Der iOS-Hit Monument Valley, der auch auf Android-Geräten ein echter Erfolg ist, bekam die neue Erweiterung Forgotten Shores.

Mit dieser wird der Titel um zusätzliche Level erweitert und quasi auf das Doppelte aufgebläht, die Android-Fassung folgt demnächst. Mehr als ein halbes Jahr wurde an Forgotten Shores gearbeitet.

Nun ist es so, dass die Erweiterung nicht kostenlos angeboten wird, sondern für 1,79 Euro zusätzlich. Das Hauptprogramm kostet 3,59 Euro, so dass man am Ende bei insgesamt 5,38 Euro landet. Für ein Spiel wie Monument Valley nicht zu viel.

Doch gerade weil Entwickler ustwo Geld für die Erweiterung verlangt, zeigen sich zahlreiche Spieler verärgert darüber. Manche Nutzer, die zuvor noch fünf Sterne in den Rezensionen vergeben haben, verpassen dem Spiel plötzlich zwei oder nur ein Stern.

Die Macher sind betrübt darüber, wie ein Tweet zeigt: "Seems quite a few people have gone back and 1 star reviewed Monument Valley upon update because the expansion was paid. This makes us sad."

Also werde man – ironisch ausgedrückt - kein Premium-Spiel mehr anbieten, sondern nächstes Mal 500 virtuelle Münzen für 2 Dollar verkaufen. Denn das scheint in der Community ja anzukommen.

Man merkt also, dass einige Nutzer offenbar keinen Wert in Apps sehen bzw. in Inhalten, an denen ein halbes Jahr gearbeitet wurde und die ein Spiel um das Doppelte erweitern. Vielmehr wird immer mehr erwartet, dass eine App 89 Cent kostet oder gar kostenlos angeboten wird.

Neil McFarland von ustwo ist da ganz ähnlicher Ansicht und meint, dass das heutige Umfeld die Leute dazu gebracht habe, viele Inhalte für wenig Geld oder eben kostenlose Apps zu erwarten. Er glaubt, dass man sich momentan in einer neuen Periode der Neuausrichtung des Marktes befinde – ganz in dem Sog des Erfolges von Free2Play.

Man selbst aber glaubt, in die genaue Gegenrichtung vorstoßen zu müssen: Apps für einen "Premium-Preis" zu verkaufen, statt für 89 Cent.

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