Fertig ist es immer noch nicht, aber dennoch geht es gut voran: Auf der gamescom konnten wir einmal mehr das inoffizielle Wonder-Boy-Sequel anspielen.

Monster Boy And The Cursed Kingdom - Debut Gameplay Trailer

Verschiebungen können auch was Gutes haben: Als Philipp Döschl von FDG Entertainment uns auf der gamescom mit der neuesten Version von Monster Boy and the Cursed Kingdom besuchte, brachte er das Spiel auf einer Switch mit. Zum Entwicklungsstart des Spiels war an die Switch noch nicht mal zu denken. Erst durch die lange Entwicklungszeit wird Monster Boy nun auch auf Nintendos Hybrid-Konsole landen.

Monster Boy And The Cursed Kingdom - Diese verfluchten Verschiebungen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 14/161/16
Ihr spürt die Wonder-Boy-Wurzeln
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die uns präsentierte Switch-Version lief in Full-HD und mit 60 Bildern pro Sekunde. Schließlich ist Monster Boy kein hardwareintensives 3D-Spiel, sondern in einer wunderhübschen 2D-Welt beheimatet. Held Jin macht dort seinen Wonder-Boy-Wurzeln alle Ehre: Er läuft und springt, vermöbelt Krebse und Oktopoden, besorgt sich neues Equipment und verwandelt sich in allerlei Tierformen, die dann wieder ihre eigenen Fähigkeiten mitbringen. Gerade diese Fähigkeiten sowie neue Ausrüstung hängen maßgeblich mit dem sogenannten Metroidvania-Spielkonzept zusammen: Nur mit schweren Schuhen lässt sich unter Wasser laufen, nur das Schwert der Frosch-Form erzeugt aus Wasser Eisblöcke, die auf neue Wege führen. So eröffnen sich euch immer weitere Teile der Spielwelt und auch in bereits besuchten Abschnitten entdeckt ihr nach und nach Neues.

Monster Boy And The Cursed Kingdom - Diese verfluchten Verschiebungen!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublenden2 Bilder
Auf der Switch sieht Monster Boy fantastisch aus!
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Fantastische Innszenierung

Mittlerweile kennt man dieses Konzept grundsätzlich zur Genüge, bei Monster Boy and the Cursed Kingdom bringt aber bereits die Inszenierung eine Menge Pluspunkte ein: Von der Musik und den Soundeffekten über die im Vergleich zur letztjährigen Version deutlich plastischere Grafik bis hin zu altbekannten Charakteren – auch ohne den offiziellen Namen IST Cursed Kingdom ein Wonder Boy. Besonders bemerkenswert sind die Musikstücke, die unter anderem von Yuzo Kushiro (Sonic the Hedgehog) und Michiru Yamane (Castlevania) stammen. Selbst „Mr. Wonder Boy“ Ryuichi Nishizawa ist involviert, um dem Ganzen seinen inhaltlichen Segen zu geben. Das kann sicher nicht schaden, denn im Gegensatz zum vor einigen Monaten veröffentlichen The Dragon’s Trap handelt es sich hier nicht um ein Remake, stattdessen entsteht aus bekannten Elementen ein ganz neues Spiel – das sich aber durch und durch wie ein „echtes“ Wonder Boy anfühlen soll.

Nach unserer Anspielsession mit zwei Abschnitten können wir bestätigen, dass die französischen Entwickler von Game Atelier auf dem besten Weg sind. Quasi ohne Einspielhürde ist man sofort mittendrin im Cursed Kingdom und will es gerne bis in den letzten Winkel erkunden. Es sind bestenfalls noch Detailmängel, die uns aufgefallen sind: Manche Textboxen und Menüs passen nicht mehr optimal zum Grafikstil. Außerdem empfinden wir die Spielgeschwindigkeit in den Unterwasser-Passagen als zu langsam, da könnte sich Jin noch etwas dynamischer verhalten.