Normalerweise sind wir daran gewöhnt, dass Mitarbeiter eines Unternehmens selbst dann die Qualitäten ihrer Produkte betonen, wenn diese offensichtlich die an sie gestellten Erwartungen bei weitem nicht erreichen. Anders Antti Vasara, seines Zeichens Vizepräsident von Nokia. Dieser äußerte sich kürzlich über den Nokia N-Gage, welcher ursprünglich als Konkurrenz zu Handhelds wie GBA und Konsorten vorgesehen war. Doch statt das heuseigene Gerät in den Himmel zu loben, ließ er kaum ein gutes Haar an dem Zwitter-Handheld. Das hat Gründe.

Nie gekannte Spielerlebnisse gepaart mit einem vollwertigen Handy versprach sich Nokia beim Verkaufsstart im Jahr 2003. Doch statt wir geplant in kurzer Zeit sechs Millionen Geräte zu verkaufen, gingen in den letzten drei Jahren gerade mal zwei Millionen Stück über die Theke. Daran konnte auch die verbesserte Version N-Gage QD nichts ändern.

Nokia zieht aus diesen ernüchternden Zahlen die Konsequenzen und will sich zunächst aus dem Gamingbereich zurückziehen. Frühestens 2007 wollen die Finnen wieder einsteigen, bis dahin wird es keine euen Versionen des N-Gage mehr geben, auch wenn die Produktion vorerst nicht eingestellt wird. Um den Absatz von N-Gage Spielen zu sichern, sollen diese zukünftig auf allen Series-60-Telefonen (Nokia "Smartphones") lauffähig sein. Wir sind gespannt!