Muramasa - The Demon Blade – Test

Wii

Neuer Genrekönig: Das beste Hack'n'Slay auf Wii

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von Thomas Goik, 12. November 2009 09:30 Uhr

Fest für die Sinne

An einigen Stellen im Spiel begegnen wir kleinen Äffchen, die uns zu heißen Quellen führen. Dort regeneriert sich unser Leben, außerdem ist dies der einzige Ort, an dem sich die beiden Hauptcharaktere treffen können. Meist sind wir dort jedoch allein und das dürfte vor allem Momohime ganz recht sein, wird sie während dieser "Erholungsphasen" doch nur von einem Handtuch verdeckt.

Aus grafischer Sicht hält uns nichts davon ab, Muramasa ein Meisterwerk zu nennen. Das Hack'n'Slay zeigt im Alleingang, wie man auf der Wii eine atemberaubende Optik schaffen kann, ganz ohne die dritte Dimension oder einem Riesen-Budget. Die vielschichtigen und liebevoll animierten Hintergründe wirken lebendig, egal ob Fliederblüten-Gärten, idyllische Bauernfelder oder eisige Schneelandschaften – alles wirkt wie ein zum Leben erwachtes Gemälde. Den Charakteren wurde die gleiche Detailverliebtheit zu Teil, jede Figur strahlt Persönlichkeit aus und vor allem die Oberfieslinge wirken schlicht gewaltig.

Screenshot zu: Neuer Genrekönig: Das beste Hack'n'Slay auf WiiDie detailverliebten Hintergründe sind abwechslungsreich und eine wahre Augenweide.

Musikalisch bewegt sich Vanillawares Schnetzel-Action auf ähnlichem Niveau und bietet einen Mix aus ruhigen und bedrohlichen asiatischen Klängen, der die gelungene Atmosphäre des Spiels unterstreicht. Auf englische oder gar deutsche Sprachausgabe wurde komplett verzichtet, das gesprochene Wort ist ausschließlich japanisch. Ob das nun der Atmosphäre förderlich ist oder vom Geschehen ablenkt sei jedem selbst überlassen. Die deutsche Übersetzung in den Untertiteln ist gelungen, lediglich einige Monsternamen verleiten zum Schmunzeln – vor "Wolligen Augäpfeln" können wir einfach keine Angst haben.