazu kreiert ihr einen Schlüsselspieler, den ihr in punkto Aussehen, Name und Fähigkeiten individuell gestalten könnt. Interessant ist, dass sich euer eigener Spieler im Laufe der Matches in Abhängigkeit von eurer Spielweise automatisch weiter entwickelt. Um das Team zu komplettieren, rekrutiert ihr zwei weitere Spieler, die im Laufe des Spiels jederzeit durch bessere Ballakrobaten ausgetauscht werden können.

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Die Spieler wurden allesamt aufwendig modelliert.
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Was euch dann erwartet, sind Herausforderungen anderer Teams, bei denen ihr nach unterschiedlichen Regeln spielt. Mal gewinnt das Team, das als erstes einen vorgegebenen Punktevorsprung hat, mal muss eine vorgegebene Punktzahl erreicht werden, bei der nur Dunkings gewertet werden. Insgesamt haben die Entwickler auf diese Weise für Abwechslung gesorgt, die durch die Fähigkeiten der gegnerischen Spieler und die Gestaltung der zahlreichen unterschiedlichen Schauplätze gekonnt abgerundet wird.

Besonders bei den Arealen fällt die Qualität der neuen Grafikengine ins Auge. Vom dreckigen Ghettocourt über das Edelfeld unter Palmen bis hin zu frisch polierten Trainingshallen stehen im Laufe des Spiels zahlreiche interessante Austragungsorte bereit. Auch bei den Spielern ist der neu gewonnene Detailgrad augenällig. Aufwändig gestaltete Muskelstränge, Trikots, Gesten und die weichen Animationen sorgen dafür, dass die Action auf dem Platz sehr realitätsnah erscheint. Lediglich im direkten Umfeld der Plätze hätten wir uns ein wenig mehr Leben gewünscht.

Fette Dunks
Weniger realistisch aber dafür unterhaltsam sind die Aktionen, die letztendlich das Geschehen dominieren. Haarsträubende Dribblings, locker lässige Pässe und Dunkings, die eher an Flugakrobatik als an Basketball erinnern, sorgen für spektakuläre Spielszenen. Anders als bei EA Sports' NBA Live-Serie wird das Regelwerk auf ein Minimum beschränkt und die Schwerkraft scheinbar außer Kraft gesetzt. Das gesamte Gameplay ist dennoch stimmig und sorgt für Spielspaß und spektakuläre Aktionen auf dem Feld.

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Verkehrte Welt? Nein, eine Dunkingperformance bei NBA Street!
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Auch die Steuerung ist gut gelungen und zugleich einsteigerfreundlich. In der Offensive wird mit jeweils einer Taste gepasst und geworfen. Die zwei weiteren Fronttasten dienen dazu, die gegnerische Abwehr schwindelig zu spielen. Um ein wenig Tempo ins Spiel zu bringen, zieht ihr einfach den rechten Trigger. Die Wurftaste funktioniert je nach Spielsituation dynamisch. Steht ihr weit entfernt vom Korb, setzt der Spieler zum Sprungwurf an, während der Ball in Reichweite zum Netz wuchtig durchs Rund gedunkt wird - ein kurzer Tastendruck bewirkt einen Korbleger.

Diese Basissteuerung ist schnell erlernt, darf nach Bedarf jedoch etwas erweitert werden. Die beiden Schultertasten dienen als Modifikator, mit dem ihr Würfe, Pässe und Dribblings interessanter gestalten könnt. So lässt sich das Spielobjekt bei gedrückter Pass- und Modifikatortaste beispielsweise elegant per Knie oder Schuss zum Mitspieler bewegen. Crossover werden zudem solange fortgeführt, wie ihr die Taste gedrückt lasst. Wer einen Gegner mehrfach verlädt, heimst entsprechend viele Trickpunkte ein, die jedoch nur dann kassiert werden, wenn der Angriff letztlich auch zum Korberfolg führt.

Doppelt schön!
Gemäß gängigen Streetballregeln gibt es für Dunkings, Korbleger und Würfe aus kurzer Distanz einen Punkt. Bei Distanzwürfen jenseits der 3-Punkt-Linie werden eurem Konto immerhin zwei Punkte gutgeschrieben. Weder das Seitenaus noch lästige Regeln wie "unerlaubtes Rückspiel" behindern euch bei eurer Spielweise. Um langatmiges Zeitspiel zu verhindern, wurde das Ticken der Shot Clock glücklicherweise nicht abgeschafft.

Auf Goaltending (unerlaubtes Wegschlagen) wurde allerdings verzichtet, so dass ihr den Ball auf seiner gesamten Flugbahn vom Korb wegschlagen könnt. Dies hat zur Folge, dass Distanzwürfe nur dann sinnvoll sind, wenn zwischen Schütze und Korb kein Abwehrspieler bereit steht, was äußerst selten der Fall ist.

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Hangtime! Hier geht's nicht nur ums Punkten, sondern auch um eine gute Show!
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Um dennoch mit einem Zweipunktspiel abzuschließen, bietet NBA Street Homecourt eine interessante Alternative. Wer bei einem Dunking lange in der Luft "steht" und dabei die Wurftaste gedrückt hält, sammelt Energie, um den Ball nach dem Dunking aufzufangen und ein zweites Mal durch die Maschen zu hämmern. Das sieht nicht nur grandios aus, sondern beschert auch die doppelte Punktzahl. Die Gefahr dabei ist jedoch, dass ihr die Wurftaste im Anflug auf den Korb zu lange gedrückt lasst und den Dunking dadurch vermasselt.

Ebenfalls neu ist, dass eure Mitspieler gelegentlich in die Hocke gehen, um als menschliches Katapult zu dienen. Sobald ihr eine solche Gelegenheit erblickt, lauft ihr auf den Mitspieler zu und drückt die Wurftaste. Sofort springt der Ball führende Spieler auf den Rücken seines Mitspielers und wird von dort aus Meter hoch in die Luft geschleudert. Dies ermöglicht noch spektakulärere Kunsttücke, die mit einem fetten Dunk abgeschlossen und mit zahlreichen Trickpunkten belohnt werden.

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Die realistischen Lichteffekte sind äußerst sehenswert.
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Wie von den Vorgängern gewohnt, schaltet eine gefüllte Style-Leiste den Gamebreaker frei. Statt wie beim Vorgänger eine festgelegte Sequenz einzuleiten, seid ihr diesmal bei der Gestaltung des ultimativen Basketballthrills deutlich flexibler. Eingeleitet wird das Ganze, indem ihr zum Mittelkreis lauft und eine Tricktaste drückt. Von nun an wird der Bildschirm mit einem Blaufilter überdeckt, das Punktekonto des Gegners wird um einen Punkt erleichtert und die Show kann beginnen. Sämtliche Moves sehen ab jetzt noch spektakulärer aus, und sowohl Dunkings als auch Würfe wirken kraftvoller und effektiver. Doch Vorsicht - solltet ihr den Ball verlieren, profitiert der Gegner von eurem Gamebreaker!