"Dr. Stein grows funny creatures, let's them run into the night!" Dieser kurze Textausschnitt aus Helloweens Klassiker "Dr. Stein" verdeutlicht sehr gut, worum es in Monster Lab geht: Ihr bastelt euch eure eigenen Frankenstein-Kreaturen, schickt diese aus in eine düster-abgefahrene Comic-Umwelt und lasst sie gegen andere Monster antreten - um weitere Teile für eure Bastelstunden zu sammeln.

Das klingt nicht nur simpel, das ist es auch. Was das Spiel auf der Wii sonst noch zu bieten hat, haben wir im Laufe unzähliger Experimente und Laborversuche für euch herausgefunden.

Monster Lab - Teaser - Trailer

Die Aberwitzliga

Es könnte ein Schloss mitten in Transsilvanien oder einem anderen gottverlassenen Nest sein. Jedenfalls hat es euch in die Fänge eines gewissen Professor Unsicher verschlagen, ins Hauptquartier der Aberwitzliga. Nein, das ist kein schlechter Scherz und auch kein Wortspiel, das ist die Hintergrundgeschichte von Monster Lab, bei dem ihr ein Mitglied dieses elitären, aber durchgeknallten Wissenschaftsklubs werdet.

Monster Lab - Frankensteins Monster gegen die Addams Family

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Wir schweißen uns unsere Kreatur zusammen...
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Die ungeheure Macht, die mit der Erschaffung eigener Geschöpfe verbunden ist, stieg einem der bastelwütigen Profs zu Kopf und machte einen Bösewicht aus ihm. Natürlich tretet ihr nun an, um die Welt vor weiterem Ungemach zu retten und den fiesen Frankenstein-Abklatsch auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Da dieser jedoch schon über eine kleine selbst gezüchtete Armee fieser Kreaturen kommandiert, müsst ihr zunächst die ersten Design-Klippen bei eigenen Experimenten umschiffen.

Das Spielprinzip von Monster Lab ist eigentlich denkbar einfach. Aus Schrottteilen baut ihr euch eigene Kreaturen zusammen und schickt diese auf kleinere Quests. Dabei begegnen die Geschöpfe feindlichen Monstern, und im Erfolgsfall bleibt immer das eine oder andere neue Teil für euch im Gepäck. Auf diese Weise baut ihr weitere Wesen oder unterzieht euren aktuellen Kämpfern ein frisches Upgrade. Im Kern dreht sich also alles um das Sammeln von neuen Teilen und das Experimentieren im Labor, wobei später quasi Millionen von Kombinationsmöglichkeiten bestehen, und den rundenbasierten 1vs1-Fights.

Packshot zu Monster LabMonster LabErschienen für DS, Wii und PS2 kaufen: Jetzt kaufen:

Drei Disziplinen

Im Schloss stehen insgesamt drei Laboratorien für eure Bastelversuche bereit, wobei man zunächst einfache Kreaturen in der Werkstatt zusammenschweißt. Im weiteren Spielverlauf schaltet man jedoch auch die Biologie- und Alchemiedisziplinen frei und erweitert damit die Variationsmöglichkeiten und zugleich auch die Fertigkeiten der erschaffenen Kreaturen.

Der Bastel-Spaß hält leider nur kurze Zeit an.Fazit lesen

Jedes Wesen besteht dabei aus Beinen, Armen, Kopf und Torso, und für jeden dieser Bereiche gibt es unterschiedliche Teile, mit denen man herumfuhrwerken kann. Das Zusammenstellen aller Komponenten wird durch das eine oder andere Minispiel begleitet. Beispielsweise schweißt man einzelne Körperteile in der Werkstatt zusammen, was sich mithilfe der Wiimote noch recht gut bewerkstelligen lässt. Andere Minigames arten später jedoch eher in Frustration denn in Spielspaß aus, weil das Handling einfach misslungen ist.

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Rock n Roll im Kreaturenbaukasten.
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Ein ähnlich durchwachsenes Bild gestaltet sich in den Kämpfen mit anderen Monstern. Ihr schickt eure Kreaturen auf linearen Pfaden auf neue Quests, wo sie immer wieder feindlichen Wesen begegnen. Diese Auseinandersetzungen unterliegen einem rundenbasierten Schema, außerdem treffen immer nur zwei Geschöpfe gleichzeitig im Duell aufeinander. Der Ablauf ist eher simpel gestaltet. Jedem der vier Körperareale sind jeweils zwei Angriffs- oder Abwehraktionen zugeordnet, mit denen man entsprechende Ziele beim Gegner attackiert und eine bestimmte Schadenssumme erzielt.

Man kann dabei entweder alle Teile zerstören und/oder sich auf den Torso konzentrieren. Spätestens mit der Zerstörung des Torsos oder aller anderen Teile endet jeder Kampf. Jeder Kreatur steht dafür allerdings nur ein bestimmtes Maß an Energie zur Verfügung, alle Angriffe konsumieren einen gewissen Teil dieses Vorrats.

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Auf der anderen Seite initiiert ihr auf Wunsch auch Aktionen, die einen Teil der Energie wiederherstellen, beispielsweise Ausweich- oder Abwehrmanöver. Auf diese Weise erhalten die 1vs1-Fights auch eine geringe taktische Komponente, die durchaus den Ausgang bestimmt. Letztlich fiel es in der Regel nicht allzu schwer, als Gewinner aus den Konfrontationen hervorzugehen und als Belohnung neue Monsterteile einzusacken. Reparaturen vorzunehmen, ohne die Kreaturen wieder nach Hause zu beordern, funktioniert nur via Feldreparatur im Anschluss an die Kämpfe. Auch hier absolviert ihr ein kleines Minispiel, das jedoch absolut anspruchslos gestaltet wurde.

Monster Lab - Frankensteins Monster gegen die Addams Family

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In 1vs1-Duellen kämpfen wir gegen die Kreaturen fieser Wissenschaftler.
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Insgesamt entsteht aus dieser Kombination von rundenbasierten Kämpfen und Monstererschaffung nicht nur ein ziemlich repetitiver Spielablauf, es wird auch alles sehr schnell monoton. Die Minigames wiederholen sich ständig und machen auch nur leidlich guten Gebrauch von der Wiimote-Steuerung, die mehr als einmal krampfhaft aufgesetzt wirkt, unterm Strich aber durchaus solide funktioniert.

Glücklicherweise macht die abgefahren-verrückte Comicgrafik einiges wieder wett und auch die in diesem Stil gehaltenen Zwischensequenzen sind amüsant und sorgen für genug Kurzweil, um euch eine ganze Weile bei Stange zu halten. Dabei trefft ihr immer wieder auf neue und unterhaltsame Charaktere, die euch mit neuen Quests versorgen, die dann wieder in Kämpfen gegen andere Monster resultieren. Leider wird das Geschehen durch häufige Ladebildschirme unterbrochen, worunter auch der Spielfluss immer wieder gehörig leidet.

Monster Lab - Frankensteins Monster gegen die Addams Family

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Der einfallsreiche Comic-Look ist eins der Highlights von Monster Lab.
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Monster Lab bringt allerdings auch einen Online-Modus mit, was man (leider) immer noch von den wenigsten Wii-Games behaupten kann. Dabei tretet ihr online gegen die Kreaturen anderer Spieler an, wobei vor allem das Design ihrer Monster für den einen oder anderen Hingucker sorgt. Neue Teile könnt ihr euch übrigens auch noch besorgen, nachdem ihr den Hauptmodus durchgespielt habt, das Spiel ist danach nicht beendet.