Die Spielevorstellungen auf dem N-Gage Event in Barcelona 2005

Neben jede Menge Zukunftsvisionen und Online-Spielen für das Gaming Handy N-Gage wurde den anwesenden Fachjournalisten auch einige ausgewählte andere Games vorgestellt. Die Höhepunkte wollen wir euch in einem Überblick vorstellen:

»Warhammer: Glory in Death« wurde mit viel Trara vorgestellt und ließ die Augen so mancher Redakteure aufblitzen. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Spiel für den N-Gage optimiert, auch wenn die vielen Funktionen sicherlich nicht für ein schnelles Spielchen zwischendurch geeignet erscheinen. Fans der Spielereihe werden aufgrund der

gelungenen Umsetzung aber keinesfalls daran vorbei kommen. Einige Experten bezeichneten dies gar als das Highlight des Jahres.

»Asphalt 2« ist die Fortsetzung eines erfolgreichen Rennspiels, das mit rasantem Gameplay glänzen und überzeugen konnte.

Das Spiel bietet Effekte, die man dem kleinen Handheld kaum zugetraut hatte und machte vor allem im Kampf Spieler gegen Spieler über Bluetooth-Verbindung Spaß, auch wenn für Präsentationszwecke scheinbar die Cheat-Codes aktiviert waren und daher die "spektakulären" Unfälle nur ansatzweise demonstriert werden konnten. Macht trotzdem viel Spaß!

»X-Men Legends 2« greift das bekannte Thema der Superhelden erneut auf, diesmal darf der Held jedoch nicht nur die guten Helden spielen, sondern darf auch in die Rolle von Magnetos Bösewichtern schlüpfen. Gemeinsam geht es gegen eine unsagbare Bedrohung. Das Gameplay war flott, schnell kann der Spieler per Knopfdruck nicht nur

zwischen den einzelnen Figuren der Gruppe auswählen und die Taktik bestimmen. Auch die Kämpfe spielten sich flüssig und erinnerten sehr an Dungeon Siege 2, wo ein Held vom Spielepublisher selbst gesteuert wird und die restlichen Gruppenmitglieder fast autark agieren. Dadurch erschienen die Fights ein wenig zu leicht zu sein, doch in der Kürze der Zeit kann dies auch getrogen haben. Hat Potenzial.

Der Favorit vieler Redakteure war ein "Nobody" mit dem Titel »Mile-High Pin Ball«. Wie dem Titel schon zu entnehmen ist, handelt es sich dabei um eine Flipper-Simulation. Die vorliegende Version hatte es aber in sich und machte enorm viel Spaß. Die Journalisten mussten teilweise von den Spielgeräten weggezerrt werden, so motivierend ist die Aufgabe, sich durch 80 (!) aufeinander folgende Screens zu arbeiten.

Dabei bietet jeder Bildschirm eine neue Aufgabenstellung und wer nicht aufpasst, macht einen Durchmarsch zurück in den "Tabellenkeller". Geiles Game!
Mit »System Rush« wurde ein weiteres Rennspiel präsentiert, dass den Spieler in einer 3D-Landschaft durch die Umgebung rasen lässt. Simples Spiel, simple Steuerung, hat aber trotzdem irgendwie Spaß gemacht. Ein Durchschnittsspiel ohne großen Firlefanz, das für die große oder kleine Pause geeignet ist. Ob es aber zu mehr motivieren kann, ist fraglich.

Mit »Payload« ging ein weiteres Rennspiel an den Start, allerdings unterschied sich das Gameplay hier doch ein wenig von der Konkurrenz. Hier geht es nicht allein darum schnell zu sein, man muss auch schneller sein als die Gegenspieler. Zunächst gilt es mithilfe von Richtungsanzeigern ein Paket zu finden, das an einem bestimmten Zielpunkt wieder abgegeben werden muss.

Findet der Gegner das Objekt der Begierde als Erster, beginnt ein Katz- und Maus-Spiel, bei dem man versuchen muss, dem anderen das Paket wieder abzujagen und selbst am Ziel abzuliefern.

Allerdings ist die Zeit begrenzt und somit steht der Spieler zusätzlich unter Stress. Zwar waren nicht alle Features ausgereift und die Steuerung machte einen hakeligen Eindruck. Eine nette Alternative zu herkömmlichen Rennern wie Asphalt 2 ist es aber allemal.

Das persönliche Highlight für mich hatte zwar eher einen stark nostalgischen Touch, aber seis drum: Atari Masterpieces Vol. II präsentiert mit Arcade-Klassikern wie Astroids, Centipede, Battlezone, Black Widow, Millipede, Missile Command, Red Baron, Lunar Lander,Super Breakout, Adventure, Surround, Chess und Yars Revenge erneut eine Reihe von altgedienten Lieblingsspielen vergangener Zeiten, zudem können angeblich noch einige weitere freigespielt werden. Diese Retro-Spiele sind aufgrund anspruchsloser Grafik und simplem Gameplay genau das Richtige für das Motto: Einschalten - Loszocken - Spaß haben!

Civ goes NGage
Ein Highlight für viele war sicher auch die Umsetzung des Aufbau-Klassikers Civilization. Als Grundlage diente die PC-Version von Civilization 2 und wurde nach Angaben von Timo Toivanen (siehe auch unser Interview )mit praktisch allen Featuren auf den N-Gage verfrachtet.

Auch wenn die Grafik passabel wirkte und das Spielgeschehen durchaus den Flair des Originals besitzt, wurde ich doch nicht so richtig warm damit. Zu umständlich ist die Steuerung trotz des Bemühens alles so simpel wie möglich zu gestalten. Für Handheld-Games sind solche Formate in meinen Augen eher ungeeignet.