Es ist grausam, unerbittlich, überall präsent. Nicht ohne Weiteres als Wort aussprechbar ist es eine Abkürzungsschlange, die sogar IT-Profis das Fürchten lehrt: Das Massively Multiplayer Online Roleplaying Game, das „MMORPG“. Doch wo wurde dieses Monstrum ausgebrütet? Wer ist verantwortlich, dass Tag um Tag, Nacht für Nacht unzählige Monster und Charaktere abertausende Tode im Cyberspace sterben? Eine Spurensuche.
Am Anfang war die Mainframe PDP-10. Ende der 1970er Jahre steht sie in Essex, England - ein riesiger Rechner in der dortigen Universität. Wer den exzellenten deutschen Film „23 – Nichts ist wie es scheint“ gesehen hat, kennt das Ungetüm, auf dem die beiden Studenten Roy Trubshaw und Richard Bartle 1978 die Grundlage für weltbekannte Online-Rollenspiele wie World of Warcraft, Star Trek Online, Lord of the Rings Online oder Aion legen.
Das erste MMO lief Ende der 70er auf dem Großrechner PDP-10.Probleme haben die beiden aber nicht mit dem fehlenden Starkstrom, wie in dem Thriller um ein deutsches Hacker-Duo, sondern mit dem Arbeitsspeicher des für heutige Begriffe überdimensionalen Servers. Trubshaw will eine Datenbanksprache entwickeln, sein Kompagnon Bartle ist mehr an Spielen interessiert. Eine erfolgreiche Kombination. Gemeinsam entwickeln sie MUD1, ein „Multi-User-Dungeon“. Spieler bewegen sich per Textkommandos durch imaginäre Räume und können sich dort unterhalten. Es gibt kein Gold, keine Erfahrungspunkte, keine Monster und keine Quests; nur Kommunikation.
Die Hochschulleitung ist gnädig und erlaubt den „Spielern“ ab Frühling 1980 wochentags zwischen 2 und 6 Uhr morgens die raren Leitungen aus der Außenwelt, speziell dem „ARPANET“ zu nutzen. Der Server der Universität birst des Nachts fortan über. Das „ARPANET“, ein US-amerikanisches Netzwerk für Universitäten und andere Forschungseinrichtungen, ist zu dieser Zeit das modernste Kommunikationsmedium und auch für europäische Hochschulen eine wichtige Verbindung. Es ist der Vorläufer des Internet.
MUD ist die Abkürzung von Multi-User Dungeon.Die geringe Datenübertragungsrate sowie die begrenzten Ressourcen des PDP-10-Rechnerschranks machen eine grafische Umsetzung von MUD1 nicht möglich – zumindest nicht für Trubshaw und Bartle. Ästhetik ist zuvorderst Zierde, und die ist unnötig. Das Hauptaugenmerk gilt der Spielmechanik, denn die beiden Programmierer müssen mit maximal 50 Kilobyte Arbeitsspeicher auskommen.
Ebenfalls neu ist Ende der 70er Jahre das auf Tolkiens „Herr der Ringe“ basierende „ADVENT“ - namensgebend für eine ganzes Genre, dem Adventure. Nicht wegen ihrer technischen Leistung, aber wegen ihrer Vision, diesem Spielprinzip eine Mehrspieler-Funktion zu verpassen, sind Trubshaw und Bartle die zentralen Figuren in der Geschichte der MMORPGs. Auch wenn „Multi-User“ in der ursprünglichen MUD-Engine aus Essex nicht mehr als 36 Spieler bedeutet.
























Ich erinnere mich noch ganz genau 5 Mark kostete damals eine Std Meridian59 zur Mittagszeit...
1997, 33.6 Modem mit stündlichem Verbindungsabbruch, 50 Mark M59 Account + ~250 Mark Telefonrechnung pro Monat und dass bis zum erscheinen der Flatrate 2000 den Eltern Monat für Monat erklären *g
so weit ich weiß sitzt EA hinter Bioware und die sind bekannt dafür mmos dank geldgeilheit in den sand zu setzen (war und co)
so weit ich weiß sitzt EA hinter Bioware und die sind bekannt dafür mmos dank geldgeilheit in den sand zu setzen (war und co)
The Lessons of LucasArt's Habbitat
Das was man dort nachlesen kann, im übrigen Problemlos über googles zu finden, ist wirklich der Quintessenz von dem was ALLE! MMO-RPGs heute so machen.
Ultima Online z. B. ist am besten zu vergleichen, wenn es um aktuellere Titel gehen sollte, mit Eve-Online oder Darkfall. Zweiteres will ich nicht näher beschreben da es meiner Ansicht nach absolut nicht gelungen ist, da es die NO ATTACK Zone empfindlich verletzt.
Ansonsten muss gesagt sein das der nächsten Quantensprung in den MMOs wohl wieder von Lucas Arts kommen wird. In Kooperation mit BioWare das kommende Star Wars Old Republic rollt schon im Vorfeld die "Superlative" aus und glänzt mit Ideenansätzen die wiederrum mal wieder als neu bezeichnet werden könnten.
Damit ist nicht gemeint die Vertonung oder die Grafik, sondern vielmehr das die Party in ihrer Gesamtheit auf Quest und Questgeber einfluss nehmen aber auch auf deren Umgebung. Sprich Enviroment <-> Player & Group reaktionen.
Es bleibt abzuwarten wo alles hinführen wird aber die Zukunft ist wie immer nur das eine - eine Idee - man muss es nur zu Papier, oh pardon, zum Code bringen.
Und hier gehts um die Geschichte des MMOs ansich. Was WoW da allein im Titel zu suchen hat, ist mir ein Rätsel.
Da es weder sonderlich Innovativ ist noch sonst irgendwie was neuartiges besitzt was es von den anderen MMOs abhebt.
Einzig die menge an Spielern, aber grade bei WoW sieht man das sowas nicht die Qualität eines Spieles beweist...
Wie lange noch muss man überall "WoW hier... WoW dort..." lesen... geht das nicht schon lange genug so?
Ich finde irgendwann sollte mal schluss sein und die Redakteure sollten mal wieder anfangen ihren Erbsen-großen Horizont zu erweitern.
Es ist nunmal so, dass WoW eine feste Institution im MMORPG-Universum geworden ist. Sicherlich sogar die erwähnenswerteste, da ist es nicht verwunderlich das es oft an der Spitze aufgezählt wird.
Kein Grund solche Aussagen zu machen. :>
Kennt heutzutage wirklich kein Redakteur mehr was anderes als WoW?
Nen Armutszeugniss
Kommt auf die Klasse an *fg*
"So sind etwa in modernen MMORPGs die Siedlungen ebenfalls gewaltfrei. Selbst auf PvP-Servern ist in diesen Zonen körperliche Aggression gegen andere Spieler tabu."
Bei Meridian59 waren nur die Kneipen gewaltfrei, in der restlichen Stadt war PvP möglich. Ok, ist nicht unbedingt eines der 'späteren' Spiele.
"(Meridian59) ...dann lockt sie im Gegensatz zur Minuten- oder Stundenabrechnung der Konkurrenz mit einem Monatsbeitrag von knapp 10 US-Dollar."
Meridian59 wurde nach Spielzeit abgerechnet, der Kauf erfolgte in Kontingenten. Die ersten Spiel-Stunden waren im Accountpreis enthalten, weitere Zeit wurde zusätzlich abgerechnet.
Everquest hätte deutlich mehr Zeilen verdient, das Programm ist der wahre Vorfahre aller heutigen, westlichen MMOs (insbesondere natürlich von WoW) - die asiatischen PvP-Grinder zählen nicht, da sie außer hektischem PvP keine Inhalte hatten und bis heute nicht haben.
Richard Garriot hat seine eigene Firma gegründet die dann von NCSoft übernommen wurde - das Spiel war Tabula Rasa.
Bei dessen Entwicklung wurde alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte - entsprechend sind die Server auch sehr schnell abgeschaltet worden.
Das stimmt nicht. Er hat für NC-Soft gearbeitet, das war Lineage aber schon lange online. Mit Lineage hat er nichts zu tun. Quelle wäre interessant."
du hast recht. Ich glaub der verfasser dieses berichts hat da was durcheinander gebracht ^^
Das stimmt nicht. Er hat für NC-Soft gearbeitet, das war Lineage aber schon lange online. Mit Lineage hat er nichts zu tun. Quelle wäre interessant.
Grup Shadow
Vielleicht sollten sich frustrierte WoWler mal ein Beispiel daran nehmen :D
Gruß Missy