Das 1995 gegründete Studio Mythic Entertainment wurde von Electronic Arts geschlossen. Zuletzt arbeitete Mythic an dem Mobile-Game Dungeon Keeper, das nur so vor Mikrotransaktionen strotzt und als großes Negativbeispiel in dem Bereich vorangeht.

Zuvor arbeitete der Entwickler an Ultima Forever: Quest for the Avatar, mit dem ebenso eine Kult-Marke durch den Dreck gezogen wurde. Laut EA will man die Entwicklung von Mobile-Spielen künftig anderen Studios übertragen und den betroffenen Mythic-Mitarbeitern entweder andere Jobs im Hause des Unternehmens anbieten oder ihnen Stellen bei anderen Entwicklern vermitteln.

Mythic Entertainment entwickelte natürlich nicht nur Spiele für Mobile-Geräte, sondern dürfte vor allem als Studio hinter dem MMORPG Warhammer Online: Age of Reckoning bekannt sein. Auch sorgte das Studio für Spiele wie Dark Age of Camelot, Darkness Falls und Rolemaster: Magestorm.

Gekauft wurde Mythic von Electronic Arts 2006 und musste in der Zeit mehrere Namensänderungen über sich ergehen lassen. Erst wurde Mythic in EA Mythic umbenannt, zwei Jahre später in Mythic Entertainment, 2010 wurde daraus BioWare Mythic und 2012 dann ging es zurück zu Mythic. Zur Gründung hieß das Studio übrigens Interworld Productions.

Wie viele Mitarbeiter genau betroffen sind, dazu äußerte sich EA noch nicht. Mythic arbeitete übrigens an der Erhaltung von Ultima Online, nachdem EA das Originalteam schloss - inzwischen kümmert sich Broadsword Online Games darum.