Die Netzwerkseite „Wired-Blog“ berichtet in ihrer „Game-Section“ über die unfairen Möglichkeiten chinesischer MMO-Entwickler, eine Monopolstellung im eigenen Land zu erzwingen.

So verfügt das chinesische Pendant zur USK, die „General Administration of Press and Publication“(GAPP), über die Möglichkeit ausländische Spiele zu verbieten. Allerdings wird ein Verbotsverhängung erst dann für die GAPP möglich, wenn zuvor chinesischen Firmen ausländische Publisher anklagen. Durch dieses exklusive Recht der GAPP, welches bis zum Tag des Gerichtsverfahrens anhält, kann eine Release-Verspätung des Spiels bewusst herbeigeführt werden.

Ein erfolgreiches Zusammenspiel zwischen der GAPP und den chinesischen MMO-Firmen könnte somit ausländischen Publishers sauer aufstoßen. Mit 60 Millionen Online Spieler verfügt China über den Weltweit größten potenziellen Spieler-Anteil. Fällt dieses Publikum für ausländische MMOs bald weg, könnte der westliche MMO-Markt enorm geschädigt werden.