Naruto ist nicht nur #1 Anime in Japan und Amerika, auch bei uns läuft Masashi Kishimotos Serie trotz vieler geschnittener Szenen und mittelmäßiger Synchronisation sehr erfolgreich. Doch bisher konnten sich die passenden Videospiele außerhalb Japans nicht durchsetzen. Nun schickt sich Ubisoft an, dies zu ändern. Mit Naruto: Rise of a Ninja erscheint noch dieses Jahr das wohl umfangreichste Naruto-Spiel exklusiv auf der Xbox 360. Höchste Eisenbahn, einen näheren Blick darauf zu werfen!

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Hohe Erwartungen

Schon mit dem ersten Trailer zu Naruto: Rise of a Ninja waren Fans der Serie Feuer und Flamme. Auch auf Microsofts diesjähriger E3-Pressekonferenz und der Games Convention wurde seitens der Entwickler gezeigt, dass man hier kein halbherziges Spiel abliefern möchte. "Kann das bei einem 3rd-Party-Anime-Spiel funktionieren?", fragten sich derweil einschlägige Spielexperten. Ubisofts Antwort kam vor wenigen Tagen mit der Post: Ja, es kann.

Naruto: Rise of a Ninja - Naruto in Next-Gen: Ubisoft leitet den Aufstieg des blonden Ninjas ein.

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Naruto stiehlt die verbotene Schriftrolle.
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Rise of a Ninja erzählt die Geschichte des noch jungen Naseweiß Naruto auf seinem Weg zu einem respektierten Ninja seines Dorfes. Doch erstmal muss unser Held seinen Abschluss in der Ninja-Akademie bestehen. Und dort beginnt das Spiel - ganz am Anfang der Serie. Während diese eigentlich schon weit mehr als 200 Episoden zählt, beschränkt sich Ubisofts XBox-360-exklusiver Titel auf die ersten 80 Folgen. Für Neulinge bedeutet das einen soliden Einstieg in das "Narutiversum", für Fans kurz und gut: keine Filler!

Ein Mal das Ninja-Potpourri, bitte!

Nach einer kurzen Einführung und dem verpatzten Examen an der Ninja-Akademie erzählt uns Mizuki, ein insgeheim abtrünniger Ninja, es gäbe noch eine andere Möglichkeit, um erfolgreich zu graduieren. Mit dem Auftrag, eine geheime Schriftrolle mit verbotenen Ninjutsus zu stehlen, beginnt die erste Mission.

Einige Sprünge und Klettereinlagen auf einem Gerüst später schleichen wir uns in das Zimmer des obersten Ninjas und entwenden die Schriftrolle. Nach der Flucht in den Wald gibt sich Mizuki zu erkennen und der erste Kampf entbrennt. An dieser Stelle wird deutlich, dass es sich bei Rise of a Ninja nicht bloß um ein simples Beat 'em up handelt. Vielmehr präsentiert uns Ubisoft eine intelligente Mischung aus Rollenspiel, Jump and Run und Prügelspiel.

Packshot zu Naruto: Rise of a NinjaNaruto: Rise of a NinjaErschienen für Xbox 360 kaufen: Jetzt kaufen:

Vom Bordstein bis zur Skyline

Nach der offiziellen Ernennung zum Ninja gilt es, Narutos riesiges und frei begehbares Heimatdorf Konoha zu erkunden. Dort gibt es viele kleine Aufgaben zu erledigen, wie Essen ausliefern oder Münzen sammeln. Als Belohnung für abgeschlossene Aufträge regnet es nicht nur Geld, mit dem ihr euch Ausrüstung und Verpflegung besorgt, sondern auch Lernpunkte, mit denen ihr bei eurem Sensei neue Kombos kaufen und Ninjutsus lernen könnt.

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Konoha ist riesig und völlig frei begehbar.
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Die ersten Spielstunden verbringt man also damit, über Konohas Dächer zu sprinten und den Dorfbewohnern zu helfen, bevor es an den ersten großen Auftrag geht. Narutos Ninjateam und ihr Sensei sollen einen wohlhabenden Kunden zurück in sein Dorf eskortieren. Dabei bekommt man nicht nur die große Außenwelt um Konoha zu sehen, sondern erlernt auch neue und wichtige Fähigkeiten, wie die Chakra-Konzentration.

Von der Skyline zum Bordstein zurück

Chakra beschreibt die spirituelle und körperliche Energie eines Menschen. Ein Ninja kann diese in seinen Händen und Füßen konzentrieren, um Ninjutsu auszuführen oder große Abgründe schneller zu überwinden. Das umfasst zum Beispiel sprinten, klettern oder über Wasser laufen.

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Cliffhanger? Alltag für einen Ninja…
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Hat Naruto diese Fähigkeiten erlernt, lassen sich bisher unzugängliche Passagen entdecken. Das Ganze ist natürlich nicht so einfach wie es klingt. Um beispielsweise in den Wäldern erfolgreich von Baum zu Baum zu springen, bedarf es schneller Finger und guten Timings auf dem Gamepad. Vertippt ihr euch zu oft, gerät Naruto ins stolpern und fällt herunter. Diese "Minigames" peppen das Geschehen ordentlich auf und sorgen stellenweise für ein rasantes Spielgefühl.

Ausgeklügelt ins Gesicht

Nicht weniger rasant und wesentlich actionreicher läuft es in Rise of Ninja während der Kämpfe ab. Viele verschiedene Kombos, nutzbare Waffen, Würfe, Ausweichmanöver und Blocks sorgen für Dynamik. Besonders ausgeklügelt sind jedoch die Ninjutsus, welche erst über bestimmte Tastenkombinationen aktiviert werden müssen.

Während man den linken Trigger gedrückt hält, lassen sich mit dem rechten und linken Analog-Stick Richtungskombinationen eingeben. Dies soll die verschiedenen Handzeichen simulieren, die ein Ninja ausführen muss, um seine Technik zu "beschwören". Um dann noch die Stärke des Jutsus zu bestimmen, muss der Trigger für eine gewisse Zeit lang gedrückt gehalten werden. Da dies einige Zeit in Anspruch nimmt und sich der ausführende Ninja nicht wehren kann, hat der Gegner einen idealen Angriffspunkt. Genau deshalb müssen Jutsus sehr gut geplant werden, doch wenn sie treffen, haben sie meist verheerende Auswirkungen.

Die gewisse Knusprigkeit

Schon in der Vorabversion kann Ubisofts Lizenztitel überzeugen. Rise of Ninjas Celshading-Look passt hervorragend zum Animethema. Auch die originalgetreuen Animationen verschaffen dem Spiel einen glaubwürdigen Look, während spektakuläre Effekte den actionreichen Kampfmodus unterstreichen. Zwar könnte die Xbox 360 mehr leisten, doch Rise of a Ninja hat das gewisse Etwas, den ein solcher Titel zum Erfolg braucht.

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Von Baum zu Baum. Jump & Run Einlagen sorgen für Abwechslung.
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Lediglich die Zwischensequenzen hinterlassen einen leicht unsauberen Eindruck. Zwar ist ihr zahlreicher Einsatz sehr lobenswert, doch zu viele Schnitte lassen stellenweise gar keine Spannungskurve zu. Bemängeln sollte man das eigentlich nicht, schließlich handelt es sich hierbei um eine nordamerikanische Produktion, die der entsprechenden TV-Fassung nachempfunden ist. Fans der Originalfassung werden jedoch enttäuscht sein.

Das lässt sich übrigens auch auf die Sprachausgabe beziehen, die komplett in Englisch gehalten ist. Deutsche Untertitel schaffen Abhilfe für Englischunkundige. Ansonsten lassen die Soundeffekte keinerlei Kritik zu und auch der Einsatz des originalen Soundtracks hat uns sehr gefreut.