Muramasa - The Demon Blade – Test

Wii

Neuer Genrekönig: Das beste Hack'n'Slay auf Wii

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von Thomas Goik, 12. November 2009 09:30 Uhr

Große Welt: Freud und Leid

Muramasa ist nicht in gewöhnliche Level unterteilt, sondern bietet eine zusammenhängende Welt, die mit ihrem labyrinthartigen Aufbau an den Klassiker Metroid erinnert. Verlaufen werdet ihr euch trotzdem nicht, zeigt doch ein Pfeil stets die Richtung eures nächsten Ziels an. Am Ende eines jeden Gebiets wartet ein großer Bossgegner auf uns, der besondere Achtsamkeit und spezielle Taktiken fordert. Im Kampf gegen einen Donnergott müssen wir beispielsweise Blitzen ausweichen und gleichzeitig den meist schwebenden Feind in der Luft angreifen.

Ein Gefecht gegen solch einen Brocken kann sich über mehrere Minuten strecken und ist vor allem auf dem zweiten Schwierigkeitsgrad ein wahrer Nervenkitzel. Haben wir das jeweilige Ungetüm besiegt, erhalten wir ein neues Muramasa, also eine neue Klinge. Mit diesen speziellen Schwertern können wir verschieden farbige Barrieren in der Welt zerstören, die uns zuvor den Weg versperrt haben.

Abseits von Storykämpfen lädt die riesige Welt zum Erkunden ein, überall sind Schätze versteckt oder Monsterhöhlen platziert. Diese speziellen Areale sind zunächst ebenfalls durch ein Siegel geschützt, außerdem warnt uns das Spiel vor den Gefahren, die in solch einem Gebiet lauern – der empfohlene Level für die Herausforderung wird uns gleich mit angezeigt. In diesen Höhlen treten wir dann etwa gegen 100 Ninjas in Folge an, werden aber auch entsprechend belohnt.

Die schiere Größe der Spielwelt hat aber nicht nur Vorteile, denn nachdem wir ein Gebiet gemeistert, also den hiesigen Oberfiesling erledigt haben, müssen wir den gesamten Weg, den wir gerade freigekämpft haben, zurücklaufen um zum nächsten Ort zu gelangen. Fünf Minuten lang stur in eine Richtung rennen unterbricht nicht nur das sonst so rasante Gameplay, es ist auch schlicht langweilig und hätte einfach vermieden werden können. So zieht es das Spiel nur unnötig in die Länge.

Screenshot zu: Neuer Genrekönig: Das beste Hack'n'Slay auf WiiDie Bedrohungen in Muramasa können enorme Ausmaße annehmen.

Nicht nur das Backtracking dient als Ruhepause zwischen den actionreichen Gefechten, auch der Besuch im ein oder anderen Dorf oder einer heißen Quelle lädt zum Zurücklehnen ein. In den Siedlungen können wir mit den Bewohnern reden und Handel betreiben, etwa Nahrung kaufen, die im Kampf unser Leben wieder auffüllt, oder wir tauschen unsere Münzen gegen Rezepte und kochen unseren Proviant gleich selbst. Zwischen den Kämpfen können wir Reisbällchen oder Suppen zubereiten, die neben dem bereits erwähnten Heileffekt unseren Charakter für kurze Zeit sättigen und somit Statusboni verschaffen.