Monster Hunter hat eine teils schwierige Historie im Westen: Hier gelten Spiele für Handhelds wie die PSP oder den 3DS oft als Kinderspiele. Sie seien nicht ernstnehmbar für den erwachsenen Gamer heißt es. Aufgrund dieser stereotypischen Ansichten hatte auch Monster Hunter schon immer Probleme, den Erfolg aus Japan hierher zu übertragen – steht Monster Hunter in Japan doch für Millionen an verkauften Einheiten, als Systemseller sogar. Doch keine Bange: Wenn Monster Hunter World als fertiges Spiel so gut wird, wie die auf der Gamescom anspielbare Demoversion, dann erwartet uns hier ein Spiel für alle Zocker – auch die, die vorher noch nie Monster Hunter gespielt haben.

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Der offensichtlichste Unterschied zu den letzten Monster Hunter-Teilen, die für den 3DS erschienen, ist die grafische Komponente: Auch wenn nicht jede Textur aussieht, als sei sie eigens für die PS4 designed worden, schaut das Spiel dennoch deutlich besser aus als seine Vorgänger.

Monster Hunter World - Ein Meisterwerk auch für Mainstream-Zocker

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Monster Hunter World sieht auf der PS4 fantastisch aus!
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Besonders die Weitsicht der Gebiete ist beeindruckend, auch die Partikel-Effekte wirken zauberhaft. Die große Ausschau auf die verschiedenen Zonen ist auch ein nicht zu unterschätzender Gameplay-Faktor, denn zum allerersten Mal in der Geschichte des Franchises sind die einzelnen Zonen eines Gebietes nicht mehr durch Ladezeiten voneinander getrennt. Endlich! Denn auch wenn man sich als Fan der Reihe schon lange daran gewöhnt hat, schreckt es Neueinsteiger gerne mal ab, wenn man in einer vierzigminüten Mission zwölf kurze Ladezeiten durchleben muss.

Monster Hunter World - Ein Meisterwerk auch für Mainstream-Zocker

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Vorsicht: bissig!
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Diese Änderung ist zwar absolut willkommen, doch am Ende des Tages ändert sich dadurch am eigentlichen Gameplay gar nichts. Anders sieht es bei dem neuesten Feature aus: In Monster Hunter World kann euer Jäger Spuren lesen und dadurch eine Fährte aufnehmen.

Diese Fährte wird mit einer Art Glühwürmchen markiert, die euch stets den Weg zum nächsten Fußabdruck zeigen. Auch die wie immer wichtigen Materialien für Waffen und Tränke werden hierdurch gekennzeichnet. Sobald ihr genug Spuren gesammelt habt, weisen euch die Glühwürmchen den Weg in Richtung Monster; falls dieses sich entscheiden sollte abzuhauen, verliert ihr glücklicherweise nicht dessen Fährte. Die Zeiten in denen ihr erst einen Farbball auf euer Ziel werfen musstet, sind also glücklicherweise passé.

Jäger, ick hör dir trapsen

Ansonsten bleibt Monster Hunter World der alten Formel treu: Neue Waffen wurden uns keine präsentiert, stattdessen wird es wie immer ein paar neue Ungetümer zu erlegen geben. Weiterhin gilt: Wer keine Lust hat, mindestens 30 Minuten lang ein einziges Monster zu malträtieren, der wird auch mit Monster Hunter World nicht warm werden.

Dafür baut der neueste Ableger auf der in sich geschlossenen Natur der Vorgänger auf! So könnte es vorkommen, dass während eurer Mission ein weiteres Bossmonster erscheint, welches sein Revier markieren möchte oder sich von eurem erbitterten Kampf gestört fühlt. In diesen Fällen müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr die beiden Ungeheuer gegeneinander ausspielt, oder es mit zwei Monstern auf einmal aufnehmen wollt. Durch dichtere Wälder und höheres Gras ist es euch nun außerdem möglich, euch deutlich besser an eure Feinde heranzuschleichten.