Seit fast acht Jahren erfreut die Lebenssimulation "Die Sims" mitsamt zahlreichen Addons und einem zweiten Teil PC-Spieler dieser Welt. Die Serie ist das erfolgreichste PC-Franchise überhaupt, da sie Männer und Frauen gleichermaßen fasziniert - kein Wunder, dass EA nun versucht, auch Handhelds und Konsolen mit den Sims zu bestücken. Bei MySims für den Nintendo DS erwartet euch allerdings ein stark vereinfachtes und modifiziertes Spielkonzept, dessen Spielspaßpotenzial für erfahrene Spieler durchaus fraglich ist...

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Depressive Einwohner
Das Spiel beginnt ähnlich wie beim großen PC-Vorbild: Zunächst kreiert ihr euch einen Sim, der nachfolgend zum Protagonisten des Spiels wird. Die Optionen beim Erstellen des Charakters sind jedoch sehr begrenzt. So wählt ihr lediglich das Geschlecht, die Frisur, Haar- und Augenfarbe, Augenform und ein paar Accessoires. Anschließend dürft ihr dem Kind noch einen Namen geben und schon geht's los.

My Sims - Stadtgründung für Kids: Die quietschbunte Simulation überzeugt dennoch nur in Ansätzen.

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Die grafische Darstellung passt gut zum Gameplay.
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Als Neubürger einer Stadt, deren Namen ihr ebenfalls selbst wählen könnt, gibt es so einiges zu tun. Eine Audienz bei der Bürgermeisterin enthüllt, dass es sich um ein trostloses und herunter gewirtschaftetes Gebiet handelt, in dem nahezu alle Bürger mit Langeweile und Depressionen zu kämpfen haben. Auch der hiesige Einzelhandel leidet unter dem ausbleibenden Tourismus. Glücklicherweise bringt ihr nun frischend Wind in dieses Kaff und sorgt dafür, dass sich die Lebensqualität auf diesem Fleckchen Erde verbessert.

Um das zu erreichen, müsst ihr zunächst mal mit einigen der Bürger sprechen und ein paar erste Aufgaben erfüllen. Da viele der Bürger mit den Nerven komplett zu Fuß sind, müsst ihr zunächst einmal ihr Vertrauen gewinnen. So könnt ihr, ähnlich wie beim PC-"Sims", aus verschiedenen Konversationsicons wählen, mit denen ihr beispielsweise zuhört, scherzt, aufmuntert und vieles mehr. Im Rahmen eines Zeitlimits gilt es somit, den Stimmungsbalken des Gesprächspartners zu füllen. Gelingt euch das, winkt meistens eine Aufgabe oder die Person rückt eine wertvolle Information heraus.

Tagezeiten und Wohnungsgestaltung
Jeder Tag bei "MySims" ist in vier Zeiten eingeteilt. Je nachdem, ob ihr morgens, nachmittags, abends oder nachts unterwegs seid, trefft ihr unterschiedliche Personen und könnt unterschiedliche Aktionen ausführen. So fahren Busse und Fähren, die euch zu anderen Sektionen befördern, beispielsweise nur tagsüber und die Einkaufsläden haben nachts geschlossen. Der obere Bildschirm stellt wahlweise eine Landkarte oder eine kreisrunde Grafik dar, auf der die Zeitzonen und die aktuelle Tagezeit markiert sind.

My Sims - Stadtgründung für Kids: Die quietschbunte Simulation überzeugt dennoch nur in Ansätzen.

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Mit Hilfe des Kleiderschranks könnt ihr euer Outfit jederzeit anpassen.
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Zu Beginn des Spiels bekommt ihr ein leer stehendes Haus zugewiesen, das lediglich ein großes Zimmer bietet und fortan euer Wohnsitz ist. Zu Beginn platziert ihr ein Bett, einen Kleiderschrank und eine Kommode - alles lässt sich nach Belieben drehen und frei im Haus verschieben. Wählt ihr später den Kleiderschrank aus, dürft ihr euren Sim beliebig umgestalten.

Hier kommt erneut der wenig umfangreiche Editor zum Einsatz, der alle Optionen bietet, die ihr auch bei der Charaktererstellung hattet. Die Kommode dient dagegen als Ablagefach - da euer Sim nur eine begrenzte Anzahl von Objekten mit sich herum tragen kann, dürft ihr alles andere in der Kommode auslagern.

Mehr Tourismus dank grünem Daumen
Im Laufe des Spiels sorgt ihr dafür, dass die Stadt zunehmend attraktiver wird. Durch banale Aktionen wie dem Bepflanzen von Blumenbeeten verschönert ihr das Erscheinungsbild und lockt somit Touristen in die Stadt. Mit zunehmender Touristenzahl schaltet ihr neue Stadtgebiete und Attraktionen frei, die als Minispiele für Abwechslung sorgen. Leider ist keines dieser Minispiele interessant genug, um euch langfristig bei Laune zu halten. Obwohl die Steuerung grundsätzlich gut gelungen ist und wahlweise per Knopfdruck oder Touchpen erfolgt, fehlt es sowohl dem Basisspiel als auch den Minigames an Substanz.

My Sims - Stadtgründung für Kids: Die quietschbunte Simulation überzeugt dennoch nur in Ansätzen.

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Viele verschiedene Orte sorgen für Abwechslung.
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Je attraktiver die Stadt wird, desto mehr Shops öffnen ihre Pforten. Zu Beginn zählen der Blumenladen und der Kleidungs-Shop zu den Highlights - später eröffnet sogar ein Casino. In allen Läden dürft ihr nach Belieben shoppen gehen. So lässt sich euer Outfit verändern, das Eigenheim einrichten und vieles mehr. Später dürft ihr sogar eigene Muster für Bodenpanelen und Kleidungsstücke entwerfen, die ihr per Drahtlosverbindung mit anderen Spielern austauschen könnt.

Um die nötigen Simoleons zu verdienen, spielt ihr eines der Minigames, bei dem ihr euch beispielsweise als Angler die Zeit vertreibt. Auch das Erfüllen von Aufgaben, die euch von Mitbürgern oder Touristen aufgetragen werden, bringt häufig eine beachtliche Summe der unkonventionellen Währung ein.