Zu Beginn stellt uns das Spiel vor zwei Entscheidungen. Nummer 1: Welchen Charakter wählen wir? Momohime, eine Prinzessin, die vom Geist eines Schwertkämpfers besessen ist, oder Kisuke, einen Ninja, der sein Gedächtnis verloren hat? Beide folgen einer anderen Geschichte, treffen auf unterschiedliche Charaktere und bekämpfen individuelle Bossgegner - lediglich die Welt, die sie bereisen, ist dieselbe, nur beginnt Momohime im Osten des Landes, Kisuke im Westen.
Nummer 2: An welchen Schwierigkeitsgrad wagen wir uns? Zur Auswahl stehen Muso und Shura, leicht und schwer. Während wir mit ersterem mühelos durch Gegnerhorden metzeln und so das hervorragende Kampfsystem erlernen, fordert zweiterer selbst nach einem kompletten Durchgang noch all unser Können. Shigurui, die dritte Schwierigkeitsstufe, wird erst nach einmaligem Durchspielen in Shura freigeschaltet und ist für die ganz Hartgesottenen, denn dort hat unser Charakter nur einen Lebenspunkt.
Momohime in Aktion: Die Samurais haben keine Chance.Wir entscheiden uns zunächst für Momohime und den einfachen Modus, anschließend erklärt uns ein kurzes Tutorial die Kampfmechaniken. Herausstellungsmerkmal von Muramasa sind die namensgebenden Schwerter, von denen wir stets drei bei uns tragen. Die Schwerter unterteilen sich in lange und kurze Klingen, also langsame, aber kraftvolle Schläge oder agile, aber leichte Schnitte. Außerdem sind jeder Klinge ein Angriffswert, diverse Statboni und eine Spezialattacke zugewiesen, so dass wir je nach Situation unser Repertoire anpassen müssen. Spezialmanöver und das Blocken von Angriffen entzieht unseren Dämonenklingen Seelenenergie. Ist diese verbraucht, zerbricht das Schwert und ist für kurze Zeit nutzlos. Lassen wir es jedoch lang genug in seiner Scheide, regeneriert sich die Waffe. Somit ist der taktische Wechsel zwischen den Klingen nicht nur ratsam, sondern notwendig.
Muramasa bezeichnet sich als Action-Rollenspiel, wobei sich das "Rollenspiel" auf zwei Statuswerte, rudimentären Levelaufstieg und das Schmieden begrenzt. Nach jedem gewonnenen Kampf erhalten wir Erfahrungspunkte, beim Levelaufstieg steigt unsere Stärke und Vitalität. Diese zwei Attribute stellen die Voraussetzungen für geschmiedete Klingen dar. Im Wesentlichen gleicht das Schmiede-System dem Talentbaum üblicher Rollenspiele, mit steigendem Level können wir tiefer in den Baum eindringen und so mächtigere Waffen freischalten. Der Clou: Die Talentbäume von Momohime und Kisuke treffen sich in der Mitte, manche Klingen sind also nur dann freischaltbar, wenn wir beide Charaktere gespielt haben.
Die Steuerung geht leicht von der Hand, schnell lösen wir spektakuläre Angriffe aus.Aber genug des Drumherums, wie spielt sich denn nun das Kampfsystem, schließlich ist es das Kernstück von Muramasa? Die Antwort: Fantastisch! Nach kurzer Eingewöhnungsphase geht die Steuerung leicht von der Hand, präzise führen wir spektakuläre Schwertschwünge und vernichtende Spezialattacken aus und vernichten so im Nu ganze Heerscharen von Feinden. Die Steuerung ist denkbar einfach und verzichtet auf jegliches Rumgefuchtel mit der Wiimote, sogar Gamecube- und Classic-Controller werden unterstützt. Merkwürdig ist jedoch, dass das Springen nicht auf eine Extra-Taste gelegt wurde, sondern mit dem Analog-Stick ausgelöst werden muss.
von Rising Star Games, VanillawareGenre: Action AdventureWii: 13.11.2009Offizielle WebseiteFreigegeben ab 12 Jahren
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