Exklusiv für Wii: Monster Hunter Tri. In dem japanischen Game von Capcom (aber bei uns vertrieben von Nintendo) legt ihr euch als tapferer Jäger ausgestattet mit riesigen Waffen mit den unterschiedlichsten Monstern in allen Größen- und Gewichtsklassen an.

Das Spiel verspricht tagelange Unterhaltung, Multiplayer-Action, einen Online-Koop-Modus und das alles mit einer bombastischen Grafik. Bei einer exklusiven Präsentation in Hamburg wurde die europäische Version von den Machern vorab vorgestellt!

Monster Hunter Tri - GC 2009 Trailer

Wieso Wii? Monster Hunter ist bei uns ja bislang hauptsächlich als Titel für die PSP bekannt, und bei der Umsetzung der Serie auf eine große Konsole würde man mit einem Titel für Core-Spieler rechnen – und nicht an den typischen Nintendo Wii-Gelegenheitszocker denken. Gerüchten zufolge war das Spiel auch zunächst für die Playstation 3 geplant, hat sich in der Entwicklung dann aber als zu teuer erwiesen und wurde kurzerhand zu einem Wii-exklusiven Titel umgebaut. Den Spielern ist das egal – in Japan ist das Game schon eine Weile äußerst erfolgreich unterwegs. Nun erscheint es auch bei uns – in gehörig aufgepimpter Version.

Monster Hunter Tri - Ungeheuerlich: Ein Monster von einem Spiel

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Monster Hunter Tri: Hoffnung für Core-Spieler auf Wii?
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Der Titel zeigt, dass auch Core-Gamer ihre Wii nicht vollständig einmotten müssen. Was Monster Hunter Tri da auf den Bildschirm der Nintendo-Konsole zaubert, ist wirklich spektakulär. Gut, die Landschaften hauen einen nicht vom Hocker, aber die vielen unterschiedlichen Monster in allen möglichen Größen- und Gewichtsklassen bewegen sich mit (für Wii-Verhältnisse) atemberaubend schönen Animationen und lassen dabei eine breite Palette toll anzuschauender Attacken los.

Auch die komplett nach eigenen Wünschen ausstaffierbaren Helden, ihre unterschiedlichen Bewaffnungen und damit einhergehenden Angriffe müssen keinen Vergleich scheuen. Wer hätte gedacht, dass dies in der Wii steckt – die Präsentation ist absolute Spitzenklasse.

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Für Wii-Verhältnisse ist die Steuerung ungewohnt komplex.
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Die Steuerung hingegen ist für Wii-Verhältnisse komplex und etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar kann man zu Wii Remote und Nunchuk greifen, besser eignet sich aber der Classic Controller PRO, der an die Wii Remote angestöpselt wird und ein waschechtes Game-Pad inklusive Schultertasten ist – und in schwarzer Ausführung im Bundle mit Monster Hunter Tri ausgeliefert werden wird.

Mega-Action auf der Wii – mit Monster Hunter Tri.Ausblick lesen

So oder so kann es aber gerade bei Einsteigern zu Frustmomenten kommen, da die Steuerung vor allem auf dem richtigen Timing basiert – wenn man also beispielsweise zum langsamen Schlag mit der Mega-Axt ansetzt, führt der Held den Angriff anstandslos genau wie befohlen aus – auch, wenn das Monster schon längst weitergehüpft ist und ihm in der Zwischenzeit von hinten an den Fersen nagt.

Ene, mene Monster-Mash

Der Spieler übernimmt die Rolle eines Jägers, der dem verschiedensten Viechzeug auf die Pelle rückt. Jäger und Monster bilden dabei so etwas wie ein Öko-System. Es gibt die großen Monster, die kleinere fressen, welche wiederum in Rudeln jagen. Die verschiedenen Kreaturen interagieren dabei miteinander – wenn beispielsweise die Schwingen eines mächtigen, drachenähnlichen Rathians ihren Schatten auf den Boden werfen, nimmt das kleinere Viehzeug schnell Reißaus – auf eine Konfrontation mit einem der dicken Dinger haben sie keine Lust.

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Schicke Monster, große Waffen - so muss es sein!
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Anders vielleicht der Jäger, dem noch ein Rathian-Schädel als Trophäe fehlt. Wenn er es schafft, den Rathian eine Weile in einen Kampf zu verwickeln, sinkt auch dessen Ausdauer, die Attacken werden schwächer und die gefürchteten Feuerbälle versagen schon mal komplett ihren Dienst. Dann dreht der Rathian ab, sucht sich eine friedlich grasende Herde anderer Monster, schlägt eines davon, verspeist es und tankt so seine Stamina wieder auf.

Das sind nur Beispiele dafür, dass die Entwickler sich große Mühe gegeben haben, nicht den Spieler zum Mittelpunkt zu erheben, sondern ihn zum Teil einer lebendigen Welt zu machen. Dazu gehört auch, dass sie sich viel einfallen ließen was Aussehen, Verhalten und Kampfeigenschaften der Monster angeht. So gibt es zum Beispiel den riesigen, an einen Flugsaurier erinnernden Qurupeco, der im direkten Kampf eine ziemliche Wurst ist, aber die Rufe anderer Spezies nachahmen kann – und so plötzlich beispielsweise einen Rathian zur Unterstützung in den Kampf holt. Oops! Wenn man Erfolg haben will, sollte man sich also die verschiedenen Monster genau anschauen und ihr Verhalten beobachten – so erhält man Hinweise für die Jagd und kann Schwachstellen beim Viehzeug entdecken.

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Selbst unter Wasser geht es den Viechern an den Kragen.
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Überall geht’s den Monstern an den Kragen: In einer feurigen Vulkanlandschaft, im ewigen Eis, auf grünen Wiesen, in der Wüste, in Höhlen und erstmals auch unter Wasser! Als Belohnung für das Verhauen der unterschiedlichsten Monster warten Hunderte verschiedener Gegenstände und Waffen.

Letztere sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, die sich grundlegend unterscheiden: So gibt es beispielsweise die Schwert- und Schild-Kombinationen, mit denen man zwar schnell, aber recht schwach angreifen kann. Die Lanze hat eine hohe Verteidigung und erlaubt mächtige Sturmangriffe, die riesigen Schwerter sind langsam, haben dafür aber den nötigen Wumms. Dann gibt es noch Hammer, Langschwerter, Bogenkanonen für den Fernkampf und die Switchaxes, die sich wahlweise als Axt oder Schwert einsetzen lassen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei!

Koop-Gekloppe

In dem nicht weniger epischen Online-Modus können bis zu vier Recken gleichzeitig ins Abenteuer ziehen. In der Stadt Loc Lac kann man sich treffen, verabreden, ins Abenteuer ziehen oder beispielsweise beim gemeinsamen Mahl je nach verzehrter Speise Buffs fürs kommende Abenteuer verteilen. Fürs Teamspiel steht auch (als Neuheit gegenüber der japanischen Version) Voice Chat via Wii-Speak zur Verfügung.

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Online läuft Monster Hunter Tri zur Höchstform auf.
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Die Online-Kampagne und Missionen unterscheiden sich von der Einzelspieler-Kampagne, und es locken andere Gegenstände als Belohnung. Wie gut, dass man die gleichen Charaktere spielen kann und sich so die Errungenschaften des einen Modus in den anderen übertragen lassen. Als dritte Spielvariante steht der Arena-Modus zur Verfügung, in dem man zu zweit via Split-Screen und Instant-Action einem Monster auf den Pelz oder die Schuppen rücken darf.

Aber auch im Einzelspieler-Modus muss man nicht auf einen Begleiter verzichten: Hier bekommt man Unterstützung vom possierlichen Cha Cha, der einen unterstützt und die verschiedensten Vorteile geben kann – abhängig davon, welche Maske er trägt und welche Persönlichkeit es dadurch annimmt. Unterstützt von Cha Cha gilt es dann herauszufinden, was wirklich hinter den Erdbeben steckt, die das Dorf des Helden erschüttern, und die Naturkatastrophen zu stoppen.