"Wer Freedom Unite nicht nur spielen, sondern auch präzise steuern will, kauft sich die günstigere PSP-Version. Alle anderen Monster Hunter 3 Ultimate oder demnächst Teil 4." - Gregor Thomanek

Es bleibt die Frage nach dem Warum, wenn man mal vom schnellen Taler absieht, den sich Capcom von dieser trägen Portierung verspricht. Freedom Unite könnt ihr über den Daumen gepeilt für die Hälfte der im AppStore veranschlagten 14 Euro bekommen, zwar nicht in ganz so hübsch, dafür aber in spielbar.

Für seine Möglichkeiten reizt die iOS-Version ihre Touchsteuerung weitestgehend aus, völlig unbedarft hat's das Spiel also nicht auf Apple-Geräte geschafft. Daran, dass Monster Hunter eine der ungeeignetsten Reihen überhaupt für diese Art der Kontrolle ist, ändert das aber auch nichts.

Monster Hunter: Freedom Unite ist auch fünf Jahre nach der ursprünglichen PSP-Veröffentlichung noch ein tolles Spiel, obschon es inzwischen von seinem eigenen Nachfolger und demnächst voraussichtlich auch vom vierten Serienteil überholt wird, der sich langsam am Horizont abzeichnet. Diesem Programm fehlt eine wichtige Sache: eine Existenzberechtigung.

Klar könnt ihr einen MFI-Controller ans iPad klemmen und damit halbwegs passabel daddeln, wirklich mobil seid ihr dann allerdings nicht mehr. Dadurch wird die App-Version zu einem kruden Hybrid, der nicht Fisch noch Fleisch, nicht mobiles noch Konsolenspiel ist. Dreht es wie ihr wollt: In einer Welt, in der ihr das Original günstiger auf der PSP, den besseren Nachfolger auf 3DS oder Wii U und in absehbarer Zeit sogar den vierten Teil bekommt, ist dies das sinnloseste Monster Hunter, das ihr spielen könnt. Ein schlechtes Spiel ist es deshalb jedoch noch nicht.

Monster Hunter: Freedom Unite - iOS E3 Trailer

Monster Hunter: Freedom Unite ist für PSP und seit dem 2014 für iOS (iPad / iPhone / iPod) erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.

Monster Hunter: Freedom Unite - Dinos schnetzeln auf dem iPad

Klicken, um Bilderstrecke zu starten (13 Bilder)

Monster Hunter: Freedom Unite - Dinos schnetzeln auf dem iPad

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/14Bild 8/211/21
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Pro

  • MFI-Controller anschließbar
  • In der Theorie durchdachte Touchsteuerung
  • Weiterhin enorm motivierendes, tiefes Spielkonzept
  • Online-Spiel in Vierergruppe möglich
  • Enorm gesteigerte Auflösung im Vergleich zur PSP-Version

Contra

  • Keine iCloud-Unterstützung
  • Durch geringe Displaygröße auf iPhone quasi unspielbar
  • Inhaltlich nur marginale Änderungen
  • Spielerisch nicht so gut wie Monster Hunter 3 Ultimate
  • Touchsteuerung für diese Art Spiel schlicht unpassend

Grafik

An der Auflösungsschraube hat Capcom ordentlich gedreht und das sieht jeder auf den ersten Blick – gerade mit einem Retina-iPad vor der Nase. Die Texturen bleiben allerdings verwaschen, die Charaktermodelle hoffnungslos veraltet. Zwischen Spielen wie Real Racing 3 und Infinity Blade 3 ist das aber auch kein Hingucker mehr.

Sound

Es dröhnt, die Monster kreischen und hie und da gibt’s lauschige Melodien. Gut, wie man es von Monster Hunter gewohnt ist.

Gameplay

Bis auf das Jagen von kleinen bis haushohen Monstern, dem Sammeln verschiedenster Objekte und dem daraus resultierenden Herstellen neuer Rüstungen und Waffen macht ihr im Grunde nicht viel – aber das ist mehr als ausreichend, um euch für hunderte Stunden bei der Stange zu halten. Wenn ihr denn erst einmal zugebissen habt, was bei der iOS-Version aufgrund der Touchsteuerung nur sehr schwer ist. Im Gegensatz zum PSP-Original blieb das Spielgerüst aber weitestgehend unangetastet.

Multiplayer

Online spielbar mit bis zu drei weiteren Monsterjägern. Coole Sache und für einige Missionen zwingend notwendig.