Autor: Nedzad Hurabasic

In schöner Regelmäßigkeit veröffentlichen die Spielepublisher ihre neusten Sportspiele. Die Fans und potentiellen Kunden fragen sich dann zu Recht: Hat sich außer der Jahreszahl am Ende des Titels etwas geändert, das einen Kauf rechtfertigen würde?

Auch in diesem Jahr spielen wir natürlich Versuchskaninchen für euch und haben NBA Live 07 für die PS2 unter die Lupe genommen. Im Fokus der Untersuchung stehen dabei natürlich die neuen Features - und ob sie wirklich das bringen, was versprochen wird.

NBA Live 07 - NBA Live 2007 - E3 2006 Trailer

Auf der Verpackung der diesjährigen Ausgabe von NBA Live 07 prangt voller Energie der wohl beste deutsche Basketballer aller Zeiten - Dirk Nowitzki. Der Power Forward vom NBA-Vizemeister Dallas Mavericks soll als Zugpferd dienen. Macht Sinn, denn derzeit wäre wohl auch kein anderer Spieler besser geeignet. Alle anderen deutschen Nationalspieler sind international wohl eher unter "No Names" einzustufen.

Wie alle EA Sports-Spiele bringt auch NBA Live 07 eine ganze Palette von Menüpunkten und Spielmodi mit. Gucken wir uns an, was in diesem Jahr dazu gekommen ist. Als wichtigstes neues Feature wird die "Total Freestyle Control" angepriesen, eine überarbeitete Variante der "Freestyle Superstar Control" aus dem Vorjahr. Damit sollen wir die volle Kontrolle über unsere Superstars haben und ihre einzigartigen Fähigkeiten noch besser ausnutzen können. Während die Stars zuvor mehr oder weniger auf eine Rolle (3-Punkte-Würfe, High Flyer, Playmaker) festgelegt waren, lässt sich das nun je nach Situation ändern.

NBA Live 07 - Trotz verkorkster WM: NBA Live rockt auch in diesem Jahr.

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/9Bild 13/211/21
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

NBA 07 bietet acht verschiedene Superstar-Spielpositionen an, die "on the fly" abrufbar sind. Funktionieren soll das in etwa so: Ihr spielt einen überragenden Pass als Playmaker, rennt weiter und spielt eurem Superstar den Ball mit einem anderen Spieler wieder zu und versenkt das Spielgerät mit einem krachenden Superstar-Dunk. Dazwischen habt ihr natürlich auch den Modus noch schnell von Playmaker auf Dunk geändert.

Packshot zu NBA Live 07NBA Live 07Erschienen für PS3, PC, PS2, PSP und Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Aktiviert werden die speziellen Aktionen im Spiel mit L1 + rechter Stick. In der Praxis erweist sich das trotz intensiven Einzeltrainings aber als schwer beherrschbar. Der Eindruck zufälliger Aktionen verfestigt sich hingegen mit jedem weiteren Versuch. Verwirrend ist dabei die Unterscheidung zwischen Starlevel-Spieler und Superstar-Spielern. Wer zum Teufel denkt sich sowas aus? Otto-Normal-Gamer will damit nicht belästigt werden. Entweder gibts nen Superstar oder nicht. Punkt!

Da Amerika das Land der "vom Tellerwäscher zum Millionär"-Geschichten ist, darf auch ein solcher "Modus" nicht fehlen. Deshalb wurde der X-Factor eingeführt. Jeder Ballspieler kann auch ohne Star-Status Zugriff auf die Freestlye-Fähigkeiten erhalten. Das klappt aber nur, wenn er oft und gut eingesetzt wird. Ist ja auch logisch, denn nur wer hart arbeitet, hat Erfolg. Ein Icon zeigt dem Spieler an, wann der "X-Factor" aktiviert werden kann. Dann spielt auch dieser Durchschnittspieler für kurze Zeit groß auf und kann Superstar-Moves ausführen.

Was hat sich in Sachen Gameplay noch geändert? Die wichtigste Neuheit ist vielleicht die Trennung von Dunks (Pfeiltaste) und Korblegern (Rechteck) auf dem Pad. So kann der Abschluss am Brett tatsächlich besser kontrolliert werden. Zufallsaktionen unter dem Korb gehören damit der Vergangenheit an. Zudem könnt ihr nun auch verschiedene Arten von Pässen anbringen. Je nach Spielsituation und ausgewähltem Passempfänger können dabei ganz erstaunliche Kombinationen herauskommen. Sieht gut aus, im oft hektischen Spielgeschehen scheint das aber trotzdem häufig eher zufällig zu geschehen.

Sehr gewöhnungsbedürftig ist nach wie vor die mit NBA Live 06 auf der Xbox 360 eingeführte Freiwurftechnik. Anstatt den Wurf mit einer Taste auszulösen, wird nun der rechte Stick dafür verwendet. In einer gleichmäßigen Ab- und Auf-Bewegung soll die flüssige Wurftechnik simuliert und der Ball so in den Korb befördert werden. Leider gibt es dafür immer noch keinen Übungsmodus, sodass sich das richtige Gefühl für diese wichtige Spielsituation beim Basketball nicht einstellen mag. Was sich in Sachen Gameplay sehr bemerkbar macht, ist die deutlich verbesserte Abwehrarbeit der KI-gesteuerten Teams. Nicht zu unrecht wurde die Vorjahrsversion oft als "Dunkfest" beschrieben. Viel zu einfach spazierte man damals durch die Defense und "stopfte" den Ball spektakulär in den Korb. Sichtbar ist das zum einen an den verbesserten Abwehr-Animationen, aber auch die Wege zum Korb werden deutlich besser versperrt. Einfache Drehungen bringen die KI nicht mehr so einfach aus dem Konzept, teilweise kleben die Gegenspieler wie Kletten an uns. Selbst ein Nowitzki muss sich schon etwas einfallen lassen, um zum Korberfolg zu kommen. Im Vergleich zur sehr passiven KI des Vorgängers hat das Spiel hier einen großen Schritt nach vorne gemacht. Durch die vorgenommenen Anpassungen kommt es glücklicherweise auch viel seltener zu nicht verhinderbaren Fast-Break-Demütigungen. Diese hatten uns bei NBA 06 noch zur Verzweiflung gebracht.

Wer sich auf dem virtuellen Parkett austoben möchte, hat natürlich auch diesmal eine ganze Reihe verschiedener Spielmodi zur Verfügung. Einzelne Spiele, Playoffs, eine ganze Saison oder sogar der Dynasty-Modus laden zum Spielen ein. Aber auch Fans von schnellen Spielrunden kommen auf ihre Kosten: 1on1, Slam Dunk School, Allstar Weekend, ein Trainingslager (Tutorial) und so weiter und so fort.Neu am Dynasty-Modus, bei dem ihr die komplette Führung eines Klubs übernehmt, ist die Einführung eines Day-Offs. Hier müssen die Aktivitäten der Spieler gemanagt werden. Dafür könnt ihr nun auch einen Assistenten einstellen, der sich um die hochbezahlten Superstars kümmert und "in die Mannschaft reinhört". Wichtige Stimmungen im Team werden euch so näher gebracht und sollen als Entscheidungshilfe für mehr Durchblick sorgen. Schließlich spielt ein Team mit harmonierenden Spielern besser. Theoretisch jedenfalls.

Insgesamt ist die Präsentation des Spiels gut gelungen. An der Grafik lässt sich nichts aussetzen, für PS2-Verhältnisse wird eine überdurschnittliche Optik geboten, vor allem die Animationen der Spieler machen einen sehr guten Eindruck. Verbessert hat sich im Vergleich zum Vorjahr auch die Kameradarstellung, die nun deutlich ruhiger wirkt und ein authentischeres "mitten drin"-Gefühl vermittelt. Soundtechnisch lässt sich nichts kritisieren. Wie immer wurden kompetente amerikanische Sprecher verpflichtet, sogar NBA-Legende Steve Kerr glänzt mit coolen Sprüchen. Der Soundtrack, eine Mischung aus Rock und Hip-Hop, passt optimal zum sportlichen Ambiente. Durch die vorgenommenen Anpassungen kommt es glücklicherweise auch viel seltener zu nicht verhinderbaren Fast-Break-Demütigungen. Diese hatten uns bei NBA 06 noch zur Verzweiflung gebracht.

Wer sich auf dem virtuellen Parkett austoben möchte, hat natürlich auch diesmal eine ganze Reihe verschiedener Spielmodi zur Verfügung. Einzelne Spiele, Playoffs, eine ganze Saison oder sogar der Dynasty-Modus laden zum Spielen ein. Aber auch Fans von schnellen Spielrunden kommen auf ihre Kosten: 1on1, Slam Dunk School, Allstar Weekend, ein Trainingslager (Tutorial) und so weiter und so fort.Neu am Dynasty-Modus, bei dem ihr die komplette Führung eines Klubs übernehmt, ist die Einführung eines Day-Offs. Hier müssen die Aktivitäten der Spieler gemanagt werden. Dafür könnt ihr nun auch einen Assistenten einstellen, der sich um die hochbezahlten Superstars kümmert und "in die Mannschaft reinhört". Wichtige Stimmungen im Team werden euch so näher gebracht und sollen als Entscheidungshilfe für mehr Durchblick sorgen. Schließlich spielt ein Team mit harmonierenden Spielern besser. Theoretisch jedenfalls.

Insgesamt ist die Präsentation des Spiels gut gelungen. An der Grafik lässt sich nichts aussetzen, für PS2-Verhältnisse wird eine überdurschnittliche Optik geboten, vor allem die Animationen der Spieler machen einen sehr guten Eindruck. Verbessert hat sich im Vergleich zum Vorjahr auch die Kameradarstellung, die nun deutlich ruhiger wirkt und ein authentischeres "mitten drin"-Gefühl vermittelt. Soundtechnisch lässt sich nichts kritisieren. Wie immer wurden kompetente amerikanische Sprecher verpflichtet, sogar NBA-Legende Steve Kerr glänzt mit coolen Sprüchen. Der Soundtrack, eine Mischung aus Rock und Hip-Hop, passt optimal zum sportlichen Ambiente.